Ein Mann in schwarzer Jacke steht auf einem Spielfeld und formt mit seinen Fingern das Voctory-Zeichen.

Als Eintracht Frankfurt den FC Barcelona in der Europa League zugelost bekam, war die Hoffnung: Das ist nicht mehr das alte Barca. Das Problem jedoch: Coach Xavi hat die Katalanen wieder wachgeküsst - und Barcelona macht wieder Angst.

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So kann die Eintracht Barca packen

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Wenn am Donnerstag im Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League Eintracht Frankfurt auf den FC Barcelona trifft (ab 21 Uhr im hr-iNFO-Audio-Stream), prallen auch zwei Fußball-Welten aufeinander. Auf der einen Seite der Welt-Club aus Katalonien, fünffacher Sieger der Champions League, auf der anderen Seite die Hessen, vor zehn Jahren sogar kurzzeitig in der 2. Bundesliga. Und dennoch bleibt die Hoffnung in Frankfurt, dass der große FC Barcelona aktuell schlagbar ist. Das Problem dabei: Coach Xavi hat die Katalanen in den vergangenen Wochen wieder wachgeküsst.

Der Ex-Barca-Spielmacher, als Profi Welt- und Europameister, hatte Barcelona im November auf Platz neun von Ex-Coach Ronald Koeman, mittlerweile Coach der niederländischen Nationalmannschaft, übernommen. Mittlerweile sind die Blaugrana auf Rang zwei in der Tabelle und haben vor wenigen Wochen im Clásico den Erzfeind Real Madrid im Santiago Bernabeu mit 4:0 deklassiert. Barca ist wieder Barca.

Das Tiki-Taka feiert Hochkonjunktur

"Xavi hat die Barca-Identität wieder aufgenommen", berichtet Patrick Falk im hr-heimspiel! vor dem Viertelfinale am Donnerstag. "Man sieht von Spiel zu Spiel, dass es immer besser wird." Der Ex-Frankfurter hat mehrfach beim FC Barcelona hospitiert, stand in der Jugend kurz vor einem Wechsel zum FCB und kennt den Verein so gut wie kaum ein anderer.

Was Falk mit der "Barca-Identität" meint, ist seit Wochen zu sehen: viel Ballkontrolle, viel Spielkontrolle. Das legendäre Tiki-Taka ist in Barcelona zurück. Für den Gegner bedeutet das: viel Einsatz, viel Laufarbeit, viel dem Ball hinterherrrennen. Ganz die Schule von Ex-Coach Pep Guardiola, unter dem Xavi einst als verlängerter Arm im Mittelfeld den Takt vorgab. "Er war schon ganz früh der Trainer auf dem Platz. Keiner hat den Rhythmus von einem Fußballspiel je so geprägt wie er", schwärmt Falk.

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Angeberwissen zum FC Barcelona | hessenschau Sport vom 05.04.2022

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" ... dann werden sie die Spiele für sich entscheiden"

Das gibt Xavi nun auch an sein Team weiter. Barca, das steht außer Frage, ist wieder ein Team mit Weltklasse-Format - und macht vor dem Viertelfinale gegen die Hessen Angst. Falk weiß das und betont: "Wenn Barcelona das Spiel ernst nimmt und mit der besten Mannschaft antritt, werden sie die Spiele für sich entscheiden."

Im Gegensatz zu den Frankfurtern haben die Katalanen zudem eine gelungene Generalprobe hinter sich. Das Verfolgerduell gegen den FC Sevilla am vergangenen Sonntag konnte die Xavi-Elf mit 1:0 gewinnen und in der Tabelle an den Andalusiern vorbeiziehen. "Barcelona hat gegen Sevilla den Aufwärtstrend wieder bestätigt", berichtet Falk, der von 1999 bis 2001 für die Eintracht aktiv war. "Sie haben nach vorne wieder enorm viele Chancen kreiert, besonders über Ousmane Dembélé, Ferran Torres und den überragenden Pedri."

Europa League letzte Titel-Chance

Hinzu kommt, dass die Europa League für die Katalanen einen hohen Stellenwert hat. Im Pokal ist Barcelona bereits ausgeschieden, in der Liga hat Barca trotz der Aufholjagd immer noch zwölf Punkte Rückstand auf Madrid - bei einem Spiel weniger. Ein eigentlich unaufholbarer Rückstand. "Von Vereinsseite wurde ganz klar ausgegeben, diesen Cup zu gewinnen", weiß Falk über die Barca-Ambitionen in der Europa League.

Die Eintracht hat dennoch gegen Barcelona eine Chance, glaubt Falk. Wenn sie auf und neben dem Platz alles richtig macht. "Man muss vorne direkt pressen und sie nicht ins Spiel kommen lassen", betont der Eintracht-Profi in Bezug auf die mögliche Taktik der Frankfurter. "Wenn Barcelona den Ball hat, braucht es unglaublich viel Einsatz, um die Kugel wieder zu bekommen."

"Eintracht-Fans werden Eindruck hinterlassen"

Das große Pfund der Hessen liegt aber neben dem Platz. "Die Eintracht-Fans werden Eindruck auf Barcelona hinterlassen", ist sich Falk sicher. "Gerade diese unerfahrene Mannschaft hat solche Spiele vor so einem Publikum wenig bis gar nicht erlebt. Ich glaube, dass sie sich Gedanken machen, was denn hier los ist." Denn eines ist auch klar: Bei der Stimmung und Lautstärke im Stadion trennen die Eintracht und Barca ebenfalls Welten.

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