Jubeln Filip Kostic und Daichi Kamada auch in Zukunft für die Eintracht?

Vieles bei Eintracht Frankfurt dreht sich um die Frage nach der Zukunft von Daichi Kamada, Filip Kostic und Evan N'Dicka. Finanzvorstand Oliver Frankenbach nimmt trotz finanziell noch immer angespannter Lage Druck vom Kessel.

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Eintracht Frankfurt macht 31,9 Mio. Euro Minus

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Eintracht Frankfurt zeigte am Montagabend im DFB-Pokal beim 1. FC Magdeburg eindrucksvoll, wozu die Mannschaft in dieser Saison in der Lage sein kann. Doch über allem hängt wie ein Damoklesschwert die Frage: Wie geht es mit Daichi Kamada, Filip Kostic und Evan N'Dicka weiter? Ihre Kontrakte laufen 2023 aus und der von Sportvorstand Markus Krösche getätigte Satz, dass man mit keinem Profi ins letzte Vertragsjahr gehen möchte, klingt noch in den Ohren. Muss die Eintracht ihr Star-Trio - und damit enorme sportliche Qualität - ziehen lassen?

Trotz Verlusten kommt Eintracht mit "blauem Auge" durch die Corona-Krise

Finanzvorstand Oliver Frankenbach ist bei der Eintracht der Mann der Zahlen. Seinem wachsamen Blick entgeht nichts, er weiß die Lage nüchtern und punktgenau einzuordnen. Die von ihm präsentierten Rahmendaten zeigen auf, wie schmerzhaft der finanzielle Einschnitt in der noch immer grassierenden Corona-Pandemie war und ist.

Die Frankfurter kamen zwar laut Frankenbach "mit einem blauen Auge" durch die Krise. Der Verlust beträgt dennoch 31,9 Millionen Euro, zudem ist das Eigenkapital von 39 Millionen Euro auf 5,9 Millionen Euro geschmolzen. Doch der Sieg in der Europa League war hilfreich, neben gesteigerten Einnahmen im Merchandising steht die Teilnahme am Fleischtopf Champions League.

Frankenbach stellt klar: "Wir müssen nicht verkaufen - aber wir können"

Frankenbach stellte daher am Dienstag klar: "Wir müssen keinen Transfer tätigen." Er verwies auf die Lizenzerteilung der Deutschen Fußball Liga DFL Ende April. Dort hieß es: "Im Bereich der Erfüllung der Kriterien zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wurde diese ohne die Erfüllung von Auflagen und Bedingungen bescheinigt." Sprich: Die Frankfurter sind nicht dazu gezwungen, ihre Top-Leute abzugeben.

Auszuschließen sind Abgänge von Kamada, Kostic, N'Dicka oder anderen Stars damit natürlich nicht. "Wenn wir für einen Spieler ein Angebot in gewisser Größenordnung erhalten und das wirtschaftlich sinnvoll ist, dann werden wir darüber nachdenken", sagte Frankenbach, schob jedoch hinterher: "Wir müssen nicht verkaufen - aber wir können."

Transferfenster noch bis 1. September geöffnet

Das Transferfenster ist noch bis 1. September geöffnet. Möglicherweise weiß Trainer Oliver Glasner erst nach sechs Pflichtspielen, mit welchen Akteuren er die erstmalige Teilnahme an der Königsklasse bestreiten darf.