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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht verliert auf Schalke

Die Eintracht-Spieler sind im Schalke-Stadion geknickt.

Eintracht Frankfurt kann auf fremdem Platz in der Bundesliga einfach nicht gewinnen. Bei Schalke 04 kassierten die Hessen am Sonntag die siebte Auswärtspleite der Saison.

Eintracht Frankfurt sehnt die Winterpause herbei. Nach der Pleite in der Europa League unter der Woche verloren die Hessen am Sonntag auch ihr Bundesliga-Spiel bei Schalke 04 mit 0:1 (0:0). Benito Raman war der goldene Torschütze für die Hausherren (53. Minute), die das Spiel zu zehnt beenden mussten. S04-Keeper Alexander Nübel sah nach einem bösen Kung-Fu-Tritt gegen Mijat Gacinovic glatt Rot (66.).

Eintracht geht es defensiv an

Eintracht-Trainer Adi Hütter wirbelte seine Mannschaft nach der 2:3-Pleite gegen Guimaraes ordentlich durcheinander. Gleich sechs Feldspieler rückten neu in die Startelf. Unter ihnen auch der wiedergenesene Bas Dost, der als einzige Sturmspitze agierte. Viel zu tun gab es für den wuchtigen Holländer zunächst aber nicht.

Die Frankfurter standen extrem tief. Das für die Eintracht so typische schnelle Spiel über die Flügel fand in der ersten Halbzeit überhaupt nicht statt. Die Hessen waren auf Sicherheit bedacht und versuchten vorrangig, den Schalkern den Weg zum Tor zu verbauen.

Ein leistungsgerechtes 0:0

Das klappte meist gut, zwei richtig gute Chancen konnten sich die Königsblauen dennoch erarbeiten. Beide Male war Eintracht-Keeper Frederik Rönnow zur Stelle – gegen den Fernschuss von Suat Serdar (28.) und gegen Amine Harit, der in der 42. Minute plötzlich frei vor dem Eintracht-Gehäuse aufgetaucht war.

Bei den Gästen ging es an vorderster Front sogar noch gemächlicher zu. Gacinovic bekam nach dem Trikottest von Schalkes Muhammed Kabak den gewünschten Elfmeter nicht (30.). Einen Seitfallzieher setzte der bemühte Serbe neben das Tor (45.+3), seinen Kopfball schnappte sich Sekunden später S04-Keeper Nübel. Das 0:0 zur Pause war leistungsgerecht.

Plötzlich hinten, plötzlich in Überzahl

Dass die zweite Halbzeit mehr Dampf bereithielt, wurde binnen weniger Minuten klar. Nach einem Fernschuss von Kostic (47., knapp vorbei) und einem von Daniel Caliguiri auf der Gegenseite (Rönnow pariert stark, 50.), lag die Eintracht plötzlich zurück. Almamy Touré vertändelte einen Ball im Spielaufbau leichtfertig. Harit steckte auf Raman zu, der Rönnow mit einem Schuss ins lange Eck überwand (53.). Hütter brachte zwei Minuten später mit Daichi Kamada eine weitere Offensivkraft. Im Mittelpunkt stand kurz darauf aber einmal mehr Gacinovic – wenn auch unfreiwllig.

Der vielleicht umtriebigste Frankfurter wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Nübel versuchte den Serben frühzeitig abzufangen, kam aus seinem Kasten und streckte Gacinovic mit einem Kung-Fu-Tritt (offene Sohle gegen die Brust) zu Boden (66.). Für beide war das Spiel im Anschluss gelaufen. Nübel sah die Rote Karte, der aus dem Mund blutende Gacinovic wurde ausgewechselt (70.). Goncalo Paciencia sollte an seiner statt mithelfen, gegen zehn Schalker das Spiel noch zu drehen.

Mijat Gacinovic wird von Alexander Nübel umgetreten

Die Mittel fehlen

Das Problem: Der Eintracht fehlten die spielerischen Mittel, um die Hausherren ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Vielmehr hatte der eingewechselte Guido Burgstaller sogar noch das zweite Schalker Tor auf dem Fuß. Sein Fernschuss klatschte aber nur gegen den Pfosten (83.).

Weitere Informationen

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)  

Schalke: Nübel - Kenny, Kabak, McKennie (13. Miranda), Oczipka, Mascarell, Serdar - Caligiuri, Harit (69. Schubert) - Raman (77. Burgstaller), Matondo

Frankfurt: Rönnow - Toure (82. Durm), Hinteregger, Ndicka - Chandler, Rode (55. Kamada), Torro, Kostic - Gacinovic (70. Pacienca), Sow - Dost  

Tore: 1:0 Raman (53.)
Gelbe Karten: Harit / Rode, Torro, Kostic, Ndicka
Rot: Nübel (66./Grobes Foulspiel)  

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 60.811

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