Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt

Als erster auf dem Platz, als einer der letzten wieder runter: Im Trainingslager von Eintracht Frankfurt macht Sebastian Rode vor, was harte Trainingsarbeit bedeutet. So viel Intensität birgt allerdings auch ein Risiko.

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Es gibt einen Moment, der das Trainingslager der Frankfurter Eintracht in Florida schon jetzt ziemlich gut zusammenfasst. Ein Moment, der den Zusammenhalt der Mannschaft symbolisiert - und gleichzeitig deutlich macht, wie viel manch ein Profi aufzuarbeiten hat.

Eines Morgens, der Großteil des Profis sitzt eine Stunde vor Trainingsbeginn noch beim Frühstück im Hotel, ist Martin Hinteregger bereits auf dem Platz. Der Innenverteidiger, zum Start des Camps in den USA noch durch eine Erkältung ans Bett gefesselt, dreht seine ersten Laufrunden des Fußball-Jahres 2020. Aber er tut es nicht alleine. Sebastian Rode läuft solidarisch neben ihm her, legt damit also selbst schon vor dem eigentlichen Start seines Arbeitstages eine Extraschicht ein.

Foto Hübner Rode Hinteregger

"Man muss die Sonne ausnutzen"

Ohnehin ist Rode jener Eintracht-Profi, den die Beobachter des Frankfurter Trainingstreibens am meisten zu sehen bekommen. Der Mittelfeldspieler ist oft der erste, der den Rasen betritt, und einer der letzten, die ihn am Ende einer anstrengenden Einheit verlassen. "Man muss die Sonne ausnutzen, sie ist Balsam für die Seele," erklärt Rode seinen großen Tatendrang. "Ich mache lieber draußen etwas, als drinnen im Gym zu arbeiten. Deshalb sieht man mich eher draußen als die anderen."

Mit dieser Einstellung ist der 29-Jährige im wahrsten Sinne des Wortes zum Vorarbeiter für seine Kollegen geworden, von denen im Prinzip jeder in Florida eine der berühmten Schippen drauflegt. Ob nun Filip Kostic, Djibril Sow oder Mijat Gacinovic: Regelmäßig bleibt irgendein Eintracht-Profi zumindest für ein paar Minuten länger auf dem Platz, um noch eine Runde zu drehen oder ein paar Bälle aufs Tor zu schießen. "Was viele nicht sehen: Vor dem Training arbeiten viele auch noch im Gym", unterstreicht Rode die Arbeitswilligkeit seiner Mannschaft.

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Rode will genügend Treibstoff im Tank haben

Für den Mittelfeldmotor soll sich die Intensität dieser Vorbereitung vor allem am Ende dieser Saison auszahlen: Wenn die Rückrunde der Bundesliga in die heiße Phase geht und die Frankfurter eventuell noch in DFB-Pokal und/oder Europa League vertreten sind, will Rode noch genügend Treibstoff im Tank haben.

"Nach meinem Knorpelschaden konnte ich in der Vorbereitung nur wenig mitmachen, danach bin ich von null auf hundert. Da ist es ganz normal, dass man hinten raus eine kleine Delle hat", erinnert er an die Zeit zwischen seiner Verletzung im Mai sowie dem Ende der Hinrunde im Dezember 2019, als er anders als noch Mitte der Saison kein Spiel mehr über die vollen 90 Minuten absolvierte. Das soll ihm im neuen Jahr nach Möglichkeit nicht mehr passieren.

Die Eintracht muss im Kopf frisch bleiben

Ein solch anstrengendes Winter-Trainingslager, wie es die Eintracht dieser Tage in den USA absolviert, birgt allerdings auch ein Risiko: Die Profis müssen aufpassen, dass sie vor allem im Kopf frisch bleiben. Und zwar nicht deshalb, weil genau das bereits vor der Winterpause schon ein großes Manko war. Durch die stark taktisch und spielerisch geprägten Einheiten sowie die offensichtlich angestrebte Umstellung auf eine Vierer-Abwehrkette verlangt Trainer Adi Hütter seinen Schützlingen jeden Tag aufs Neue ein Maximum an Konzentration ab.

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"Er erklärt uns, wo wir stehen müssen oder wie wir einen besseren Aufbau hinbekommen", erläutert Rode den Hütter-Input, den der Coach in zahlreichen Ansprachen zu vermitteln versucht. "Im letzten Jahr haben wir fast nur 3-5-2 gespielt", sagt Rode. "Jetzt Sachen einzustudieren, die wir so vorher nicht trainieren konnten, ist enorm wichtig. Es ist wichtig, flexibel zu bleiben." Und fleißig. Aber das lebt Sebastian Rode, der Vorarbeiter der Frankfurter Extra-Schichten, schon ziemlich gut vor.

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