Filip Kostic von Eintracht Frankfurt gegen Leipzig

Eintracht Frankfurt kann beim Bundesliga-Spitzenspiel in Leipzig wieder auf zwei Rückkehrer bauen. Im Kampf um die Champions League müssen dringend Punkte her, die Statistik verspricht jedoch nichts Gutes.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leipzig

Adi Hütter
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Das inoffizielle Spitzenspiel des Bundesliga-Wochenendes steigt am Sonntag (15.30 Uhr) in Leipzig. Dort duellieren sich zwei der ärgsten Bayern-Verfolger RB und Eintracht Frankfurt.

Die Ausgangslage

Leipzig gegen Frankfurt, das heißt Tabellenzweiter gegen Tabellenvierter. So knapp, wie es der Tabellenstand vermuten lässt, ist der Abstand zwischen beiden Mannschaften allerdings nicht. Ganze zehn Punkte trennen die Clubs vor dem Spiel. Ein Grund für den Abstand: Leipzig (20 Gegentore) kassiert deutlich weniger Treffer als Frankfurt (33). In Sachen Offensivpower müssen die Hessen den Vergleich aber keineswegs scheuen: Mit 47 Toren im bisherigen Saisonverlauf hat die Eintracht die Nase hauchzart vor den Leipzigern (46 Treffer).

Die Formkurve spricht derzeit klar für die Gastgeber. Leipzig hat die vergangenen sechs Bundesliga-Spiele allesamt gewonnen und ist mit nur zwei Punkten Abstand auf den FC Bayern heißer Titelkandidat. Die Eintracht ist nach ihrer furiosen Serie zu Jahresbeginn zuletzt etwas aus dem Tritt geraten und sammelte gegen Werder Bremen (1:2) und den VfB Stuttgart (1:1) nur einen Punkt.

Das Personal

Die Eintracht kann gegen RB wohl mit zwei Rückkehrern rechnen: Daichi Kamada (Hexenschuss) und Tuta (Muskelprobleme), die beide das Heimspiel gegen Stuttgart verpasst hatten, mischten unter der Woche wieder voll im Mannschaftstraining und könnten direkt wieder in die Startelf rutschen. Luka Jovic droht nach überschaubarer Leistung wieder die Bank, auch Stefan Ilsanker dürfte wieder aus dem Team rotieren.

So könnte die Eintracht spielen:

So könnte die Eintracht gegen Leipzig spielen

Bei RB Leipzig wird es nach dem Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool wohl ebenfalls Änderungen geben. Alexander Sörloth, Justin Kluivert, Willi Orban und Amadou Haidara sind heiße Kandidaten auf einen Platz in der ersten Elf. Definitiv nicht dabei ist weiter Flügelflitzer Angelino.

So könnte Leipzig spielen: Gulasci – Mukiele, Upamecano, Orban – Adams, Sabitzer, Haidara, Halstenberg – Olmo, Nkunku - Sörloth

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Es wäre die absolut perfekte Situation und ein super Zeichen, wenn wir in so einem Spiel mal punkten könnten. Wir wollen Leipzig ein Bein stellen. Wir müssen uns überlegen, wie wir sie überraschen können. Wir brauchen brauchen in der Offenisve laufstarke Spieler, die auch nach hinten arbeiten."

Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Die Eintracht hat eine gefestigte Struktur und ist körperlich sehr gut. Es ist nicht unbegründet, dass beide Mannschaften auf einem Champions-League-Platz stehen. Gegen Adi Hütter habe ich noch nicht allzu viel gewonnen. Da ist noch eine Rechnung offen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Spannend wird es beim Frankfurter Personal wieder einmal in der Offensive: Nach der durchwachsenen Doppelspitzen-Premiere gegen Stuttgart könnte Coach Hütter gegen Leipzig wieder auf das Erfolgssystem mit zwei Zehnern setzen. Kamada würde in diesem Fall wohl Stürmer Jovic wieder auf die Bank verdrängen. Aber auch Aymen Barkok, der zuletzt weniger zum Zug kam, ist eine Option.

Auf Seiten der Sachsen machte zuletzt vor allem Christopher Nkunku auf sich aufmerksam. Der Franzose erzielte in den vergangenen sechs Bundesliga-Spielen vier Treffer und bereitete drei weitere vor. Alarmstufe Rot.

Die Statistik des Spiels

Geht es nach der Statistik, kann sich die Eintracht die Reise in den Osten der Republik wohl sparen. Einen Auswärtssieg gab es in der (zumindest für Frankfurter Verhältnisse überschaubaren) Historie der beiden Clubs nämlich noch nie. Die neun hessisch-sächsischen Duellen endeten allesamt mit einem Heimsieg (5) oder einem Remis (4). Hinzu kommt, dass RB von den vergangenen 34 Heimspielen gerade mal zwei verloren hat. Und: Alle drei Eintracht-Niederlagen dieser Saison setzte es in fremden Stadien.

Gute Nachrichten gibt es aber immerhin für alle neutralen Zuschauer: Da Leipzig in den vergangenen elf Spielen immer mindestens einen Treffer erzielte und der Eintracht dieses Kunststück sogar in den vergangenen 19 Spielen gelang, sind Tore garantiert.