Eintracht-Mittelfeldspieler Sebastian Rode verpasste das Training am Freitag.

Sebastian Rode ist für Eintracht Frankfurt auf und neben dem Platz enorm wichtig. Trainer Oliver Glasner will in den kommenden Wochen bestimmen, wer die Hessen als Kapitän auf das Feld führt. Rode zeigt sich bereit. 

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht-Kapitän? Rode will erst einmal Leistungen zeigen

Sebastian Rode kehrte im Januar 2019 zur Eintracht zurück.
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Es war ein wehmütiger Blick, den Sebastian Rode am Freitagvormittag am Rande der Trainingseinheit auf den Platz richtete. Während der 30-Jährige mit den Pressevertretern sprach, ging es auf dem Rasen im Schatten des Stadions von Eintracht Frankfurt heiß her. Rode hingegen blieb in den Katakomben, trainierte den Oberkörper und radelte leicht aus. Ein Zweikampf mit Rodrigo Zalazar am Vortag hatte Spuren hinterlassen, das linke Knie schmerzte nach dem Schlag leicht.  

Rode musste mit dem Training aussetzen

"Es ist nichts Dramatisches, aber es nervt", gab Rode, der am Montag wieder voll mitwirken will, Entwarnung. Mit gequältem Lächeln fügte der Mittelfeldmann an: "Typisch ich halt, dass ich gleich im ersten Training so etwas abbekomme." Doch Rode zählt nicht mehr zu den Spielern, die dem neuen Trainer Oliver Glasner etwas beweisen müssen. In der ersten Einheit ging er voran, führte die Lauftruppe an und agierte in direkten Duellen gewohnt gallig. Zurückziehen? Nicht mit ihm.

Glasner hatte folgerichtig bereits vor seiner Ankunft den Kontakt zu Rode gesucht: "Wir sind nicht auf meine Rolle als Führungsspieler eingegangen. Aber dass mich der Trainer angerufen hat, ist es ein Zeichen dafür, dass er mich als einen der Führungsspieler sieht." Er selbst müsse natürlich Leistung bringen und seine Qualitäten zeigen. Doch Glasner weiß, was er an einem erfahrenen Spieler wie Rode hat. 

Wer wird nächster Eintracht-Kapitän?

181 Bundesliga-, 22 Pokal-, 23 Europa League- und zwölf Champions League-Spiele ist der Routinier in Reihen der Hessen schwer. In der Vita haben neben der Eintracht die beiden deutschen Topclubs FC Bayern München und Borussia Dortmund ihren Platz gefunden. Rode bringt einen unbändigen Willen, Lauf- und Zweikampfstärke mit. Zudem hat er in den vergangenen Monaten enorm an Profil gewonnen.

Als der Gegenwind im Frühjahr nach dem feststehenden Abgang von Ex-Coach Adi Hütter in Richtung Gladbach immer größer wurde, ging der gebürtige Hesse voran. Auch wenn ihm auf dem Platz nicht alles gelang, ließ er sich nicht hängen und trieb die Kollegen an. Bemerkenswert waren die Interviews, als Rode offen aussprach, was alle sahen: die Situation hatte Spuren hinterlassen. 

Rode positioniert sich

Der logische Mann für die Kapitänsbinde also? "Abgeneigt wäre ich nicht", gab Rode zu. Eine Ansage in Richtung Makoto Hasebe, Martin Hinteregger oder Kevin Trapp vermied der Kämpfer allerdings: "Ich habe immer gesagt, dass es kein Zweikampf um die Binde ist. Wir haben viele Führungsspieler und sind mit unserer flachen Hierarchie bislang gut gefahren."

Glasner-Vorgänger Hütter hatte nach dem Weggang von David Abraham auf keinen festen Spielführer mehr gesetzt und die Binde rotieren lassen. Damit sollte zur kommenden Spielzeit Schluss sein.  

Glasner wird den neuen Kapitän bestimmen

Glasner jedenfalls will das Team genau kennenlernen und die Führungsspieler unter die Lupe nehmen. Er stellte bei seiner Antritts-Pressekonferenz klar: "Den Kapitän bestimme ich." Rode jedenfalls sieht sich nicht chancenlos – auch wenn er beim Training erst einmal nur zuschauen konnte. 

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