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Eintracht-Trainer Niko Kovac Bild © Imago

Die Eintracht schnuppert derzeit an Europa. Doch wie viele Punkte brauchen die Frankfurter in den verbleibenden Partien noch? Wir blicken in die Vergangenheit und auf das Restprogramm der Hessen.

Rechner raus, es ist Länderspielpause: Sieben Spieltage warten noch auf die Eintracht – und ganz Fußball-Frankfurt träumt vom Europapokal. 45 Punkte und Rang vier nähren diese Hoffnung. Bleiben die Hessen auf diesem Platz, wäre das die direkte Qualifikation zur Champions League. Für die Europa League würde aller Voraussicht nach Rang sieben reichen. Doch wie viele Punkte braucht die Eintracht noch fürs internationale Geschäft? Und wie sieht das Restprogramm aus? Die Antworten.

Königsklasse oder Europa League?

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Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel brauchten die Bundesligisten im Schnitt 59 Punkte, um Platz vier zu erreichen. Vertraut man auf diesen Wert, müsste die Eintracht aus den verbleibenden sieben Spielen noch 14 Punkte holen – und dafür ihren Schnitt steigern. Denn die bisher 1,67 Punkte pro Spiel in der laufenden Saison würden lediglich zu elf oder zwölf Zählern reichen. Hoffnung macht ein Blick auf die bisher starke Rückrunde, in der die Hessen immerhin 1,9 Punkte pro Begegnung sammelten.

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45 Punkte sind nicht wenig

Wer übrigens glaubt, dass die Eintracht auch deshalb so weit oben steht, weil die Konkurrenz im Vergleich zu den Vorjahren schwächelt, irrt sich. In den vergangenen fünf Spielzeiten hatte der Tabellenvierte nach dem 27. Spieltag durchschnittlich 46 Punkte auf dem Konto – und damit nur einen Zähler mehr als die Frankfurter in der aktuellen Spielzeit.

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Noch besser sieht das Ganze mit Blick auf die Europa League aus. Denn für Platz sieben reichten den Vereinen in der Vergangenheit durchschnittlich etwa 50 Punkte. Fünf Zähler fehlen also statistisch gesehen noch. Wo können Kevin-Prince Boateng und Co. die holen? Das zeigt ein Blick aufs Frankfurter Restprogramm.

Bremen – Frankfurt (1.4., 15.30 Uhr)

Erster Gegner nach der Länderspielpause ist Bremen. Werder hat nach dem vergangenen Spieltag acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch wenig mit dem Abstiegskampf zu tun. In der zweiten Saisonhälfte steigerten sich die Norddeutschen immens und belegen in der Rückrunden-Tabelle Platz sechs. Der überragende Mann bei Bremen ist Max Kruse: Mit 14 Scorerpunkten ist er die Lebensversicherung von Werder. 

Frankfurt - Hoffenheim (8.4., 18 Uhr)

Das erste von mehreren "Sechs-Punkte-Spielen" der Frankfurter in der Restrunde – und es ist ein knackiges. Nach einem Zwischentief hat sich Hoffenheim zuletzt gefangen und aktuell nur vier Punkte Rückstand auf die Europa-League-Plätze. Die TSG ist seit vier Spielen ungeschlagen, hat ihre Punkte aber vor allem im heimischen Stadion geholt. Auswärts gab es dagegen erst drei Siege für die Kraichgauer. Ein Erfolg hier wäre für die Eintracht ein großer Schritt in Richtung Europa.

Leverkusen – Frankfurt (14.4., 15.30 Uhr)

Das nächste Spiel gegen einen direkten Konkurrenten für die Frankfurter – dieses Mal im Kampf um die Champions League. Spielerisch eines der stärksten Teams der Liga kämpft die Werkself immer wieder mit fehlender Konstanz. Gerade erst ließen sie einem souveränen Sieg gegen Mönchengladbach eine Niederlage gegen Abstiegskandidat Köln folgen. Zusätzliche Motivation könnte der Eintracht der Gedanke ans Hinspiel bringen – da verloren die Hessen unglücklich mit 0:1.

Frankfurt – Berlin (21.4., 15.30 Uhr)

Die Hertha ist in dieser Saison vor allem eines: Mittelmaß. Aktuell haben die Berliner als eine der wenigen Mannschaften weder etwas mit dem Abstiegskampf noch mit dem internationalen Geschäft zu tun. Auswärts ist die Hertha jedoch nicht zu unterschätzen: Aus 14 Spielen in der Fremde holte sie 18 Punkte.

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Rechenspiele kann auch David Abraham - wie hier beim Hinspiel in München. Bild © Imago

München – Frankfurt (28.4., 15.30 Uhr)

Einen besseren Zeitpunkt um in München zu spielen, kann man sich auf dem Papier kaum wünschen. Der FC Bayern ist zu diesem Zeitpunkt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit schon Meister. Es darf also mit Rotation gerechnet werden. Vor allem, wenn es die Münchner ins Champions-League-Halbfinale schaffen. Diese beiden Partien finden nämlich genau vor und nach dem Eintracht-Spiel statt. Ein Vorteil für die Eintracht? Wahrscheinlich. Auch wenn natürlich selbst eine "B"-Mannschaft der Bayern keine leichte Aufgabe darstellt.

Frankfurt – Hamburg (5.5., 15.30 Uhr)

Langsam sind wir nun weit ins Reich der Spekulationen vorgedrungen, in fünf Spieltagen kann viel passieren. Setzt sich der aktuelle Trend fort, dann ist der HSV – derzeit seit 14 Spielen ohne Sieg, mit sieben Punkten Abstand auf den Relegationsplatz – zu diesem Zeitpunkt bereits abgestiegen. Aber geschieht im Norden doch noch ein Wunder, könnte die Eintracht am vorletzten Spieltag plötzlich auf ein Team treffen, das mit einem Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt in die Partie geht.

Schalke – Frankfurt (12.5., 15.30 Uhr) 

Auch die Konstellation am letzten Spieltag ist noch völlig offen. Entwickelt sich das Aufeinandertreffen mit Schalke zum Showdown um die Champions League-Plätze oder hat Königsblau die Teilnahme bereits vorher klar gemacht? Fest steht, Schalke hat sich in den vergangenen Wochen mit nicht immer souveräner, aber effizienter Spielweise in der Spitze etabliert.

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zum Video Eintracht: Europa League oder Champions League ?

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