Kein fünfter Sieg in Folge, dafür ein leistungsgerechtes Remis: Eintracht Frankfurt hat beim Tabellennachbarn aus Freiburg einen Punkt geholt. Die Hessen erhielten dabei Schützenhilfe vom Gegner.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Slapstick-Eigentor rettet Eintracht einen Punkt

Eigentor Keven Schlotterbeck SC Freiburg Eintracht Frankfurt
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Die Siegesserie von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga ist gerissen. Nach munteren 90 Minuten mussten sich die Hessen beim SC Freiburg am Mittwoch mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Nachdem die Eintracht durch Amin Younes (6. Minute) früh in Führung gegangen war, konnten die Gastgeber durch Treffer von Roland Sallai (32.) und Nils Petersen (63.) die Partie drehen. Ein mehr als unglückliches Eigentor von Keven Schlotterbeck besiegelte dann das Remis (75.).

Die Eintracht, bei der Martin Hinteregger rechtzeitig fit wurde und in der Startelf stand, begann in Freiburg genau mit dem Selbstvertrauen, das Teams mit vier Siegen im Gepäck eben an den Tag legen. Ohne viele Umwege ging es vor das Tor des Sport-Clubs - mit der Konsequenz, dass es bereits nach sechs Minuten 1:0 für die Frankfurter stand. Younes durfte nach schöner Vorarbeit von Djibril Sow mit links überlegt einschieben. Und: Die Eintracht ließ in der Folgezeit trotz der frühen Führung nicht locker. Sow hätte kurz darauf erhöhen können, zielte aber deutlich daneben (11.).

Sallai erzielt den Ausgleich

Vor dem Frankfurter Tor tat sich nicht viel, die Hessen hatten die Partie im Griff. Dass es dennoch nach 32 Minuten auf einmal 1:1 stand, kam daher reichlich überraschend. Nach einem langen Ball aus der Freiburger Hälfte verschätzte sich Hinteregger, Ermedin Demirovic steckte auf Sallai durch, der sich frei vor Kevin Trapp die Chance nicht nehmen ließ.

Das Spiel war - zu diesem Zeitpunkt - auf den Kopf gestellt. Auch wenn die Hessen durch André Silva und Martin Hinteregger (beide 39.) noch zwei gute Möglichkeiten hatten, verdienten sich die Breisgauer quasi rückwirkend bis zur Pause den Ausgleich, indem sie nun deutlich mehr als die Eintracht vom Spiel hatten.

Petersen nutzt Frankfurter Durcheinander

Das Spiel, das schon vor dem Pausenpfiff Fahrt aufgenommen hatte, blieb auch im zweiten Abschnitt munter. Die erste Möglichkeit hatte der eingewechselte Daichi Kamada, nach einer schönen Kombination über Almamy Touré und Silva vertändelte der Japaner den Ball aber frei vor dem Freiburger Gehäuse (46.).

Besser machte es eine gute Viertelstunde später der Freiburger Petersen. Nachdem die Hessen nach einem Freistoß den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnten, stand der SCF-Stürmer genau am richtigen Fleck und traf zur Führung für die Südbadener (63.). Ein Treffer, der die Eintracht unter Zugzwang brachte - und Trainer Adi Hütter reagieren ließ. Wie gegen Schalke kam Rückkehrer Luka Jovic für die letzte halbe Stunde.

Eigentor beschert Eintracht das Remis

Der Wechsel sorgte noch einmal für hessischen Schwung im Breisgau. Den nächsten Treffer erzielte aber dennoch wieder ein Freiburger - nur dieses Mal ins eigene Tor. Nach einem Schuss von Kamada grätschte Schlotterbeck den Ball mit dem Hinterteil und dem Bein mehr als unglücklich ins Gehäuse des SCF zum 2:2 (75.).

"Ich treffe den Ball halt leider nicht und dann ist er mir auf den Arsch gefallen oder auf die Eier. Ich weiß es nicht. Er ist einfach unglücklich reingerutscht", erklärte der Unglücksrabe nach der Partie. Die Schlussviertelstunde im Anschluss war ein offener Schlagabtausch, der Siegtreffer wollte aber auf keiner Seite mehr fallen.

Weitere Informationen

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 2:2 (1:1)

Freiburg: Müller - Kübler (86. Tempelmann), Lienhart, Gulde, Günter - Haberer (75. Keitel), Schlotterbeck, Sallai (58. Jeong), Grifo - Demirovic (86. Heintz), Höler (58. Petersen)   

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hinteregger, Ndicka - Toure (80. Chandler), Sow, Hasebe (66. Jovic), Kostic - Barkok (46. Kamada), Younes (85. Hrustic) - Silva  

Tore: 0:1 Younes (6.), 1:1 Sallai (32.), 2:1 Petersen (63.), 2:2 Schlotterbeck (75./ET)
Gelbe Karten: Gulde, Demirovic, Höler – Tuta, Jovic, Barkok

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

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