Filip Kostic im Hinspiel gegen den FC Basel

Showdown in der Schweiz: Fast fünf Monate nach der Hinspiel-Klatsche müssen für die Eintracht in Basel viele Tore her, wenn es mit dem Viertelfinale doch noch klappen soll.

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zum Video Hütter: "Wir müssen versuchen, kontrolliert nach vorne zu spielen"

Adi Hütter in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Basel
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Eintracht Frankfurt muss am Donnerstag (21 Uhr) im Rückspiel des Europa-League-Achtelfinals beim FC Basel antreten.

Die Ausgangslage

Die Aufgabe für die Eintracht ist denkbar schwer: Das Team von Trainer Adi Hütter muss die 0:3-Heimpleite aus dem Hinspiel im März aufholen, um doch noch ins Viertelfinale einziehen zu können. Die Klatsche vor Geisterkulisse war seinerzeit das letzte Spiel vor der Corona-Pause.

Die beiden Teams kommen nun mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen zusammen: Die Frankfurter hatten nach Ende der Bundesliga-Saison Ende Juni einige Wochen Sommerpause und stehen am Anfang der Vorbereitung. Gegner Basel hatte dagegen bis zuletzt Spiele im Drei- oder Vier-Tages-Rhythmus, die Saison in der Schweizer Liga wurde erst vor wenigen Tagen zu Ende gebracht.

Weitere Informationen

Vollreportage bei hr-iNFO

Das Spiel der Eintracht in Basel gtibt es ab 21 Uhr in der Vollreportage bei hr-iNFO und auf hessenschau.de. Außerdem berichtet hr1 im "heimspiel!" ab 19 Uhr immer wieder aus Basel.

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Das Personal

Das Europa-League-Achtelfinale sowie das kommende Endrunden-Turnier in Nordrhein-Westfalen noch zur Saison 2019/2020 zählen, sind Neuzugänge nicht spielberechtigt. Die Eintracht muss also ohne Ragnar Ache und Steven Zuber auskommen. Auch Rückkehrer wie Aymen Barkok oder Dejan Joveljic können nicht mitwirken, ebenso Marco Russ, der für den ursprünglichen Europa-League-Kader gemeldet war, seine Karriere aber inzwischen beendet hat. Djibril Sow fehlt gelbgesperrt. Insgesamt hat Trainer Adi Hütter 19 Spieler im Kader - 16 Feldspieler und drei Torhüter.

Bei Basel sind Emil Bergström, Zdravko Kuzmanović, Edon Zhegrova und Hinspiel-Torschütze Kevin Bua nicht mehr im Aufgebot. Fehlen wird auch Stammkeeper Jonas Omlin wegen einer Oberschenkel-Verletzung, ersetzen wird ihn Djordje Nikolic. Ebenfalls nicht dabei sind Luca Zuffi und Eric Ramires.

So könnte die Eintracht spielen: Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger - Ilsanker - da Costa, Kohr, Rode, Kostic - Silva, Dost

So könnte Basel spielen: Nikolic - Widmer, Cömert, Alderete, van der Werff - Frei, Xhaka - Stocker, Campo, Petretta - Cabral

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Unsere Marschroute ist klar: Wir hoffen, dass wir das Ergebnis aus dem Hinspiel umbiegen können. Wir möchten die allerletzte Chance für das internationale Geschäft nutzen. Das ist unser Wunsch und unsere Verpflichtung."

Marcel Koller: "Die Eintracht hatte am Weekend einen Test gegen Monaco. Ich war erstaunt, wie gut sie gespielt haben. Sie werden morgen alles versuchen und wollen sicher früh in Führung gehen. Ich erwarte, dass sie dafür risikoreich spielen werden."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Für die Eintracht müssen Tore her - deshalb liegt der Fokus im Spiel auf den Stürmern. André Silva, zum Ende der Bundesliga-Saison in starker Form, wird vermutlich nicht als einzige Spitze auf Torejagd gehen. Bas Dost und Goncalo Paciencia, im Testspiel gegen Monaco erfolgreich, stehen ebenfalls bereit, um den Drei-Tore-Rückstand irgendwie wettzumachen.

Beim FC Basel hat Arthur Cabral zuletzt regelmäßig geknipst: Sieben Treffer gelangen dem Stürmer nach der Corona-Pause in der Liga. Beim Sturmlauf muss die Eintracht also aufpassen, ihm nicht zu viele Räume zu lassen. "Basel ist gut im Konterspiel, wir müssen nach Ballverlusten aufpassen", warnt Hütter dementsprechend.

Die Statistik des Spiels

147 Tage. So lange ist es her, dass die Eintracht gegen Basel das Hinspiel bestritten hat - eine historisch lange Spanne zwischen Hin- und Rückspiel. "Es ist eine neue und andere Situation", so Hütter in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Der Zustand seines Team sei "absolut gut". So kann sich die lange Pause durchaus positiv für die Eintracht auswirken: War man im März noch eher in einer Schwächephase, fährt die Mannschaft nun erholt und mit den starken Eindrücken aus dem Test gegen Monaco (1:1) nach Basel.