Stürmt Sébastien Haller zu West Ham United?
Stürmt Sébastien Haller zu West Ham United? Bild © Imago

Verliert Eintracht Frankfurt den nächsten Topstürmer? Sébastien Haller will sich wohl seinen Traum von England erfüllen. Trainer Adi Hütter kann einen Abgang nicht mehr ausschließen.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter würde einen Abgang von Sébastien Haller bedauern.

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Sébastien Haller beweist in den Tagen, in denen sich alles bei Eintracht Frankfurt rund um seine Zukunft dreht, Professionalität. Der Franzose zeigte im Testspiel gegen den FC Luzern eine ansprechende Leistung und baute die Führung durch seinen Kopfballtreffer zwischenzeitlich auf 2:0 aus. War es der letzte Treffer des Franzosen im Dress des Bundesligisten?

Kehrtwende bei Haller?

Am Mittwoch kam erstmals aus Italien das Gerücht über einen möglichen Haller-Wechsel zu West Ham United auf. Laut Bild hieß es zunächst noch, der 25-Jährige werde das Angebot aber ablehnen und die Eintracht müsse keinen Abgang zum Tabellenzehnten der Premier League befürchten.

Die seriöse und in der Regel gut informierte französische L’Equipe vermeldete allerdings am Freitag, dass mit Willie McKay ein Top-Spielerberater als Vermittler fungiere und der Brite einen Durchbruch in den Gesprächen erzielt habe. Nach kicker-Informationen hänge diese Kehrtwende mit Nachverhandlungen in Bezug auf eine mögliche Ausstiegsklausel zusammen. Diese soll Haller einen Abgang ermöglichen, falls ein Top-Klub anklopft.

Traumziel Premier League

"Die Gerüchteküche brodelt. Als Trainer muss man dann die Ruhe bewahren", sagte Trainer Adi Hütter nach dem Testspielerfolg gegen den FC Luzern. Entgegen der üblichen Praxis, dass ein Akteur in einer solchen Partie wegen des Verletzungsrisikos geschont wird, setzte Hütter auf Haller. "Ich versuche natürlich, einem Spieler noch das eine oder andere schmackhaft zu machen."

Der Franzose habe jedoch ein klares Ziel – und dieses lautet Premier League. "England ist schon interessant, eine attraktive Liga, auf die viele Leute schauen", sagte Haller bereits im Herbst vergangenen Jahres der Frankfurter Rundschau. "Wenn es Angebote gibt, muss der Spieler selbst entscheiden, ob er bei Eintracht Frankfurt bleiben oder eventuell die Chance nutzen möchte, in eine andere Liga zu gehen", ordnete Hütter die Spekulationen ein.

40 Millionen für Haller?

Sollte West Ham ein passendes Komplettpaket bieten, dann könne die Eintracht ihn wohl nur schwer halten: "Ich bin für gewisse Sachen der falsche Ansprechpartner, aber rein sportlich gesehen wäre sein Abgang ein Verlust." Es werde, so Hütter, "noch ein bisschen Wasser den Main runter fließen, bis es schlussendlich durch ist."

Ein klares Dementi klingt anders, vor zwei Tagen wehrte der Coach noch alle Nachfragen zu dieser Causa ab. Wirtschaftlich würde sich der Wechsel für Spieler und Verein rentieren: Spekuliert wird in Medien, dass die Londoner 40 Millionen Euro Ablöse bezahlen wollen und Haller rund sechs Millionen Euro pro Jahr verdienen soll. Zur Erinnerung: 2017 holten die Frankfurter ihn für sieben Millionen Euro vom FC Utrecht.

Da Costa bleibt gelassen

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Eintracht-Außenverteidiger Danny da Costa äußert sich zu den Haller-Gerüchten.

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Hallers Mitspieler gehen derweil gelassen mit den Spekulationen um. "Natürlich liest man immer wieder, dass irgendwelche Spieler mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht werden. Aber wir sind nicht in der Situation, dass wir das entscheiden müssen“, sagte Danny da Costa. Klar ist allerdings: Haller wäre nach einer ganz starken Saison mit 32 Scorerpunkten in 41 Pflichtspielen ein nur sehr schwer zu ersetzender Abgang für die Hessen - bei aller Freude über den hohen Transfererlös.