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Eintracht Frankfurt tritt gegen RB Leipzig mit neuem Personal und altem Mut an und belohnt sich mit einem Punktgewinn. Die Startelf-Änderungen von Adi Hütter greifen, Aymen Barkok unterstreicht seine Ambitionen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht trotzt Leipzig einen Punkt ab

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Eintracht Frankfurt hat sich am Samstagabend einen Punkt gegen Spitzenteam RB Leipzig erkämpft. Nach zuletzt eher schwachen Auftritten präsentierten sich die Hessen gegen den Tabellen-Zweiten formverbessert und verdienten sich ein 1:1 (1:0). Aymen Barkok brachte die Gastgeber in der ersten Hälfte in Führung (43.), der eingewechselte Yussuf Poulsen glich aus (57.).

Hütter würfelt Startelf durcheinander

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte vor Anpfiff für eine Überraschung gesorgt und die Anfangsformation durcheinander gewürfelt. Nachdem der Österreicher bislang so gut wie nie rotiert hatte, brachte er gegen RB gleich fünf Neue von Beginn an und verhalf dabei Erik Durm, Djibril Sow, Evan N’Dicka und Aymen Barkok zu ihren Startelf-Debüts in dieser Saison.

Ein Personal-Experiment gegen ein Spitzenteam. Eine mutige oder die falsche Herangehensweise? Ganz klar: Ersteres. "Wir haben heute taktisch sehr clever gespielt und die Räume eng gemacht", fasste Hütter nach Schlusspfiff zusammen. "Leipzig hat hier noch nie gewonnen, von daher bin ich heute zufrieden."

Barkok belohnt mutige Eintracht

In der Defensive, die je nach Situation zwischen einer Vierer- und einer Fünferkette variierte, stand die Eintracht im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich kompakter. Die Hessen gewährten Leipzig nur sehr wenige Räume und schafften es, die gefährliche RB-Offensive nicht ins Rollen kommen zu lassen. Trainings-Weltmeister Durm zeigte gegen Angelino und Christopher Nkunku, dass er zumindest Zweikämpfe nicht verlernt hat, den Rest regelte das Türsteher-Trio Abraham-Hinteregger-N’Dicka.

Gegen den Ball sah das gut aus, nach vorne blieben ein Kopfball von Martin Hinteregger (22. Minute) und ein schöner Konter mit schwachem Kamada-Abschluss (30.) aber lange die einzigen Höhepunkte. Da die Leipziger kurz vor der Pause nach einem langen Ball von N’Dicka jedoch komplett pennten und Barkok cool blieb, wurde die Eintracht für ihren couragierten Auftritt mit einer 1:0-Halbzeitführung belohnt.

Poulsen kommt und trifft

Gäste-Trainer Julian Nagelsmann, dem das Geschehen auf dem Rasen sichtlich missfiel, reagierte in der Pause mit einem Dreifach-Wechsel und brachte unter anderem die beiden Top-Scorer Emil Forsberg und Poulsen. Am Spielgeschehen mit anrennenden Leipzigern und gut verteidigenden Frankfurtern änderte sich erst einmal nichts, nach zwei Nachlässigkeiten in der Eintracht-Abwehr kam RB dennoch zum Ausgleich. Durm ließ Angelino einmal zu viel Zeit zum Flanken, in der Mitte setzte sich Poulsen gegen Hinteregger durch. Schon stand es 1:1 (57.).

In der Folgezeit demonstrierten die Leipziger, dass sie nicht umsonst in der Bundesliga-Spitzengruppe stehen und auch in diesem Jahr wieder in die Champions League wollen. Die Sachsen schnürten die Eintracht zunehmend in der eigenen Hälfte fest, Frankfurter Entlastung gab es bis auf eine Chance von Silva (78.) nur noch sehr selten. Da die Mannschaft von Trainer Hütter aber weiter hochkonzentriert und couragiert auftrat, verdienten sie sich das Remis. Im Gegensatz zu den Punktteilungen gegen Bielefeld, Köln, Bremen und Stuttgart ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 1:1 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Durm, Abraham, Hinteregger, Ndicka - Ilsanker, Sow - Barkok, Kamada (63. Kohr), Kostic - Silva (79. Dost)
Leipzig: Gulacsi - Adams, Upamecano (46. Orban), Konate, Angelino - Kampl, Haidara - Sabitzer, Olmo (46.Forsberg), Nkunku (72. Kluivert) – Sörloth (46.Poulsen)

Tore: 1:0 Barkok (43.), 1:1 Poulsen (57.)
Gelbe Karten: Durm, Abraham / Olmo, Nkunku

Schiedsrichter: Storks (Velen)

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Sendung: hr1, heimspiel!, 21.11.20, 15.15 Uhr