Jubel bei Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt startet gegen den FC Arsenal in die Gruppenphase der Europa League und will dabei an die furiosen Abende der vergangenen Saison anknüpfen. Personell gibt es gute und schlechte Nachrichten.

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zum Video Eintracht vor dem Europa-League-Spiel gegen Arsenal

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Die Europa-League-Saison von Eintracht Frankfurt beginnt am Donnerstag (18.55 Uhr) wie die vergangene Anfang Mai aufhörte: mit einem Duell gegen ein englisches Spitzenteam. Rund vier Monate nach dem dramatischen Aus im Halbfinale beim FC Chelsea und sechs mehr oder weniger spannenden Qualifikations- und Play-off-Spielen kehrt die Eintracht gegen den FC Arsenal auf die große internationale Bühne zurück.

Flutlicht, ausverkauftes Haus, prominenter Gegner. Die europäischen Festspiele starten in die nächste Runde, Stimmung und Vorfreude erreichen in und um Frankfurt Champions-League-Niveau. "Gleich gegen ein solch großes Team wie Arsenal zu starten, ist ein tolles Gefühl. Wir freuen uns sehr", fasste Trainer Adi Hütter am Mittwoch die Gefühlslage zusammen.

Arsenal ist gefährlich, aber verwundbar

Die selbst verschuldete 1:2-Niederlage beim FC Augsburg wurde von Trainer und Spielern im Eilverfahren abgehakt, der Blick der Hessen geht nach vorne, der Blutdruck schon jetzt leicht nach oben. "Ich spüre schon wieder das Europa-League-Adrenalin", sagte Kapitän David Abraham, der trotz schwacher Leistung beim FCA wohl erneut in der Anfangsformation stehen und auf die Offensiv-Stars Pierre-Emerick Aubameyang und Nicolas Pepe treffen wird. Mesut Özil hat die Reise nach Frankfurt überraschend nicht mit angetreten, der Franzose Alexandre Lacazette fällt verletzt aus. "Es wird darum gehen, dass wir uns gut organisieren", warnte Abraham vor der Offensivstärke der Nord-Londoner.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Arsenal

Adi Hütter
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Der FC Arsenal ist klarer Favorit und vor allem im Sturm sehr gut aufgestellt, die Defensive ist in dieser Spielzeit aber alles andere als sattelfest. Der Ex-Dortmunder Sokratis, der genau wie Özil aus dem Kader gestrichen wurde, und Neuzugang David Luiz wechselten sich an den ersten fünf Spieltagen mit Wacklern und Unzulänglichkeiten ab, sechs der acht Gegentreffer fielen nach direkten individuellen Fehlern. Hinzu kommt eine extreme Anfälligkeit für eine besondere Spezialität der Eintracht: Pressing. "Auch wir haben unsere Qualitäten", betonte deshalb Coach Hütter.

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Eintracht gegen Arsenal im Social-Radio

Den Europa-League-Auftakt von Eintracht Frankfurt gegen den FC Arsenal können Sie am Donnerstag wie gewohnt im Social Radio bei hessenschau.de verfolgen.

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Rode fällt aus, Kostic zurück

Einer der zentralen Spieler für frühes Anlaufen und aggressive Zweikampfführung wird beim Auftakt in die Gruppenphase jedoch fehlen: Sebastian Rode hat im Training eine Knieprellung erlitten und wird aller Voraussicht nach nicht im Kader stehen. "Die Chancen stehen eher gering", bestätigte Hütter, der zudem weiter auf Mijat Gacinovic verzichten muss. Im zentralen Mittelfeld werden die Alternativen weniger, dafür kann der zuletzt erkrankte Linksaußen Filip Kostic wieder mitwirken. "Er ist auf einem guten Weg", so Hütter. Ob Bas Dost erstmals von Beginn an ran darf, ist offen.

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Sicher sind sich alle Beteiligten hingegen, dass die Eintracht nach dem Durchhänger von Augsburg am Donnerstagabend wieder ihr Europacup-Gesicht und eine deutliche Leistungssteigerung zeigen wird. "Die Fans machen noch einmal mehr Dampf. Und alle wissen, was wir zu Hause zu leisten im Stande sind", schickte Hütter eine vorsichtige Kampfansage in Richtung London.

Die Hessen sind auf internationalem Terrain seit 15 Heimspielen ungeschlagen, geht es nach Vorstand Axel Hellmann wird das auch gegen den FC Arsenal so bleiben. "Wir haben natürlich eine Burg hier in Frankfurt. Die muss auch erstmal Arsenal knacken."

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Arsenal

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 18.09.19, 16.45 Uhr