Ante Rebic scheitert an 96-Keeper Michael Esser
Ante Rebic bringt die Eintracht gegen Hannover in Führung. Bild © Imago Images

Auf Gala in der Europa League folgt ein abgezockter Sieg in der Bundesliga: Eintracht Frankfurt hat trotz durchschnittlicher Leistung keine Probleme mit Hannover 96 und siegt im Stile eines Spitzenteams. Eine starke Halbzeit reicht für drei Tore.

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Eintracht Frankfurt kann auch in der Bundesliga noch gewinnen. Nach zuvor vier Unentschieden in Serie setzte sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter am Sonntag souverän mit 3:0 (0:0) beim Tabellen-Vorletzten Hannover 96 durch und springt damit zumindest vorrübergehend wieder auf Platz sechs. Nach zahlreichen vergebenen Chancen im ersten Durchgang belohnten Ante Rebic (53.), Luka Jovic (63.) und Filip Kostic (90.) die Frankfurter Überlegenheit.

Drei Tage nach der Europa-League-Party gegen Schachtar Donezk gönnte Trainer Adi Hütter etwas überraschend nur zwei Spielern eine Pause: David Abraham und Mijat Gacinovic nahmen zunächst auf der Bank Platz, Debütant Almamy Touré und Vizeweltmeister Rebic rückten dafür in die Startelf. Nach drei Spielen in Folge mit einer Doppelspitze ließ Hütter wieder all drei Stürmer auf einmal los. Eine Maßnahme, die sich bemerkbar machte.

Jovic zu arrgogant

Die ohnehin nicht sattelfeste Defensive der Hannoveraner wirkte vor allem zu Beginn der Partie überfordert, die Eintracht verpasste aber gleich dreimal die Führung. Nach einem zu arroganten Lupfer von Luka Jovic (3. Minute) ließen auch Sébastien Haller (8.) und Danny da Costa (14.) gute Chancen liegen und gaben damit den Lauf der Partie vor.

Die Eintracht hatte das Geschehen trotz kräftezehrender Doppelbelastung im Griff, im Abschluss fehlte aber die nötige Entschlossenheit. Hannover, das bis auf harte Zweikampfführung und eine Mini-Gelegenheit vom Frankfurter Leihspieler Nicolai Müller (34.) gar nichts auf den Rasen brachte, beschränkte sich rein auf die Abwehrarbeit. Am Spielstand änderte sich aber erst kurz nach der Pause etwas.

Rebic bricht den Bann

Nach einem frühen Frankfurter Ballgewinn verzichtete Jovic zur Abwechslung auf den obligatorischen Schnörkel und legte quer auf Rebic. Es folgte ein trockener Abschluss aus 13 Metern ins lange Eck und die verdiente Führung für die Eintracht. Nur zehn Minuten später bediente Kostic den völlig freistehenden Jovic, der das Spiel per Kopf entschied. Zwei konsequent vorgetragene Angriffe, zwei Tore. So einfach kann Fußball sein.

In der Folge beschränkte sich die Eintracht nur noch aufs Wesentliche und sparte Kräfte. Hannover präsentierte sich bis zum Abpfiff wie ein Absteiger und brachte die Frankfurter Defensive nie in Gefahr. Die erneut von Martin Hinteregger organisierte Dreierkette stand sicher, Neuzugang Touré bewies mit kompromissloser Zweikampfführung und einigen mutigen Vorstößen, dass er eine echte Option sein kann.

Aufregung gab es dann nochmal kurz vor Schluss: Zunächst haderte Haller mit seiner Auswechslung und schickte ein paar Worte in Richtung Coach Hütter, dann sorgte Kostic wieder für ausschließlich gute Laune. Der Serbe krönte einen Konter mit einem satten Schuss zum Endstand.

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HANNOVER 96 - EIN.FRANKFURT 0:3 (0:0)

Hannover: Esser - Anton, Felipe, Wimmer, Ostrzolek - Bakalorz (65. Wood), Schwegler - Müller (65. Muslija), Haraguchi - Asano (75. Jonathas), Weydandt   
Frankfurt: Trapp - Toure, Hinteregger, N'dicka - da Costa, Hasebe, Rode (75. Willems), Kostic - Rebic - Haller (86. Paciencia), Rebic        

Tore: 0:1 Rebic (54.), 0:2 Jovic (63.), 0:3 Kostic      
Gelbe Karten: Felipe - da Costa        
                               
Schiedsrichter: Fritz (Korb)          
Zuschauer: 39.100  

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 24.02.19, 22.05 Uhr