Imago Trapp

Eintracht Frankfurt steht im Sommer vor einer unbequemen Entscheidung: Sollte der Bundesligist Kevin Trapp verkaufen, um sich finanziell über Wasser zu halten? Ein klares Nein.

Über die Vorzüge von Kevin Trapps Torwartspiel möchte ich hier gar nicht großartig palavern. Fakt ist: Der deutsche Nationalkeeper ist zurecht die Nummer 1 bei Eintracht Frankfurt. Er wurde 2018 auch aus Paris zurückgeholt, weil der kurz zuvor verpflichtete Frederik Rönnow intern nicht nur Fürsprecher hatte. Seitdem gab es keinen Grund, diese Entscheidung zu bedauern. Und das soll beileibe kein Seitenhieb gegen den zweifellos talentierten Rönnow sein.

Die Entscheidung, den Dänen als künftige Nummer eins zu behalten, weil ein Verkauf von Kevin Trapp sicherlich mehr Geld einbringen würde, hielte ich dennoch für falsch. Nicht nur aus rein sportlicher Sicht. Denn Trapp verkörpert das, was sich die offenbar brennend interessierte Hertha aus Berlin mit viel Geld erkaufen möchte: internationales Flair. Im Fußball ist das durchaus eine Währung.

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Pro und Contra: Sollte die Eintracht Trapp verkaufen?

Lesen Sie hier, weshalb die Eintracht über einen Verkauf von Trapp definitiv nachdenken sollte. 

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Ein falsches Signal

Ein Transfer von Trapp wäre das falsche Signal, sowohl an den bestehenden Kader als auch an mögliche Neuzugänge: Wer das Gesicht seiner Mannschaft und den zukünftigen Kapitän verkauft, hat eher das Mittelmaß vor Augen als die europäischen Fleischtöpfe. Trapp hat Vertrag bis 2024, mit seinen 30 Jahren zählt er als Torhüter noch lang nicht zu den Auslaufmodellen.

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Sollte die Eintracht Kevin Trapp verkaufen?

Im Gegenteil: Kaum einer bietet sich so sehr an, eine Ära in schwarz-weiß zu begründen, wie Trapp. Auch ein Filip Kostic nicht. Beide gelten im Corona-Sommer 2020 als Saniermasse, womöglich kann nur einer bleiben. Aber nur Kostic dürfte Einnahmen im mittleren zweistelligen Millionenbereich garantieren. Wenn schon Tafelsilber verscherbeln, dann das große Besteck.

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zum Video Marvin Mendel von FUSSBALL 2000 über Kevin Trapp

Marvin über Trapp
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Ihre Kommentare Sollte Eintracht Frankfurt Kevin Trapp im Sommer verkaufen?

73 Kommentare

  • Ja, Kevin Trapp hat eine gute Strafraumbeherrschung, er ist ein echter Leader und tut - gerade jetzt, nachdem Abgang von Russ und Fernandez - der Eintracht in der kabine gut.....

    Aber: Auf der Linie ist er kaum Mittelmaß, kaum Dynamik, kommtnicht recht vom Fleck, Sprungkraft unterdurchschnittlich, Reflexe ... na ja.

    Man stelle sich vor, Trapp bliebe und rönnow wird an einen anderen Bundeligisten verkauft, bei dem er auf dem in der Vorrunde gezeigten Niveau reüssiert ... und damit eine Klasse besser spielt als Kevin....

    Nein, ich würde Kevin bei einem guten Angebot verkaufen, ist kein Muss, aber wir haben eine denkbar gute Alternative (eigentlich mehr als das).

    Wer dann die Leader-Funktion übernimmt, bleibt offen.

    Trotzdem: Ich plädiere für Rönnow, der übrigens aus dem Stand heraus diese Leistungen abgerufen hat. Vielleicht wird er noch besser ...

  • Sowohl Herr Trapp als aber auch Herr Kostic
    sind bei der Eintracht nicht wegzudenken und verkörpern
    nicht nur auf dem Spielfeld die Eintracht!
    Nein beide müssen bleiben - oder die Eintracht möchte sehenden Auges ins
    absolute Mittelmaß abtrifften mit der Tendenz nach unten.
    Um die Zwei muss die Mannschaft Alt und Neuzugänge aufgebaut werden.
    Schließlich ist die Eintracht es den Zuschauern schuldig - und wir
    wollen doch wieder nach Europa!

  • Dann seid doch mal Objektiv und schaut mal wo Kevin immer steht, viel zu weit vom Tor entfernt, es gab Situationen, wo er den Ball hätte halten können, wenn er nicht so weit vor dem Tor stehen würde, bitte schaut mal genauer hin, Rönnow nicht, er hat ein gutes stellungs Spiel, ich würde Ihn bevorzugen, nach meiner Meinung nach, ist er der Bessere!!!!!

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