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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Leverkusen demontiert Eintracht Frankfurt erneut

Gegentor für die Eintracht in Leverkusen

Eintracht Frankfurt und Auswärtsspiele bei Bayer Leverkusen? Es bleibt eine schlechte Kombination. Die Hessen kassierten am Samstag die nächste deutliche Niederlage bei der Werkself.

Defensiv harmlos, offensiv praktisch chancenlos: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat bei Bayer 04 Leverkusen einmal mehr eine deutliche Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor am Samstag mit 0:4 (0:2). Von der Euphorie um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals keine Spur: Für die Hessen war es die dritte Liga-Niederlage in Serie.

Für Leverkusen trafen Kai Havertz (4. Spielminute) und Karim Bellarabi (15.) bereits in der Anfangsphase. Nach dem Seitenwechsel gelang der Werkself durch den zweifachen Torschützen Paulinho ein weiterer Doppelschlag (49., 55.).

Erinnerungen ans 1:6 werden wach

Ohne Zweifel: Bei manch einem Fan dürften Erinnerungen ans vergangene Eintracht-Spiel in Leverkusen wach geworden sein, als die Hessen vor rund zehn Monaten gar mit 1:6 verloren hatten. Damals fielen die ersten zwei Bayer-Tore nach zwei beziehungsweise 13 Minuten, dieses Mal war es in der vierten sowie in der 15. Minute soweit. In beiden Fällen reichte die Defensivleistung der Frankfurter nicht aus, um das konsequente und am Ende auch eiskalte Leverkusener Angriffsspiel in den Griff zu bekommen.

Dem 1:0 durch Havertz war ein Spielaufbau vorangegangen, den Torwart und Ex-Eintrachtler Lukas Hradecky initiiert hatte. Über die linke Außenbahn ging es ohne große hessische Anteilnahme nach vorne, die Hereingabe von Moussa Diaby verwertete Havertz schließlich unbedrängt und damit ohne große Mühe.

Eintracht Frankfurt: kaum Offensivpower

Der zweite Treffer fiel nach einem ähnlichen Schema, nur dass der Torschütze diesmal Bellarabi und der Vorlagengeber Paulinho hieß. Sven Bender (13.) sowie Bellarabi (37.) hatten weitere gute Möglichkeiten.

Und die Eintracht? Tat sich in puncto Offensive schwer – abgesehen von einigen Ausnahmen. Daichi Kamada hätte sein Team mit etwas Glück sogar in Führung bringen können, der erste Schuss des Japaners wurde aber von Hradecky abgewehrt (2.). Weitere Gelegenheiten: Fehlanzeige, auch, weil eine Flanke von Filip Kostic ohne Abnehmer blieb (42.).

Paulinho tunnelt Evan N'Dicka

Die Harmlosigkeit im Sturm sollte aber auch in der zweiten Halbzeit nicht das größte Problem der Frankfurter sein. Nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel taten sich in der Verteidigung erneut große Lücken auf.

Stand Havertz noch im Abseits (58.), gab es wenige Sekunden später doch ein regelkonformes 3:0: Nach einem Fehlpass von Stefan Ilsanker bekam die Eintracht das schnelle Umschalten der Hausherren nicht in den Griff, Paulinho tunnelte Evan N'Dicka und traf (49.).

Ein Pass hebelt die Abwehrkette aus

Die Partie war spätestens in diesem Moment entschieden, der Torhunger des Champions-League-Anwärters aus Leverkusen aber noch nicht gestillt. Ein Pass in die Spitze von Havertz hebelte auf einfache Art und Weise die komplette Abwehrkette der Eintracht aus, erneut sagte Paulinho Danke und schnürte seinen Doppelpack (55.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte Frankfurt seine beste Möglichkeit, um noch einmal einen Fuß in die Tür dieser Partie zu bekommen, bereits vergeben: Nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld scheiterte der etwas überrascht wirkende Hinteregger gleich doppelt (54.). Für die Hessen ist es nach dem 0:4 bei Borussia Dortmund Mitte Februar die zweite deutliche Niederlage innerhalb eines Monats.

Weitere Informationen

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)

Leverkusen: Hradecky - Weiser, S.Bender (35. Tah), Tapsoba, Wendell - Aranguiz (67. Palacios), Baumgartlinger, Bellarabi, Havertz (63. Bailey), Diaby - Paulinho
                
Frankfurt: Trapp - Touré, Ilsanker, Hinteregger, N'Dicka - Hasebe - Kohr (57. Sow) , Rode - Kamada (57. Gacinovic) Kostic - Silva (74. Paciencia)

Tore: 1:0 Havertz (4.), 2:0 Bellarabi (15.), 3:0 Paulinho (49.), 4:0 Paulinho (55.)
Gelbe Karte: Weiser / -

Schiedsrichter:  Brych (München)
Zuschauer: 30.210  (ausverkauft)  

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