Die Eintracht-Spieler um Ante Rebic jubeln

Eintracht Frankfurt ist in die zweite Runde des DFB-Pokals gestolpert. Bei Waldhof Mannheim gerieten die Hessen gleich zweimal in Rückstand. Zum Glück für die Hessen entschied sich Ante Rebic dann aber doch, am Spiel teilzunehmen.

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Eintracht Frankfurt hat die erste Runde im DFB-Pokal überstanden. Die Hessen gewannen ihr Spiel am Sonntag bei Waldhof Mannheim 5:3 (2:2). Valmir Sulejmani (3. Minute, 11.) ließ die Hausherren früh doppelt jubeln. Daichi Kamada (21.) und Filip Kostic (45.+1) bügelten die desolate Anfangsphase der Hessen wieder aus. Jan-Hendrik Marx legte im zweiten Durchgang für die Hausherren nach (73.). Ante Rebic drehte mit einem Hattrick die Partie (77., 82., 88.).

Desolate Anfangsphase

Nach der Vorjahres-Blamage in Ulm war sich Eintracht-Trainer Adi Hütter sicher, dass man dieses Mal "ganz anders in das Spiel gehen" wird. Nach spätestens elf Minuten dürfte auch der letzte SGE-Fan diese Aussage ernsthaft bezweifelt haben. Da lagen die Hessen nach einem Doppelpack von Mannheims Sulejmani nämlich schon mit 0:2 hinten (3., 11.). Beim ersten Treffer sah Keeper Kevin Trapp nicht ganz sicher aus, beim zweiten ließ sich Martin Hinteregger austanzen, als wäre er gerade vom Mannheimer Volksfest gekommen.

Aber es war nicht nur die Abwehr, die einen vogelwilden Eindruck machte. Heilsbringer Ante Rebic, der trotz Rückenbeschwerden auflief, vertändelte gefühlt jeden Ball. Gemacht wurde wenig auf hessischer Seite, gemeckert viel. Einziger Lichtblick war Kamada, der mit dem ersten Schuss aufs Tor auch prompt den schmeichelhaften Anschlusstreffer erzielte (21.). Und weil Kostic kurz vor dem Pausenpfiff aus 20 Metern ungestört abziehen durfte (45.+1), ging der Pokalsieger von 2018 mit einem 2:2 der Marke "glücklich" in die Kabine.

Formverbessert nach der Pause

Was auch immer Hütter seinen Mannen dort erzählte, es zeigte Wirkung: Die Eintracht stand nun im Mittelfeld besser, ließ hinten überhaupt nichts mehr zu und näherte sich vorne stetig dem nächsten Treffer an. Dominik Kohrs Hammer aus der zweiten Reihe parierte Waldhof-Keeper Markus Scholz stark (56.) und auch bei einer Doppelchance von Goncalo Paciencia und Hinteregger war der Schlussmann zur Stelle (65.).

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Zufrieden, dass wir eine Runde weiter sind"

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Durch war das Spiel aber noch lange nicht. Die Gastgeber witterten in der Schlussphase ihre Chance und suchten wieder den Weg nach vorne. Der eingewechselte Kevin Koffi ließ die ersten beiden Möglichkeiten noch liegen (68., 70.). Marx machte es kurz darauf besser und hämmerte den Ball aus 25 Metern unhaltbar in die Maschen (73.). Die direkte Antwort gab der formverbesserte Rebic, der eine Flanke von Erik Durm über die Linie drückte (77.).

Dreimal Rebic, zweite Runde

Die Partie hätte zu diesem Zeitpunkt in beide Richtungen kippen können. Den Unterschied machte Rebic, der nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt wirkte. Es bleibt der Eindruck: Der Kroate kann - wenn er denn will.

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Dass er nun wollte, bewies er in der 82. Minute erneut, als er im Strafraum einen Gegenspieler ausstiegen ließ und mit links das 4:3 erzielte (82.). Als das Spiel bereits entschieden war, schnürte der Kroate mit einem schicken Sololauf auch noch den Hattrick und machte seine erste Halbzeit vollends vergessen (88.).

Weitere Informationen

Waldhof Mannheim - Eintracht Frankfurt 3:5 (2:2)

Mannheim: Scholz - Marx, Schultz, Seegert, Conrad - Schuster, Christiansen (84. Celik) - Deville, Korte (63. Ferati), Dring - Sulejmani (67. Koffi)
         
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr, Fernandes (75. Gacinovic) - da Costa (46. Durm), Kamada, Kostic - Joveljic (58. Paciencia), Rebic                                         
Tore: 1:0 Sulejmani (3.), 2:0 Sulejmani (11.), 2:1 Kamada (21.), 2:2 Kostic (45.), 3:2 Marx (73.), 3:3 Rebic (77.), 3:4 Rebic (82.), 3:5 Rebic (88.)            

Gelbe Karten: Seegert, Christiansen - Kostic
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 24.000  (ausverkauft)       

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