Eintracht Choreo

Eintracht Frankfurt steht kurz vor der Qualifikation zur Champions League. Wann kann es so weit sein? Was muss dafür bei der Konkurrenz passieren? Und wie viele Punkte brauchen die Hessen noch?

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hemo Hütter
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Die gute Nachricht zuerst: Eintracht Frankfurt spielt nächste Saison auf jeden Fall europäisch. Nach den jüngsten Niederlagen von Union Berlin und Borussia Mönchengladbach können die Hessen die Saison nicht mehr unterhalb des sechsten Platzes beenden. Heißt: Europacup in diesem Jahr.

Nur: Europacup ist nicht gleich Europacup. Mit der neu eingeführten Europa Conference League gibt es nun drei Wettbewerbe, in denen die Hessen nächstes Jahr vertreten sein könnten. Rang vier, auf dem die Hessen aktuell liegen (und alles darüber), berechtigt zur Teilnahme an der Champions League. Rang fünf, den Borussia Dortmund innehat, berechtigt zur Teilnahme an der Europa League. Rang sechs zur Teilnahme an besagter Conference League - oder gar zur Europa League, sollte entweder RB Leipzig oder der BVB, wenn auf einem Champions-League-Platz, den Pokal holen.

Schon am Samstag (18.30 Uhr) kann die Eintracht die nächste Entscheidung herbeiführen. Gewinnen die Hessen in Leverkusen, hätten sie zwölf Punkte Vorsprung vor der Werkself und damit auch den fünften Platz - also die Europa League - sicher. Auch bei einem Remis wäre die Ausgangslage gut: Bei dann weiterhin neun Punkten Vorsprung und einem um drei Tore besseren Torverhältnis wäre man so gut wie durch. Ein Punkt aus den letzten drei Spielen würde dann für den sicheren fünften Platz reichen.

Champions League ist zum Greifen nahe

Hartnäckigster Verfolger der Eintracht ist die Dortmunder Borussia, die vier Punkte hinter den Hessen liegt. Bedeutet: Bei drei Siegen aus den letzten vier Spielen ist Eintracht Frankfurt sicher in der Champions League. Zum Vorteil für die Hessen könnte das happige Restprogramm des BVB werden. Dortmund muss am Samstag zum Drittplatzierten aus Wolfsburg, es folgen Spiele gegen Leipzig (H), Mainz (A) und Leverkusen (H).

Die Rechnung dabei ist einfach: Bei vier Punkten Vorsprung kann sich die Eintracht eine Niederlage mehr erlauben als der BVB. Bei drei oder gar vier Siegen der Eintracht ist der Käse gegessen. Gewinnt der BVB zwei der vier restlichen Spiele nicht, reichen der Eintracht zwei Siege oder sogar ein Sieg und zwei Unentschieden zu Rang vier. Im besten Falle für die Hessen könnte also am übernächsten Spieltag bereits die Qualifikation für die Champions League feststehen.

Nur die Schale ist nicht mehr drin

Vor dem Topspiel am Samstag heißt es aus hessischer Sicht also zunächst Daumen drücken, dass der Drittplatzierte VfL Wolfsburg dem BVB die ersten Punkte abnimmt. Die Wölfe liegen einen Punkt vor den Hessen, die rein rechnerisch nicht nur den VfL noch einholen könnten, sondern auch noch RB Leipzig, das fünf Punkte vor der Eintracht auf Rang zwei liegt.

Nur die Bayern sind schon enteilt, Meister wird Eintracht Frankfurt in diesem Jahr nicht mehr. Aber wie sagte Coach Adi Hütter so treffend: "Die Champions League mit Eintracht Frankfurt ist vergleichbar mit der Meisterschaft."

Das Restprogramm der Clubs:

Platz 3: VfL Wolfsburg, 57 Punkte
Borussia Dortmund (H) – Union Berlin (H) – RB Leipzig (A) – Mainz 05 (H)

Platz 4: Eintracht Frankfurt, 56 Punkte
Bayer Leverkusen (A) – Mainz 05 (H) – Schalke 04 (A) – SC Freiburg (H)

Platz 5: Borussia Dortmund, 52 Punkte
VfL Wolfsburg (A) – RB Leipzig (H) – Mainz 05 (A) – Bayer Leverkusen (H)

Platz 6: Bayer 04 Leverkusen, 47 Punkte
Eintracht Frankfurt (H) – Werder Bremen (A) – Union Berlin (H) – Borussia Dortmund (A)

Sendung: hr1, heimspiel!, 24.04.21, 15.05 Uhr