Bas Dost im Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Hoffenheim

Eintracht Frankfurt trifft auf Tabellenführer Hoffenheim und könnte mit einem Sieg an die Spitze springen. Filip Kostic muss ersetzt werden, die beiden jüngsten Neuzugänge spielen noch keine Rolle. Die Gäste plagen Defensiv-Sorgen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Pressekonferenz mit Adi Hütter vor Eintracht-Hoffenheim

Adi Hütter PK still
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Die Atmosphäre wird, auch wenn selbst diese Zahl lange auf der Kippe stand, mit 8.000 Zuschauern am Samstag (15.30 Uhr) weiter nur eine Corona-Lightversion bleiben, auf dem Rasen der Arena steigt aber ein echtes Spitzenspiel: Der Bundesliga-Dritte empfängt den aktuellen Spitzenreiter, Eintracht Frankfurt trifft auf die TSG Hoffenheim. Ein Hauch von Titelrennen. "Das hätte nach dem 1:1 gegen Bielefeld wohl auch niemand gedacht", kommentierte Trainer Adi Hütter das Top-Duell des dritten Spieltags. "Wir haben die Möglichkeit, Tabellenführer zu werden."

Sollte die Eintracht die Gäste aus dem Kraichgau besiegen, der FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr) nicht in Wolfsburg gewinnen und auch die punktgleichen Konkurrenten Leipzig, Freiburg und Bielefeld keine Kantersiege feiern, winkt den Hessen tatsächlich der Sprung auf Rang eins. Die Eintracht könnte als Ligaprimus in die Länderspiel-Pause und den Transfermarkt-Endspurt gehen. Wenn das mal kein lohnenswertes Ziel ist. "So schnell geht's im Fußball. Wir freuen uns drauf", fasste Hütter die Ausgangslage zusammen.

Der Bayern-Bezwinger kommt

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende, als die TSG unter Neu-Trainer Sebastian Hoeneß dem FC Bayern die erste Niederlage des gesamten Kalenderjahres zufügte, ist aber auch klar, wie schwierig diese Aufgabe am Samstag wird. Der Champions-League-doppelter-Supercup-Meister-und-Pokalsieger-Besieger aus Sinsheim kommt mit der Empfehlung des 4:1-Erfolgs und ordentlich Selbstvertrauen nach Frankfurt. Geht Hoffenheim also als Favorit in die Partie?

Für die TSG spricht ganz klar ihre Offensive. Andrej Kramaric, der in zwei Spielen schon fünf Saisontore erzielt hat und prompt auf dem Wunschzettel von Hansi Flick landete, Munas Dabbur, Christoph Baumgartner und Ihlas Bebou gehören zum Besten, was die Bundesliga derzeit zu bieten hat. Das aggressive Pressing kombiniert mit schnellem Umschaltspiel und viel Tempo bereitete selbst der hochgelobten Bayern-Defensive große Probleme. "Das ist schon ein Top-Quartett. Hoffenheim hat vorne sehr viel Qualität", blickte Hütter fast schon etwas neidisch in Richtung des kommenden Gegners.

Eintracht muss ohne Kostic auskommen

Klar ist aber auch, dass die Eintracht durchaus Qualität hat und dies vor allem in der ersten Hälfte beim 3:1-Sieg gegen Hertha BSC eindrucksvoll demonstrierte. Selbst ohne den verletzten Filip Kostic, der wohl erneut von Steven Zuber ersetzt wird, erspielten sich die Hessen in Berlin eine ganze Reihe guter Torchancen und gewannen völlig verdient. Sollte die Mannschaft von Trainer Hütter an diese Leistung anknüpfen, ist alles möglich. Das hessisch-holländisch-portugiesische Sturmduo André Silva und Bas Dost kann sich mit insgesamt drei Saisontoren ja auch durchaus sehen lassen.

Hinzu kommt, dass Hoffenheim den Coup gegen die Bayern teuer bezahlt hat und in den kommenden Monaten auf Abwehrhüne Ermin Bicakcic (Kreuzbandriss) verzichten muss. Da zudem Kapitän Benjamin Hübner noch Trainingsrückstand hat, muss Hoeneß in der Defensive improvisieren. Erster Ersatz-Kandidat: Kasim Adams, der in der vergangenen Saison mit Düsseldorf in die zweite Liga abstieg. "Wir haben in Berlin gesehen, dass wir auch ohne Kostic gewinnen können. Das wollen wir jetzt gegen Hoffenheim wiederholen", gab Hütter auch deshalb als Ziel vor.

Hrustic muss sich gedulden

Dass die nun doch zugelassenen 8.000 Fans im Stadion als Sahnehäubchen einen der beiden unter der Woche verpflichtenden Neuzugänge zu Gesicht bekommen werden, ist derweil eher nicht zu erwarten. Ersatzkeeper Markus Schubert wird zwar wie erwartet auf der Bank Platz nehmen. Ob es für Ajdin Hrustic schon einen Kaderplatz gibt, ließ Hütter aber offen. "Ich glaube, dass er Zeit braucht, um sich an die Liga zu gewöhnen." Gut für Hütter und die Eintracht, dass es in den vergangenen Jahren ja auch ohne Hrustic immer ganz gut gegen Hoffenheim lief: Alle vier bislang stattgefundenen Duelle Hütter gegen Hoffenheim endeten mit einem Frankfurter Sieg.

Eintracht gegen Hoffenheim mögliche Aufstellung

Sendung: hr1, heimspiel!, 03.10.20, 15.05 Uhr