Da Costa jubelt
Danny da Costa Bild © Imago

Noch vor wenigen Wochen war Danny da Costa Reservist, gegen Hannover 96 avancierte er zum Matchwinner. Nicht das einzige Beispiel für den breiten und qualitativ guten Kader, der die Frankfurter Eintracht in dieser Saison ausmacht.

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Der Matchwinner ist immer der meistgefragte Mann. Das war am Samstag im Fall von Danny da Costa nicht anders. Sein 1:0-Siegtreffer gegen Hannover 96 – sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt – machte den Profi der Frankfurter Eintracht nach der Partie bei Fernseh-, Radio- sowie Zeitungsreportern zum begehrtesten Gesprächspartner. Und der 24-Jährige genoss das neue Erlebnis der erhöhten Aufmerksamkeit, er beantwortete jede einzelne Frage und flachste mit Teamkollege Timothy Chandler vor der Sportschau-Kamera.

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Momente, die sich da Costa verdient hat. "Er ist einer, der im Training immer Gas gibt", lobt Trainer Niko Kovac die Ausdauer seines Flügelspielers. "Auch wenn er nicht im Kader und enttäuscht war, hat er nicht rumgemurrt, keine schlechte Stimmung verbreitet, sondern er hat die Ärmel hochgekrempelt und gearbeitet. So erwarte ich mir das." Allerdings: Die Zeiten, in denen es da Costa nicht in den Kader geschafft hat, scheinen zunächst einmal der Vergangenheit anzugehören.

Eine Hinrunde zum Abhaken

Seit fast genau einem Monat und damit seit fünf Pflichtspielen ist er ein fester Bestandteil der Kovac'schen Startelf. Keine Spur mehr von jenen 25 mageren Minuten, in denen der Ex-Leverkusener und -Ingolstädter während der Hinrunde zum Einsatz kam. Und auch keine Spur mehr von jener Sehnenverletzung, die ihn Mitte September zurückwarf und rund zehn Partien kostete. Chandlers "Umzug" nach der Winterpause auf den linken Flügel war da Costas Chance – und er nutzte sie.

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Für die Eintracht ist das eine außerordentlich wichtige Erkenntnis. Zeigt sie doch, dass sich Spieler binnen kürzester Zeit vom Reservistendasein lösen und im Spielbetrieb zurechtfinden können. Das gilt nicht nur für da Costa, sondern auch für dessen viel gelobten Vorlagengeber Jonathan de Guzmán. Immerhin hatte der Niederländer wegen einer Schulterverletzung seit dem 27. Oktober 2017 kein Pflichtspiel mehr bestritten, gegen Hannover aber legte er prompt er ein mehr als solides Comeback hin.

Der Eintracht-Kader: breit, tief und qualitativ gut

"Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen", weiß auch Kovac um die Breite seines Kaders. Mit Blick auf das Duell mit den 96ern habe er "Spieler zuhause lassen müssen, die die Qualität gehabt hätten, im Kader zu stehen. Das macht uns aus: Dass wir ein großes Pfund an Spielern haben." Der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams, selbst eine höhere Zweikampfhärte im Training, können da nur guttun. "Viel Bewegung hält die Spannung hoch", sagt der Eintracht-Trainer. "Das kann uns noch das eine oder andere an positiven Ergebnissen bringen."

Ein konkretes – nach oben angepasstes – Saisonziel hat Kovac damit nicht angesprochen, obwohl die Hessen mit nunmehr zwölf Siegen und 42 Punkten weiterhin auf Tabellenrang vier und damit auf einem Champions-League-Platz rangieren. Bis zum Saisonende sind es nur noch neun Spieltage, doch einige davon haben es richtig in sich.

Happiges Auswärts-Restprogramm

"Auswärts kommen jetzt noch schwierige Spiele", warnt etwa Mittelfeldspieler Gelson Fernandes vor den Brocken bei Borussia Dortmund am kommenden Sonntag sowie vor den Partien in Leverkusen (30. Spieltag), München (32.) und auf Schalke (34.). Herausforderungen, die sich mit einem begehrten – weil dann erfolgreichen – Danny da Costa sicherlich etwas leichter angehen lassen. Und mit einem breiten Kader sowieso.