Krösche Eintracht

Frankfurts neuer Sportvorstand Markus Krösche legt direkt eifrig los. In mehreren Interviews hat er sich über den Kader, mögliche Zugänge und die Spielausrichtung geäußert. Hier gibt es einen Überblick.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Krösche: "Froh, ein Teil davon zu sein"

Markus Krösche
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Seit dem 1. Juni ist Markus Krösche offiziell neuer Sportvorstand der Eintracht. Nach seiner Vorstellungspressekonferenz hat er sich in diversen Interviews zu den weiteren Planungen geäußert. Hier gibt es einen Überblick:

Krösche über den Stab: Christoph Preuß bleibt Teammanager

Den Zeitungen der Verlagsgruppe Rhein-Main sagte Krösche, dass der neue Trainer Oliver Glasner noch einen weiteren Co-Trainer aussuchen werde. Über den Leiter der Lizenzspielerabteilung Timmo Hardung sagte Krösche: "Er ist Ansprechpartner für das Trainerteam und alle, die drumherum tätig sind. Er hat das in Leipzig sehr gut gemacht, ist sehr kommunikativ, jung und bringt hohe Qualität mit." Auch Christoph Preuß werde bei den Hessen bleiben. Bei den Ärzten und Physiotherapeuten plant Krösche ebenfalls keine Änderungen.

Bei der Kadergröße hat der neue Sportvorstand 23 Spieler plus drei Talente im Kopf. "Ich denke, das wird trotz der Europa-League-Teilnahme reichen." Mit Kevin Trapp und Sebastian Rode hat er bereits Gespräche geführt, alle weiteren werden nun folgen. Den Stuttgarter Marc-Oliver Kempf bezeichnete Krösche als "sehr, sehr guten Spieler", aber es gebe noch kein Angebot. Die Entscheidung auf der Torwartposition hinter Trapp will er dem neuen Trainerteam überlassen. Mit Frederik Rönnow, Diant Ramaj uznd Elias Bördner stehen vier Keeper hinter Trapp unter Vertrag.

Krösche über Ziele: "Platz 5 ist anspruchsvoll"

Ein Trainingslager plant die Eintracht derzeit nicht. Krösche sagt dazu: "Es kann sein, das wir kurzfristig eine Lösung finden. Wir werden ja auch zeitnah in unser Profileistungszentrum einziehen und haben dann dort überragende Bedingungen."

Gegenüber der Bild sprach Krösche am Samstag auch über die Zielsetzung für die kommende Saison: "Sicher ist Platz fünf ein außergewöhnliches Ergebnis. Das zu wiederholen, ist schon anspruchsvoll und ich glaube, es wäre fatal zu sagen, wir müssen es unbedingt wieder erreichen. Das heißt nicht, dass wir es nicht wollen." Trotz seines Trainerscheins bekräftigte Krösche, sich nicht in die Arbeit von Coach Oliver Glasner einmischen zu wollen: "Ich werde niemals in den Trainer-Bereich eingreifen."

Keine Ausstiegsklausel bei Krösche

Im kicker sprach der 40-Jährige davon, lange bei der Eintracht bleiben zu wollen. Er habe keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag festgeschrieben. "Mir ist Kontinuität wichtig. Wenn man meine letzten drei Stationen sieht, mag das vielleicht etwas anders wirken, weil diese jeweils zwei Jahre angedauert haben", sagte Krösche. "Das entstand aber aus der Situation heraus. Ich bin schon jemand, der an einem Standort langfristig arbeiten möchte. Deshalb sehe ich auch meine Arbeit hier nicht als temporäres Projekt."

Im Interview bei der FR erzählte Krösche von seiner Spielphilosophie: "So ist meine Grundausrichtung: offensiv, mutig, keine Angst vor Fehlern. Dann akzeptiere ich, wenn das Ergebnis mal nicht stimmt. Wohlwissend, dass eine definitive Stabilität natürlich wichtig ist." In der Offensive will Krösche noch mehr Geschwindigkeit, "noch mehr Tiefgang" bekommen. Ein André Silva passe sehr gut, "wenn wir jetzt noch jemanden finden, der richtig schnell ist, dann hast du unterschiedliche Fähigkeiten, die du zu einem variablen Spiel brauchst."

"Glasner war unser absoluter Topkandidat"

Über den neuen Trainer Oliver Glasner und kolportierte Gespräche mit Edin Terzic sagte Krösche: "Oliver war unser absoluter Topkandidat, weil er nachgewiesen hat, Spieler entwickeln zu können, Mannschaften eine Identität zu geben. Aber es wäre unseriös gewesen, wenn ich mich nicht auch mit anderen Trainern beschäftigt hätte."

Viel Lob hatte Krösche noch für Ben Manga über, den neuen Direktor Profi-Fußball: "Ich würde lügen, wenn ich sage, ich kenne alle Spieler, die er uns vorschlägt. Er macht einen herausragenden Job."