Der Ball zappelt im Netz: Goncalo Paciencia dreht zum Jubeln ab.
Der Ball zappelt im Netz: Goncalo Paciencia dreht zum Jubeln ab. Bild © Imago Images

Zwischen Mailand und Mailand musste die Eintracht in Düsseldorf ran - und gab sich beim Aufsteiger keine Blöße. Die Hessen profitieren dabei auch von Schiedsrichter-Entscheidungen.

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Eintracht Frankfurt bleibt in der Bundesliga weiter in der Erfolgsspur. Gegen Fortuna Düsseldorf feierten die Hessen bereits den dritten Sieg in Folge. Die Treffer für das Team von Trainer Adi Hütter erzielten beim 3:0 (0:0) Goncalo Paciencia (48. Minute) und zweimal Sébastien Haller (90.+1/90.+3). Die Frankfurter bleiben damit in der Tabelle in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen.

Eintracht-Coach Hütter schmiss vor der Partie ein wenig die Rotations-Maschine an und brachte für Sébastien Haller, Mijat Gacinovic und Evan N'Dicka von Beginn an Almamy Touré, Jonathan de Guzman und Paciencia. Im Spiel selbst schmiss aber die Fortuna direkt den Turbo an.

Frankfurt mit viel Ballbesitz

Bereits nach zwei Minuten klingelte es im Kasten der Eintracht. Aber: Das Tor zählte nicht. Eine Entscheidung, die für Verwirrung sorgte. Denn Torschütze Dawid Kownacki stand zwar im Abseits, der Pass kam aber von de Guzman. Kurz zuvor hatte Dodi Lukebakio den Ball jedoch mit der Hand berührt. Ob Schiedsrichter Robert Hartmann auf Abseits oder Hand entschied, blieb zunächst unklar.

Nach dem Spiel erklärte der Unparteiische bei Eurosport: "Wir haben das Tor wegen Abseits nicht gegeben. Ich habe zu früh gepfiffen, daher konnte der Video-Assistent nicht eingreifen.“ Klar war dadurch in jedem Fall: Die Eintracht geriet nicht früh in Rückstand.

So hektisch ging es danach nicht weiter. Die Frankfurter hatten im Laufe der ersten Halbzeit zwar viel Ballbesitz, wussten damit aber nicht viel anzufangen. Die Gastgeber überließen den Hessen das Feld und lauerten auf Konter. Erst in der 25. Minute gab Luka Jovic aus gut 20 Metern den ersten gefährlich Schuss auf das Fortuna-Tor ab. Sein Versuch ging aber über das das Gehäuse der Rheinländer.

Paciencia trifft zur Führung

Obwohl die Frankfurter auch im Anschluss viel vom Spiel hatten, blieb das Team von Trainer Friedhelm Funkel bei Kontern stets gefährlich. In der 33. Minute landete eine Flanke von Matthias Zimmermann am Pfosten. Das rief vor der Pause nochmal die Eintracht auf den Plan. Filip Kostic zielte jedoch vom linken Strafraumeck knapp am Tor vorbei (43. Minute), und Luka Jovic scheiterte an Fortuna-Keeper Michael Rensing (44.).

Paciencia machte es zum Start der zweiten Halbzeit dann deutlich besser als Jovic und Kostic. Nach einer punktgenauen Flanke von de Guzman nickte der Angreifer aus wenigen Metern per Kopf zum 1:0 ein (48.). Das Tor war beinahe eine Kopie seines ersten Bundesliga-Treffers gegen Hoffenheim vor einer guten Woche.

Handelfmeter gegen Hinteregger zurückgenommen

Die Partie nahm daraufhin an Fahrt auf. Nach einem Abspielfehler von Makoto Hasebe tauchte Benito Raman frei vor Trapp auf, der die Situation jedoch entschärfen konnte (53.). Der Aufsteiger blieb dran und setzte die Hessen unter Druck. Nach einer Flanke von Raman entschied Schiedsrichter Hartmann zuerst auf Elfmeter (61.). Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger hatte die Kugel an den Arm bekommen. Hartmann nahm die Entscheidung nach Ansicht der Video-Bilder allerdings zurück.

Danach konnte die Eintracht das Spiel wieder etwas beruhigen - und selbst für Offensiv-Akzente sorgen. Luka Jovic' Schuss aus 16 Metern wurde in der 67. Minute von Rensing glänzend pariert. Die Fortuna versuchte es danach noch einmal, außer einer Chance von Rouwen Hennings, die Trapp parieren konnte (76.), gelang den Rheinländern aber nichts mehr. Gegen weit aufgerückte Düsseldorfer erzielte in der Nachspielzeit der eingewechselte Haller in kurzer Zeit noch zwei Treffer (90.+1/90.+3).

Weitere Informationen

FORTUNA DÜSSELDORF - EINTRACHT FRANKFURT 0:3 (0:0)

Düsseldorf: Rensing - Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Gießelmann - Barkok (73. Karaman), Sobottka (77. Morales) - Fink - Raman, Kownacki (19. Hennings) - Lukebakio

Frankfurt: Trapp - Touré, Hasebe, Hinteregger - Fernandes - da Costa, Kostic - de Guzman (80. Gacinovic), Rode - Paciencia, Jovic (72. Haller)

Tore: 0:1 Paciencia (48.), 0:2 Haller (90.+1), 0:3 Haller (90.+3)

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 41.419

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