Frust Eintracht Frankfurt Schalke 04

Eintracht Frankfurt blamiert sich bei Absteiger Schalke und kann den Traum von der Königsklasse quasi abhaken. Über die Gründe für den Niedergang der vergangenen Wochen gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Stimmen zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bobic: "Das ist sehr billig"

Fredi Bobic
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Der Sinkflug von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga hat am Samstag bei der 3:4 (1:1)-Niederlage seinen Tiefpunkt erreicht. Die Tore für die Eintracht erzielten André Silva mit einem Doppelpack (29./72) und Evan N’Dicka (51.), für Schalke trafen Klaas-Jan Huntelaar (15.), Blendi Idrizi (52.), Florian Flick (60.) und Matthew Hoppe (64.).

Fredi Bobic: "Die Erklärung ist nicht schwer. Wenn du vier Tore bekommst, musst du fünf machen. Nach der 2:1-Führung hast du eigentlich alles im Griff, kriegst dann aber drei Konter. Das darf uns nicht passieren. Wir haben in der Defensive einfach zu viele Fehler gemacht. Die Niederlage war verdient. Wir wussten, dass wir für das Ziel Champions League an der Leistungsgrenze spielen müssen. Das haben wir in den letzten zwei, drei Wochen nicht gemacht. Wir müssen uns aber nicht dafür schämen, dass wir jetzt schon sicher in die Europa League eingezogen sind. Ich habe nie einen Bruch zwischen Trainer und Mannschaft gesehen. Ich weiß, dass das Negative und Oberflächliche gesucht wird. Meine Person geht weiter, der Trainer geht woanders hin. Das wird in Zusammenhang gebracht. Das ist aus meiner Sicht sehr billig."

Sebastian Rode: "Das ist schwer zu erklären, gerade wenn man nach der Pause 2:1 in Führung geht. Das ist sehr enttäuschend. Wir haben uns einfach überrumpeln lassen. Das darf dir gegen Schalke nicht passieren. Dass uns der Abgang von Adi Hütter beeinflusst, ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Es wird sicherlich auch ein Faktor sein, aber nicht der Entscheidende."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rode: "Ist nicht mehr von der Hand zu weisen"

Der gegen Union Berlin eingewechselte Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt
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Adi Hütter: "Die Enttäuschung ist heute riesengroß, der Stachel sitzt tief. Vor allem auch deswegen, da wir 2:1 geführt haben. Den heutigen Tag haben wir uns anders vorgestellt. Wir sind jetzt zumindest fix auf dem fünften Tabellenplatz. Ich finde, dass wir trotz allem eine überragende Saison gespielt haben. Unser Traumziel ist jetzt weit weg. Dieses Ziel haben wir uns aber selbst gesetzt. An hohen Zielen kann man auch scheitern. Auch der fünfte Platz wäre ein toller Erfolg. Vielleicht hat bei uns in den letzten Wochen ein bisschen das Nervenflattern begonnen. Es war nicht mehr so, wie es vorher war. Natürlich ist etwas passiert, Fredi und wir als Trainerteam haben uns entschieden, einen anderen Weg zu gehen. Wir sind aber alles Profis. Dass die Enttäuschung nach der Verkündung da war, verstehe ich auch. Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass ein großer Zusammenhang besteht."

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem Eintracht-Spiel auf Schalke

Adi Hütter Schalke still
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Djibril Sow: "Das habe ich so noch nicht erlebt, dass wir so einbrechen. Ich kann es mir nicht erklären. Wir sind alle sehr enttäuscht. Eine super Saison bekommt so einen faden Beigeschmack."

Makoto Hasebe: "Das ist schwer zu erklären. Bei vier Gegentoren können wir nicht gewinnen. Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen. Wir haben jetzt natürlich sehr wenig Chancen auf die Champions League. "

Blendi Idrizi (Schalke 04): "Wir wollten heute für die Fans spielen. Wir wollten uns richtig aus der Liga verabschieden. Das haben wir heute auch gezeigt. Natürlich dürfen wir das Spiel aber auch nicht überbewerten."

Dimitrios Grammozis (Schalke 04): "Es ist ein schönes Gefühl, sich mit einem Sieg zu verabschieden. Wir wollten auch für unsere Fans ein gutes Heimspiel machen. Wir waren gut im Spiel, haben nach dem 1:2 eine Reaktion gezeigt und unsere Chancen gesucht. Letztendlich ist der Sieg nicht unverdient.