Fredi Bobic ist nach der 1:4-Niederlage in Leverkusen sichtlich angefressen.
Fredi Bobic ist nach dem geplatzten Fabián-Transfer sauer. Bild © Imago

Der gescheiterte Transfer von Marco Fabián zu Fenerbahce Istanbul sorgt weiter für Unruhe. Sportvorstand Fredi Bobic ist sauer. Fabián selbst widerspricht indirekt, durch den Medizincheck gefallen zu sein.

Der Frust bei den Eintracht-Verantwortlichen nach dem geplatzten Fabián-Wechsel ist groß - besonders bei Sportvorstand Fredi Bobic. "Es ist ein faules Ding, was da läuft. Vor allem für Marco Fabián, weil der Junge im Endeffekt so hingestellt wird, dass er gar nicht mehr Fußball spielen könnte", sagte Bobic FFH am Rande der "Sport-Bild-Awards" am Montagabend in Hamburg.

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"Das ist eine Sauerei. Dem müssen wir absolut widersprechen", schimpfte der ansonsten besonnene 46-Jährige in Richtung Fenerbahce Istanbul. Stunden zuvor hatte der türkische Vizemeister den eigentlich schon fix wirkenden Transfer platzen lassen. Eine genaue Angabe von Gründen gab es nicht, in der Club-Mitteilung ist von einem "negativen Prozess" die Rede. Türkische Medien berichteten übereinstimmend, dass Fabián durch den Medizincheck gefallen sei.

Kurzfristige Vertragsänderungen Knackpunkt

Marco Fabian am Istanbuler Flughafen
Bei der Ankunft in Istanbul war Marco Fabián noch gefeiert worden. Bild © Imago

Fabián, der zuletzt von Trainer Adi Hütter aus dem Kader gestrichen worden war und seitdem mit den Reservisten und Wechselkandidaten trainierte, war im vergangenen Sommer an der Bandscheibe operiert worden. Der 29-Jährige hatte schon vorher immer wieder über Rückenprobleme geklagt und war nach monatelanger Verletzungspause erst in der Rückrunde wieder einsatzfähig. Zuletzt hatte er aber ohne Probleme trainiert und war noch im Supercup in der Startelf der Hessen gestanden.

Widerspruch per Retweet

Fabián selbst widerspricht indirekt der Darstellung, gesundheitliche Gründe hätten für ein Scheitern des Transfers gesorgt. Der 29-Jährige retweetete einen Beitrag der mexikanischen Sportjournalisten Valeria Marin vom TV-Sender Fox Sports. Demnah sei Fabián nicht durch den Medizincheck gefallen.

Vielmehr habe Fenerbahce kurzfristig einige Änderungen im bereits ausgehandelten Vertrag vornehmen wollen, die Fabián nicht akzeptieren wollte. "Marco wehrt sich vemehment gegen die Presseerklärung des Clubs, die suggeriert, dass der Transfer wegen der Rückenprobleme nicht zustande gekommen wäre", heißt es in der Erklärung weiter. Fabián habe seit der Operation keine Schmerzen mehr. Das hätten diverse Spiele für die Eintracht und die mexikanische Nationalmannschaft bei der WM bewiesen.

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