Jubelnde Eintracht-Spieler in Limassol
Jubel bei der Eintracht: Frankfurt steht im Sechzehntelfinale der Europa League. Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt international – auch im Jahr 2019: Der Pokalsieger steht vorzeitig in der K.o.-Phase der Europa League. Die Hessen gewannen am Donnerstag bei Apollon Limassol, auch wenn es am Ende unnötig knapp wurde.

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Die Frankfurter Eintracht steht vorzeitig im Sechzehntelfinale der Fußball-Europa-League. Das Team von Trainer Adi Hütter gewann am Donnerstag auch sein viertes Gruppenspiel in Folge und siegte bei Zypern-Club Apollon Limassol mit 3:2 (1:0). Nach den Toren von Luka Jovic (17. Spielminute), Sébastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) haben die Hessen in der Gruppe H zwölf Punkte auf dem Konto.

Die Teilnahme an der ersten K.o-Runde, die am 14. und 21. Februar 2019 ausgetragen wird, ist ihnen damit nicht mehr zu nehmen. Für den Tabellendritten der zyprischen First Divison traf der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Emilio Zelaya per Kopf (71.) sowie in der Nachspielzeit per Foulelfmeter (90.+4). Frankfurts Marc Stendera sah in einer ereignisreichen Schlussphase nach einem Foulspiel Gelb-Rot (81.).

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Mit Blick auf die Startaufstellung hatte Hütter durchaus überrascht. Auf dem linken Flügel bot er Jetro Willems statt Filip Kostic auf, der Dauerbrenner aus Serbien erhielt nach zuletzt zwölf Einsätzen am Stück eine Verschnaufpause. Im Mittelfeld gab der Trainer dem 22-Jährigen Stendera den Vorzug gegenüber Jonathan de Guzmán, und in der Offensive verzichtete er im Gegensatz zum Bundesliga-Auswärtssieg in Stuttgart auf sein magisches Dreieck: Ante Rebic musste zunächst auf der Bank Platz nehmen, neben Jovic stürmte Haller von Beginn an.

Größeren Einfluss auf die Anfangsphase hatte allerdings eine andere Tatsache. Apollon präsentierte sich über weite Strecken der ersten Halbzeit mutiger, geschlossener und insgesamt besser als im Hinspiel vor zwei Wochen. Die Folge: Frankfurt hatte leichte Probleme im Spielaufbau, Limassol dafür die erste Chance. Der Freistoß von Charalambos Kyriakou ging allerdings knapp über das Tor (8.).

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Anschließend kam die Eintracht immer besser in die Partie – und nach ersten Annäherungsversuchen durch Stendera (12., 15.) auch rasch zum Torerfolg. Den ersten konsequent zu Ende gespielten Angriff der Gäste vollendete Jovic problemlos, nachdem ihn Willems mit einem Pass aus dem Fußgelenk freigespielt hatte. Haller hätte in der Folge gleich zwei Mal auf 2:0 erhöhen können, der Franzose wurde aber immer wieder entscheidend und rechtzeitig gestört (20., 41.).

Wer nach dem Seitenwechsel dachte, das Hütter-Team würde seinen knappen Vorsprung einfach nur verwalten, wurde rasch eines Besseren belehrt. In der Defensive ließ Frankfurt in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff wenig anbrennen. Die gefährlichste Chance der Zyprer, ein Kopfball von Zelaya, entschärfte Torwart Kevin Trapp problemlos (50.). Aber vor allem in der Offensive machte die Eintracht nun kurzen Prozess und nutzte ihre nächsten Gelegenheiten eiskalt.

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Dabei spielte sich insbesondere ein Profi in den Vordergrund: Gacinovic. Der 23-Jährige legte erst das 2:0 durch Haller auf und traf kurz darauf selbst, indem er sich die Halbherzigkeit der Hintermannschaft von Limassol zu Nutze machte und einen Flachschuss von der Strafraumkante im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Spätestens in diesem Moment war klar: Der Eintracht-Adler kreist mindestens auch im kommenden Frühjahr durch die Europa League. Spannend wurde es trotzdem noch einmal.

Denn statt sich komplett aufzugeben, waren die Zyprer weiter um Offensivaktionen bemüht und kamen in der Endphase durch Zelayas Doppelpack auf 2:3 heran. Begünstigt wurden sie dabei durch den Platzverweis gegen Stendera, der sich zwischen den beiden Toren ein unnötiges Foulspiel geleistet und dafür die zweite Gelbe Karte gesehen hatte. Allerdings: Am vorzeitigen Einzug der Frankfurter in die K.o.-Runde war da schon nicht mehr zu rütteln.

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Apollon Limassol - Eintracht Frankfurt 2:3 (0:1)

Limassol: Kissas - Stylianou, Ouedraogo, Roberge, Vasiliou (61. Pedro) - Kyriakou, Sachetti - Adrian Sardinero, Markovic, Schembri (68. Faupala) - Maglica (46. Zelaya)
                           
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, N'Dicka - da Costa, Willems - Fernandes (77. de Guzmán), Stendera - Gacinovic - Haller (66. Rebic), Jovic (85. Müller)

Tore: 0:1 Jovic (17.), 0:2 Haller (55.), 0:3 Gacinovic (58.), 1:3 Zelaya (71.), 2:3 Zelaya (90.+4/FE)
Gelbe Karten: - / N'Dicka, Willems, Rebic 
Gelb-Rot: Stendera (81.)      

Schiedsrichter: Martins (Portugal)
Zuschauer: 8.000    

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