Timothy Chandler im Duell mit Mario Gomez
Augen zu und durch: VfB-Torjäger Mario Gomez im Kopfballduell mit Timothy Chandler. Bild © Imago

Gebrauchter Nachmittag im Ländle: Die Frankfurter Eintracht zieht beim VfB Stuttgart den Kürzeren. Ein Abwehrschnitzer von Defensivboss David Abraham leitet die Schlappe des Europacup-Anwärters ein.

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Auf dem Weg in Richtung Europa ist die Frankfurter Eintracht ins Stolpern geraten. Beim VfB Stuttgart kassierte die Elf von Trainer Niko Kovac am Samstag eine unglückliche 0:1-Niederlage. Ein kapitaler Abwehrschnitzer von Defensivboss David Abraham in der Anfangsphase der Partie leitete schon früh die Schlappe im Schwabenland ein. Nutznießer war Erik Thommy (13.), der nach einem verunglückten Rettungsversuch von Marco Russ das vom Pfosten zurückprallende Leder zum Siegtreffer abstaubte.

Statt die 40-Punkte-Marke zu knacken, verharrt die Eintracht nach dem 24. Spieltag bei 39 Zählern. Mit einem weiteren Sieg nach den Big Points über Mitkonkurrent Leipzig hätten die Frankfurter den nächsten großen Schritt Richtung internationales Geschäft machen können. Aber der Tabellendritte blieb bei Aufsteiger Stuttgart ohne seine beiden Leader Kevin-Prince Boateng (gelbgesperrt) und Omar Mascarell (verletzt) in der Offensive blass.

Da Costa trifft die Latte, Fabián verzieht

Die Kovac-Elf übernahm zwar zunächst die Regie auf dem Platz und Danny da Costa traf die Latte (9.). Doch der VfB nutzte den ersten Fehler der Gäste. Abraham verlor den Ball an Daniel Ginczek, dessen Schuss Russ an den Pfosten lenkte. Den Abpraller nutzte Winter-Neuzugang Thommy zu seinem ersten Tor für Stuttgart. Frankfurt zeigte zwar die etwas reifere Spielanlage, häufig fehlte jedoch der letzte Pass in die Spitze.

Der VfB setzte auf Konter, Ginczek und Mario Gomez liefen sich aber meistens fest. Nach der Pause hätte der VfB beinahe erhöht. Gomez bediente seinen Sturmpartner Ginczek, der frei auf das Tor zulief, jedoch im letzten Moment von da Costa gestoppt wurde (46.). Zwei Minuten später war es erneut der glücklose Ginczek, der mit einem Kopfball an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky scheiterte (48.).

Danach verflachte die Partie wieder, obwohl Kovac zur zweiten Halbzeit in Marco Fabián anstelle von Russ einen weiteren Offensivspieler brachte. Stuttgart zog sich noch weiter zurück, Frankfurt fehlten die fußballerischen Mittel, um die Korkut-Elf ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Am Ende versuchte es Fabián mit einem Distanzschuss, der aber bezeichnenderweise für die schwache Frankfurter Leistung sein Ziel verfehlte.

Weitere Informationen

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 1:0 (1:0)

Stuttgart: Zieler - Beck, Baumgartl, Pavard, Insua - Badstuber - Ascacibar (81. Mangala) - Gentner, Thommy (67. Aogo) - Ginczek (90. Akolo), Gomez 

Frankfurt: Hradecky - Russ (46. Fabian), Abraham, Falette - da Costa (74. Barkok), Hasebe, Chandler - Wolf, Gacinovic - Haller (65. Jovic), Rebic 

Tor: 1:0 Thommy (13.)

Gelbe Karten: Ascacibar, Gentner, Aogo - Jovic, Rebic            

Schiedsrichter: Steinhaus (Langenhagen)
Zuschauer: 55.418                  

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