Die Eintracht-Spieler jubeln nach dem 1:1.
Mijat Gacinovic (Mitte) führte die Eintracht zum historischen Sieg in Rom. Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt hat Europa-League-Geschichte geschrieben. Die Eintracht gewann ihr Auswärtsspiel bei Lazio Rom und feierte damit den sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel. Das hat noch keine deutsche Mannschaft zuvor geschafft.

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Eintracht Frankfurt und die Europa League: Das passt einfach. Die Hessen gewannen ihr letztes Gruppenspiel bei Lazio Rom am Donnerstag mit 2:1 (0:0). Die Eintracht ist damit der erste deutsche Club, der alle sechs Gruppenspiele gewinnen konnte.

Zu verdanken hatten die Hessen den historischen Sieg vor allem Mijat Gacinovic. Erst brachte der Serbe die Eintracht mit einem Traumtor zurück ins Spiel (65. Minute), dann bereitete er das Siegtor von Sébastien Haller ebenso sehenswert vor (71.). Carlos Joaquin Correa hatte die Hausherren in der 56. Minute in Führung geschossen.

Hasebe muss verletzt raus

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Zwar hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter angekündigt, das Spiel in Rom ernst nehmen zu wollen, seine beste Elf bot der Österreicher im sportlich bedeutungslosen Duell aber nicht auf. Gerade einmal vier echte Stammspieler (Danny da Costa, Makoto Hasebe, Gelson Fernandes und Haller) standen auch im Olympiastadion in der Startelf. Nach etwas mehr als einer halben Stunde musste der erste von ihnen schon wieder vom Platz.

Makoto Hasebe im Duell mit Carlos Joaquin Correa
In dieser Szene verletzte sich Makoto Hasebe. Bild © picture-alliance/dpa

Makoto Hasebe verletzte sich in der 31. Minute. Im Laufduell mit Correa stoppte der Japaner plötzlich ab, griff sich hinten an den Oberschenkel und signalisierte, dass er ausgewechselt werden muss. Evan N'Dicka ersetzte ihn. Es steht zu hoffen, dass es sich nur um eine Zerrung handelt und der Abwehrchef schnellstmöglich wieder einsatzbereit ist.

Rom beginnt druckvoller

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Spielerisch bot die Partie, die kaum heimische Fans in Stadion lockte, zunächst wenig bis gar nichts. Ein Schüsschen von Nicolai Müller stellte Rom-Keeper Sylvio Proto vor ebenso wenig Probleme (14.) wie der erste ernstzunehmende Abschluss von Luis Alberto, den Frankfurts Schlussmann Frederik Rönnow unter sich begrub (27.). Dann war Halbzeit.

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Mit etwas mehr Dampf ging es nach dem Seitenwechsel weiter – zumindest aus Sicht der Hausherren. Während Danilo Cataldis Schuss aus zweiter Reihe sein Ziel noch knapp verfehlte (54.), machte es Correa zwei Minuten später besser. Der Angreifer wurde von Luis Alberto im Strafraum schön freigespielt, behielt vor Rönnow die Nerven und schob am Dänen vorbei ins lange Eck zur Führung ein (56.).

Die große Gacinovic-Show

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Die Hessen drängten auf den Ausgleich, ließen aber den letzten Punch vermissen. Ein Treffer der Marke Tor des Monats brachte die Eintracht zurück ins Spiel. Eine Standardsituation konnte Lazio noch entschärfen. In der zweiten Reihe kam dann aber Gacinovic an den Ball, streichelte ihn an zwei Gegnern vorbei und schlenzte das Leder aus 18 Metern unnachahmlich genau in den Knick (65.). Die Gacinovic-Show war damit aber noch nicht vorbei. Nur sechs Minuten später spielte der Serbe einen tollen Pass durch die Lazio-Abwehr genau in den Lauf von Haller, der trocken zum 2:1-Endstand vollendete.

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Lazio Rom - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:0)

Rom: Proto - Bastos, Luiz Felipe, Acerbi - Caceres (75. Lulic), Durmisi - Murgia, Cataldi, Berisha (75. Rossi) -  Luis Alberto, Correa                  

Frankfurt: Rönnow - Russ, Hasebe (32. N'Dicka), Falette - da Costa, Fernandes, Willems, Tawatha - Müller (79. Jovic), Gacinovic (88. Stendera) - Haller      

Tore: 1:0 Correa (56.), 1:1 Gacinovic (65.), 1:2 Haller (71.)                 
Gelbe Karten: Acerbi, Luis Alberto                                       
                                      
Schiedsrichter: Meler (Türkei)        
Zuschauer: ca. 20.000                 

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Sendung: hr-iNFO, 13.12.2018, 18.55 Uhr