Mit einem knappen, aber verdienten Sieg ist die Frankfurter Eintracht in die Qualifikation zur Europa League gestartet. Der Auftritt beim FC Flora Tallinn in Estland entpuppte sich am Donnerstag allerdings als hartes Stück Arbeit.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt gewinnt Hinspiel in Europa-League-Qualifikation

Jubelnde Eintracht-Spieler
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Eintracht Frankfurt hat gute Chancen auf den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde der Europa League. Der Fußball-Bundesligist gewann am Donnerstagabend im Hinspiel der zweiten Runde mit 2:1 (1:1) beim estnischen Club FC Flora Tallinn. Der Spanier Lucas Torró hatte die Hessen in der 24. Minute in Führung gebracht.

Zehn Minuten später glich Mihkel Ainsalu für den elfmaligen estnischen Meister aus. Dann bewies Eintracht-Coach Adi Hütter ein glückliches Händchen: Dem eingewechselten Serben Dejan Joveljić gelang in seinem ersten Pflichtspiel für Frankfurt der Siegtreffer (71.) vor rund 8.000 Zuschauern.

Eintracht verzweifelt an Igonen

Die ersten Aktionen im ersten Auftritt der neuen Eintracht-Saison gehörten einem weiteren Neuzugang. Dominik Kohr probierte es in der Anfangsphase gleich zwei Mal, seine Schüsse wurden aber entweder von Tallinns starkem Schlussmann Matvei Igonen abgewehrt (2.) oder gingen über das Tor (3.). Ein durchaus ansehnlicher Auftakt – richtig rund lief bei weitem aber freilich noch nicht alles.

Abstimmungsprobleme zwischen Kohr und Mijat Gacinovic verhinderten nur fünf Minuten später einen flüssigen Angriff, die sich dennoch ergebende Möglichkeit durch Danny da Costa vereitelte erneut Igonen. In der Folge hatten die Eintracht und der Tallinn-Torwart gleichermaßen ihre beste Phase.

Torrós Tor ist Tallinns Weckruf

Bei einer Frankfurter Doppelchance reagierte der 22-Jährige erst gegen Filip Kostic und anschließend gegen Torró bärenstark (16.). Gegen spielerisch bis dahin blasse Esten hätten die Hessen das Tempo öfter anziehen und konsequenter aufs gegnerische Tor hinarbeiten müssen. Zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung kamen sie dennoch.

Allerdings: Nach Torrós sattem Linksschuss aus zentraler Position, der das 1:0 und damit das erste hessische Pflichtspiel-Tor der neuen Spielzeit markierte (24.), ließ Frankfurt nach und den FC Flora damit besser ins Spiel kommen. Zehn Minuten nach dem Führungstreffer, die Gastgeber hatten gerade einen Angriff auf die linke Außenbahn verlagert, ließ sich Gacinovic im Zweikampf von Konstantin Vassiljev düpieren. Dessen Hereingabe verwertete der in der Strafraummitte lauernde Ainsalu zum 1:1.

Joveljić kommt, Joveljić trifft

Von dieser eiskalten Überraschung zeigte sich die Eintracht nach dem Seitenwechsel nur bedingt erholt. Klar: Im Gegensatz zu Tallinn befindet sich Frankfurt nicht mitten in der Saison, sondern mitten in der Vorbereitung – Automatismen gibt es nur begrenzt, die Energiespeicher sind alles andere als randvoll. Mit ihren durchaus zahlreichen Torchancen hätten die Hessen aber etwas weniger sorglos umgehen müssen.

Erst nach den Versuchen von Gacinovic (48., 63.) und da Costa (64.) sorgte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Neuzugang Joveljić für die Erlösung, als er den Ball nach einer da-Costa-Flanke von der rechten Seite mit dem Kopf im Tor unterbrachte – 2:1 (71.), gut für die Eintracht.

Rückspiel am Donnerstag in Frankfurt

Noch besser: Die Hausherren konnten in dieser Phase spielerisch kaum mehr mithalten, ihre beste Chance – ein Schuss von Erik Sorga – krachte acht Minuten nach der erneuten Führung an die Latte. Beim Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) vor eigenem Publikum hat Frankfurt das Weiterkommen in die dritte Qualifikationsrunde nun in der eigenen Hand.

Weitere Informationen

FC Flora Tallinn - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:1)

Tallinn: Igonen - Kams, Kuusk, Pürg, Järvelaid - Liivak (86. Alliku), Kreida, Ainsalu, Miller (76. Sinyavski) - Vassiljev - Sorga (82. Lepik)
                               
Frankfurt: Wiedwald - Abraham, Hasebe, N'Dicka - da Costa (88. Chandler), Kohr, Torró, Kostic - Gacinovic (64. Kamada) - Paciencia (64. Joveljic), Rebic

Tore: 0:1 Torró (24.), 1:1 Ainsalu (34.), 1:2 Joveljic (71.)               

Schiedsrichter: Palabiyik (Türkei)    
Zuschauer: 8.500  

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