Sebastian Rode (Mitte) ist gegen Mainz on fire.

Eintracht Frankfurt trifft auf Mainz 05: Wer da der Favorit ist, ist laut Tabelle klar. Wäre da nicht eine Statistik, die aus hessischer Sicht zum Fürchten ist. Das Wichtigste zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ein historischer Sieg? Die Eintracht reist nach Mainz

Bislang gab es für Daichi Kamada und Co. noch kein Durchkommen.
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Nach zwei Bundesliga-Siegen in Folge gastiert Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05. Die Frankfurter wollen eine lange Negativserie beenden - denn der letzte Sieg der Eintracht in Mainz ist bereits 35 Jahre her. Beim Gegner steht erstmals der neue Trainer Bo Svensson an der Seitenlinie.

Die Ausgangslage

Bei Eintracht Frankfurt könnte die Stimmung nicht viel besser sein. Nach zwei Siegen in Folge strotzt das Team vor Selbstvertrauen, laut Trainer Adi Hütter ist auch die zwischenzeitlich verlorengegangene Leichtigkeit zurückgekehrt. Da der Rückstand auf Tabellenrang sechs gerade einmal vier Punkte beträgt und im Januar ausschließlich Teams warten, die hinter der Eintracht stehen, ist selbst der europäische Wettbewerb wieder möglich. Einziger kleiner Dämpfer: Ein neuer Stürmer wurde immer noch nicht gefunden.

Bei Mainz 05 sieht die Welt hingegen etwas anders aus. Der FSV steckt als Vorletzter weiter mittendrin im Abstiegskampf und setzt nach einem personellen Rundumschlag auf Altbewährtes: Christian Heidel, Martin Schmidt und der neue Trainer Svensson sollen den selbsternannten Karnevalsverein vor dem Absturz retten. Ob das gelingt? Im Rhein-Main-Duell am Samstag ist Frankfurt Favorit.

Personal

Trainer Hütter kann in Mainz wieder auf den zuletzt gelbgesperrten Sebastian Rode zurückgreifen, was wohl eine kleine Rochade zur Folge haben könnte. Wenn Rode in die Startelf rückt, wovon auszugehen ist, könnte Makoto Hasebe wieder den zentralen Part in der Abwehrkette einnehmen und Evan N'Dicka auf die Bank verdrängen. In der Offensive dürfte Aymen Barkok eine Option sein, auf der rechten Außenbahn duellieren sich Erik Durm und Almamy Touré.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung in Mainz

Bei Mainz 05 melden sich Stammkeeper Robin Zentner (Rücken) und der bekannteste Uwe-Seeler-Enkel Deutschlands, Levin Öztunali (Oberschenkel), zurück. Zentner wird definitiv von Beginn an spielen, Öztunali steht zumindest wieder im Kader.

So könnte Mainz 05 spielen: Zentner - St. Juste, Hack, Niakhaté - Brosinski, Barreiro, Latza, Mwene - Boetius - Quaison, Burkardt

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Es ist sehr wichtig, dass die Mannschaft wieder das Gefühl hat, gewinnen zu können. Unsere Form stimmt, die Spieler strotzen vor Selbstvertrauen. Wir mussten aber auch einen harten Weg gehen, um das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit zurückzubekommen. Natürlich bringt ein neuer Trainer immer neue Impulse. Und Mainz hat beim 2:5 in München 50 Minuten lang wirklich sehr gut gespielt. Aber die müssen gewinnen – wir können. Wir haben schon 20 Punkte und sind gut drauf."

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zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel in Mainz

Adi Hütter
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Bo Svensson: "Ich will eine Mannschaft sehen, die leidenschaftlich spielt, die sich als Mannschaft präsentiert. Meine Spieler müssen Bock haben, miteinander zu spielen und dem Gegner weh zu tun. Die Eintracht verfügt über viel Qualität in allen Mannschaftsteilen, spielt offensiven und attraktiven Fußball. Das ist eine große Aufgabe, der wir uns aber stellen und auf die wir uns freuen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Noch eine Woche hält David Abraham seine Knochen für die Hessen hin, dann steht das Karriereende und gleichzeitig die Rückkehr in die Heimat Argentinien an. Das Spiel in Mainz ist somit quasi so etwas wie der Auftakt der Abraham-Abschieds-Tage. Eines steht aber schon jetzt fest: Die Eintracht dürfte ihren Kapitän vermissen.

Beim Gegner aus Mainz steht ein Mann im Blickfeld, der in letzter Zeit nicht immer einen Platz in der Startelf hatte: Jean-Philippe Mateta. Das Enfant terrible der 05er, das besonders im Sommer für reichlich Schlagzeilen sorgte, ist zwar weiterhin der treffsicherste Stürmer der Mainzer, liebäugelt aber wohl einmal mehr mit einem Wechsel. Manager Heidel hat dem nun einen Riegel vorgeschoben - mal sehen, wie Mateta darauf gegen die Eintracht reagiert.

Die Statistik des Spiels

Dieser Absatz könnte jetzt mit einer Aufzählung beginnen, was alles im Jahr 1986 Bestand hatte - tut er aber nicht. Denn die Statistik dieses Spiels ist aus Frankfurter Sicht so erschreckend, dass Umschreibungen fehl am Platz sind. Also kurz und knackig: Seit mittlerweile 35 Jahren wartet die Eintracht auf einen Sieg in Mainz. In Worten: fünfunddreißig. Wow.

Damals, im Oktober 1986, gewann die Eintracht ein DFB-Pokal-Spiel auf der anderen Rhein-Seite knapp mit 1:0. Ein Ergebnis, das den Hessen im Jahr 2021 sicher genügen würde. Hauptsache, diese vermaledeite Statistik des Spiels ist beim nächsten Mal nicht mehr existent.

Sendung: hr1, heimspiel!, 09.01.20, 15.05 Uhr