Adi Hütter Eintracht Frankfurt Borussia Mönchengladbach

Eintracht Frankfurt verliert bitter und mehr als deutlich in Gladbach - und das nach dieser Woche. Nach dem Spiel dreht sich daher auch fast alles um Trainer Adi Hütter und seinen neuen Verein. Die Stimmen zum Spiel.

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Adi Hütter
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Eintracht Frankfurt hat beim Gastspiel in Mönchengladbach im Kampf um die Chamions League einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Beim 0:4 (0:1) trafen für die Gastgeber Matthias Ginter (10. Minute), Jonas Hofmann (60.), Ramy Bensebaini (67.) und Hannes Wolf (90.+5).

Adi Hütter: "Ich sehe da überhaupt keinen Zusammenhang (zwischen Trainer-Wechsel und Niederlage, Anm. d. Red.). Ich bin immer noch Trainer von Eintracht Frankfurt. Ich habe nicht ein Mal das Gefühl gehabt, dass ich in der nächsten Saison auf der anderen Seite stehe. Mir ist das zu einfach, dass man auf einmal sagt: Das könnte der Grund sein. Man kann in Gladbach verlieren, aber die Art und Weise und die Höhe ist natürlich bedeutend zu viel. Ich bin heute auch sehr enttäuscht über das Ergebnis. Heute hätten wir gefühlt lange spielen müssen, um ein Tor zu erzielen – und hinten waren wir auch nicht gut. In Summe war das ein richtig unangenehmer Tag."

Kevin Trapp: "Das ist ein Spiel, in dem nicht viel ging. Zwei Standard-Tore und ein individueller Fehler von mir: Das müssen wir so schnell wie möglich vergessen. Wir haben die Stärke. Das war die vierte Niederlage in 29 Spielen. Davon dürfen wir uns nicht beeinträchtigen lassen. Die Niederlage hat auch nichts mit dem Trainer-Wechsel zu tun gehabt. Der Trainer hat drei schöne Jahre hier gehabt. Natürlich ist das nicht einfach, wenn man sich entscheidet, den Verein zu entlassen. Es ging allen nicht gut. Aber das sind Entscheidungen, die immer wieder vorkommen. Ich glaube nicht, dass der Verein jetzt auseinanderbricht. Natürlich ist es eine Situation, die es so noch nie gab, dass der Sportvorstand, der Sportdirektor und der Trainer geht. Aber ich weiß, dass wir Verantwortliche haben, die einen guten Job machen und mit Sicherheit die richtigen Entscheidungen treffen werden."

Sebastian Rode: "Es kam alles zusammen, aber ich habe es lieber, wenn alles (Schlechte) auf einen Tag fällt. Wir müssen nun am Dienstag ein anderes Gesicht zeigen. Dass wir nun nach der Trainer-Entscheidung so hoch verlieren, ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die es schon so vorhergesagt haben. Aber ich als Spieler sehe das anders. Diese Erklärung wäre viel zu einfach. Es ist schade, (dass der Trainer geht), aber es gehört zum Geschäft. Es liegt an uns, in den letzten fünf Spielen zu zeigen, dass die Entscheidung des Trainers keine Auswirkungen auf uns hat."

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Fredi Bobic: "Es ist sehr oberflächlich zu denken, dass es daran liegt (am verkündeten Hütter-Wechsel, Anm. d. Red.). Heute war Borussia Mönchengladbach die effizientere Mannschaft, sie waren ein Tick aggressiver, was eigentlich unsere Stärke ist. Einen Zusammenhang da zu finden, das ist mir zu einfach. Die Jungs haben selber den Anspruch, das große Ziel zu erreichen. Ich habe keine Sorgen. Ich kenne den Verein und die Mannschaft. Vom Zeugwart bis zum Sportvorstand wird sich keiner hängenlassen. Ich kann verstehen, wenn Fans, die es mit der Eintracht halten, enttäuscht sind, traurig oder wütend, aber das sind persönliche Entscheidungen und das sollte man respektieren. Das bringt das Geschäft so mit sich."

Matthias Ginter: "Es war vielleicht ein Tor zu viel. Frankfurt hat auch die eine oder andere Chance gehabt, aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und verdient gewonnen. Für uns hat das keine Rolle gespielt (der Hütter-Wechsel, Anm. d. Red.). Wir kennen die Situation, hatten die auch ein paar Wochen vorher. Wir haben uns gut und akribisch vorbereitet. Was nächste Saison ist, ist nächste Saison."