Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt

In der Bundesliga befindet sich Eintracht Frankfurt fernab der Spitzen- und Abstiegsränge im Mittelfeld. Mit der aktuellen Leistung gehört sie dort auch hin, der Fokus könnte daher auf zwei andere Wettbewerbe wechseln.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz nach dem Remis gegen die Hertha

Adi Hütter in der PK
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Der Abwärtstrend in der Bundesliga ist gestoppt. Wenigstens etwas. Nach drei Niederlagen in Folge hat Eintracht Frankfurt durch das 2:2 (0:1) gegen die Hertha aus Berlin immerhin ein kleines Erfolgserlebnis gefeiert. Richtig zufrieden war bei den Hessen nach der Partie aber niemand. Denn durch das Remis steckt die Eintracht mehr denn je im grauen Tabellenmittelfeld fest.

Sieben Punkte Rückstand auf Rang sechs, sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16, Tabellenrang elf nach 14 Spieltagen: Eine bessere Definition für tristes Mittelfeld als die aktuelle Situation der Eintracht gibt es kaum. "Wir sind momentan ein wenig im Niemandsland", urteilt daher auch Eintracht-Coach Adi Hütter. "Aber: Die Saison ist ja noch lang."

Manchmal Sahnetag, in der Regel Mittelmaß

Dennoch bewies die Partie gegen die Hertha, dass die Eintracht in der Bundesliga genau dort hingehört, wo sie sich gerade befindet. Die Hütter-Elf legt zwar immer mal wieder einen Sahnetag wie gegen München oder Leverkusen hin, verpasst es aber Woche für Woche, gegen vermeintlich kleinere Gegner und Mannschaften auf Augenhöhe nachzulegen. Weder gegen Wolfsburg, noch gegen Freiburg, Mainz oder nun die Hertha gelang ein Sieg. So wird es schwer oben anzugreifen.

In der vergangenen Saison spielten sich die Hessen auch deswegen bis in die Champions-League-Ränge vor, da sie gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften kaum etwas liegen ließen. Erst zum Ende der Spielzeit verlor die Hütter-Elf ihren Nimbus und rutschte dadurch auf Rang sieben ab. Eine Platzierung, von der die Frankfurter aktuell weit entfernt sind.

Wegweisendes Spiel gegen Guimarães

Daher geht es für die Eintracht eventuell schon jetzt darum, Prioritäten zu setzen. Am Donnerstag (18.55 Uhr) steht das Gruppenphasen-Endspiel gegen Vitória Guimarães an. Ein Erfolg gegen die Portugiesen wäre für die Hessen eminent wichtig. Sonst könnte die Stimmung in Frankfurt noch vor Weihnachten kippen. "Wir werden am nächsten Donnerstag alles versuchen, in der Europa League weiterzukommen", verspricht Hütter vorab.

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Gelingt das, könnte sich der Fokus im neuen Jahr noch mehr auf die beiden Pokal-Wettbewerbe richten. Im DFB-Pokal wartet Anfang Februar mit RB Leipzig zwar eine echte Hausnummer auf die Eintracht, mit einem Sieg vor heimischer Kulisse stünden die Hessen aber hier bereits im Viertelfinale. In der Europa League wäre mit einem Einzug ins Sechzehntelfinale die Hoffnung auf weitere magische europäische Nächte gegeben. Da tut dann auch ein Platz im Niemandsland der Bundesliga-Tabelle nicht mehr wirklich weh.