Jovic versucht, den Ball gegen mehrere Leipziger zu behaupten.
Die Eintracht muss am Samstagnachmittag in Leipzig ran. Bild © Imago

RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt, Vierter gegen Sechster, sprintstark gegen sprintstark: Wir verraten Ihnen, was Sie vor dem Anpfiff der Partie am Samstagnachmittag wissen müssen.

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Adi Hütter

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Eintracht Frankfurt tritt am Samstag (15.30 Uhr) zum Spitzenspiel in Leipzig an. RB steht in der Tabelle fünf Punkte vor den Hessen, die den Abstand auf die Champions-League-Plätze verringern wollen. In Leipzig hat die Eintracht allerdings noch nie gewonnen.

Die Ausgangslage

Wenn die Eintracht weiterhin auf die Top 4 schielen möchte, darf sie in Leipzig nicht verlieren – der Rückstand auf den Gegner würde ansonsten auf acht Zähler anwachsen. Nach dem 1:1 gegen Spitzenreiter Dortmund gehen die Hessen, die spielerisch eher mau in die Rückrunde gestartet waren, aber mit einem guten Gefühl ins Spiel.

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Das Eintracht-Spiel in Leipzig ist auch Thema in den heimspiel!-Sendungen des hr-fernsehens: Samstag ab 17.15 Uhr, Sonntag ab 22.05 Uhr und Montag ab 23.15 Uhr.

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Gegner Leipzig musste unter der Woche im DFB-Pokal ran, meisterte die Hürde VfL Wolfsburg allerdings vergleichsweise locker und vergab beim 1:0-Sieg gleich reihenweise beste Chancen. In der Bundesliga gelangen der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick zuletzt ebenso zwei ungefährdete Siege – auswärts bei den Kellerkindern Düsseldorf (4:0) und Hannover (3:0).

Das Personal

Die Eintracht muss weiterhin auf ihren verletzten Kapitän David Abraham verzichten. Als Ersatz steht, wie schon gegen Dortmund, Neuzugang Martin Hinteregger bereit. Timothy Chandler hat nach seiner langen Verletzung noch Trainingsrückstand und kehrt vermutlich noch nicht in den Kader zurück. Auch Marco Fabián wird fehlen: Der Mexikaner hat sich am späten Freitagabend deutscher Zeit offiziell dem US-Club Philadelphia Union angeschlossen.

So könnte die Eintracht spielen: Trapp – Hinteregger, Hasebe, N'Dicka – da Costa, Rode, Fernandes, Kostic – Rebic – Jovic, Haller

Der schmerzhafteste Ausfall aufseiten von RB Leipzig ist der von Abwehrspieler Ibrahima Konaté, der gelbgesperrt zuschauen muss. Sein Innenverteidiger-Kollege Dayot Upamecano fehlt schon länger verletzt. Mittelfeld-Antreiber Kevin Kampl laboriert noch an einem gebrochenen Zeh. Fraglich ist der Einsatz von Nationalstürmer Timo Werner, der zuletzt zwei Spiele wegen einer Grippe verpasst hatte.

So könnte Leipzig spielen: Gulacsi – Klostermann, Ilsanker, Orban, Halstenberg – Adams, Demme – Laimer, Forsberg – Poulsen, Cunha

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Es ist nicht einfach, sich dort vorne festzubeißen. Wir werden um die Plätze vorne fighten und wollen weiter dabei bleiben. Es sind noch genügend Runden zu spielen. Aber das ist schon ein richtungsweisendes Spiel. Abgerechnet wird dennoch erst nach 34 Runden."

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Adi Hütter

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Ralf Rangnick (RB Leipzig): "Wir haben schon den Vorteil und im Moment fünf Punkte Vorsprung. Wir gehen mit dem Ziel ins Spiel zu gewinnen. Dass das Big Points wären, ist klar."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Mit Blick auf die Träger des Adler-Trikots lohnt es sich derzeit durchaus, auf gleich mehrere Profis zu achten. In der Abwehr hat sich Neuzugang Martin Hinteregger bereits in seinem ersten Spiel gegen den BVB quasi nahtlos eingefügt, im defensiven Mittelfeld avancieren Gelson Fernandes sowie Sebastian Rode zum neuen Traum-Duo, und in der Offensive ist das Trio Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller immer für Effizienz und Tore gut. Kurzum: In der Eintracht steckt in dieser Saison auch positionenübergreifend enormes Potenzial. Eine Tatsache, die sogar Pierre Litttbarski ins Schwärmen bringt: Der Weltmeister von 1990 lobte jüngst im hr-heimspiel! die verschiedenen Stile, die das Hütter-Team spielen kann.

Potenzial und Flexibilität dürften den Hessen sicherlich auch in Leipzig eine große Hilfe sein. Die Mittelstürmer Yussuf Poulsen (zehn Tore) und – wenn auch fraglich – Werner (elf) sind die treffsichersten Akteure der Bullen-Truppe. Danach folgt im internen Ranking zwar lange Zeit niemand, doch mit Innenverteidiger Willi Orban (drei) versprüht auch bei RB ein anderer Mannschaftsteil zumindest etwas Torgefahr.

Die Statistik des Spiels

Fünf Duelle gab es bislang zwischen Eintracht und RB, nicht ein Mal gewann dabei die jeweilige Auswärtsmannschaft. Vor allem Leipzig präsentiert sich gegen Frankfurt gerne heimstark, siegte in beiden Partien vor eigenem Publikum mit 3:0 und 2:1. Auch diesmal ist Powerfußball fast schon garantiert, schließlich zählen sowohl die Hessen (durchschnittlich 250 pro Partie) als auch die Sachsen (230) zu den sprintdurstigsten Teams der Bundesliga. RB führt zudem ligaweit die meisten Zweikämpfe, die Eintracht die drittmeisten. Und: Beide Teams bedienen sich mit Vorliebe der Abseitsfalle (Frankfurt 63, Leipzig 60 Mal).