Bas Dost bejubelt einen Treffer

Blitzstart, Handelfmeter, Defensivschlacht: Eintracht Frankfurt geht auf St. Pauli den nächsten Schritt in Richtung Berlin und überwintert im DFB-Pokal. Bas Dost ist der Mann des Abends, Martin Hinteregger sorgt unfreiwillig für Spannung.

Eintracht Frankfurt steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter wurde ihrer Favoritenrolle am Mittwoch gerecht und setzte sich dank Bas Dost mit 2:1 (2:1) beim Zweitligisten FC St. Pauli durch. Die Hessen zeigten insgesamt eine ordentliche Vorstellung und zogen trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers von Waldemar Sobota (42./HE) und schwächerer zweiter Hälfte verdient in die nächste Runde ein. Jetzt warten jede Menge prominente und attraktive Gegner.

Hütter rotiert

Frankfurts Coach Hütter hatte die Startelf drei Tage nach der 2:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach und drei Tage vor dem Bundesliga-Knaller gegen den FC Bayern ordentlich durcheinander gewürfelt und gleich fünf Änderungen vorgenommen.

Für Goncalo Paciencia, David Abraham, Danny da Costa, Djibril Sow und den am Knie verletzten Filip Kostic durften Dost, Evan N’Dicka, Erik Durm, Dominik Kohr und Timothy Chandler von Beginn an ran. Eine Fünffach-Rotation, die sich bezahlt machte.

Dost mit Blitzstart

Nach zahlreichen verschlafenen Anfangsphasen in den vergangenen Wochen war auf dem Kiez vor allem Stoßstürmer Dost von Beginn an hellwach und stellte die Weichen mit einem Doppelschlag früh in Richtung Achtelfinale. Zunächst verwertete der Holländer eine Flanke von Martin Hinteregger mit dem Kopf (4.), dann vergoldete er einen Traumpass von Dominik Kohr per Lupfer (16.). Zwei Chancen, zwei Tore und die Gewissheit: Die Eintracht und Dost machen ernst.

Mit frühem Pressing und permanentem Offensivdrang hinterließen die Hessen, bei denen sich selbst die nominellen Innenverteidiger Hinteregger und N’Dicka ständig ins Angriffsspiel mit einschalteten, sichtlich Eindruck bei den Gastgebern. St. Pauli zeigte sich zwar bemüht und traf in Person von Marvin Knoll einmal den Pfosten (24.), die Eintracht hatte das Geschehen aber im Griff – und musste dann doch plötzlich zittern.

Kurz vor der Pause verursachte Hinteregger, dem der Ball nach einem Zweikampf mit Leo Östigard aus kürzester Distanz an die Hand sprang, einen zweifelhaften Elfmeter und brachte damit die Hamburger zurück ins Spiel. Sobota verwandelte sicher (42.) und weckte damit auch das Millerntor-Stadion wieder auf.

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pk
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Die Eintracht-Defensive steht

Angetrieben von der deutlichen Mehrheit der 29.546 Zuschauer drängten die Paulianer nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich und agierten deutlich mutiger. Die Eintracht, bei der in der Halbzeit Danny da Costa und David Abraham für Hinteregger und Chandler ins Spiel kamen, beschränkte sich fortan vermehrt auf die Defensive und gelegentliche Konter. Die Dominanz der ersten Hälfte war nicht mehr zu sehen, richtig gefährlich wurden die Gastgeber jedoch auch nicht.

Das lag zum einen an der Einfallslosigkeit der Hanseaten, zum anderen aber auch an der starken Frankfurter Defensive. Die von Makoto Hasebe dirigierte Dreierkette stand sicher, davor räumten Sebastian Rode, Kohr und Fernandes immer wieder ab. Richtig schön war das nicht anzusehen. Da sich St. Pauli bis zum Abpfiff jedoch keine echte Torchance erspielte, letztlich aber ausreichend für den Einzug ins Achtelfinale.

Jetzt warten Hochkaräter und der FCK

Dort warten mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Schalke 04 und RB Leipzig fast alle verfügbaren Schwergewichte der Bundesliga sowie mit dem 1. FC Kaiserslautern einer der Lieblings-Erzrivalen. Die Auslosung des am 4. und 5. Februar stattfindenden Achtelfinals steigt am Sonntag in der Sportschau (18 Uhr).

Weitere Informationen

FC St.Pauli - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)

St.Pauli: Müller - Kalla (79. Conthe),  Östigard, Buballa - Ohlsson, Flum (85. Becker), Knoll, Penney - Möller Daehli (87. Ziereis) - Gyökeres, Sobota       
Frankfurt: Rönnow - Hinteregger (46. Abraham), Hasebe, Ndicka - Fernandes - Durm, Kohr, Rode, Chandler (46. da Costa) - Kamada, Dost (88. Paciencia)
  
Tore: 0:1 Dost (4.), 0:2 Dost (16.), 1:2 Sobota (42./HE)              
Gelbe Karten: Flum, Knoll - Hinteregger, Kohr, Rode  

Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg) 
Zuschauer: 29.546      

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 30.10.19, 23 Uhr