N'Dicka, Fernandes und Trapp
Evan N'Dicka, Gelson Fernandes und Kevin Trapp (v. li.) Bild © Imago Images

Das Unentschieden beim FSV Mainz 05? Geht aus Sicht der Frankfurter Eintracht völlig in Ordnung. Die Nachbarn vom Rhein hadern hingegen. Die Stimmen zum Spiel.

Videobeitrag
Adi Hütter

Video

zum Video Die Pressekonferenz nach dem Spiel in Mainz

Ende des Videobeitrags

Eintracht Frankfurt ist bei seiner Generalprobe für das Hinrunden-Finale gegen Bayern München dank eines erneut treffsicheren Luka Jovic mit einem blauen Auge davon gekommen. Beim 2:2 (2:2) in einem temporeichen Rhein-Main-Duell beim FSV Mainz 05 sicherte sich der Pokalsieger drei Tage vor dem Heimspiel gegen den Rekordmeister nach zweimaligem Rückstand noch einen Punkt. 

Gelson Fernandes (Eintracht-Kapitän): "Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der hier viele Punkte holen wird. Es ist sehr schwer, gegen sie zu spielen. Wir waren zwei Mal in Rückstand und sind zwei Mal zurückgekommen. Das ist gut, das zeigt die Mentalität der Mannschaft. Wir nehmen diesen Punkt gerne mit. Mainz war bissig und hatte Wucht, sie haben das in den ersten 30 Minuten gut gemacht. Wir sind im Dezember und der Tank ist ein bisschen leer. Gegen Bayern wird es schön, das ist unser Weihnachtsspiel für die Fans."

Adi Hütter gestikuliert.
Bild © Imago Images

Adi Hütter (Eintracht-Trainer): "Es war ein Kampfspiel. Mainz spielt körperbetont, das gefällt mir, wie sie es machen. Wir haben gewusst, dass wir den Kampf von der ersten Minute annehmen müssen, aber haben uns ein bisschen schwer getan. Über 90 Minuten gesehen war es eine gerechte Punkteteilung. Mainz ist zuhause sehr stark. Es war ein tolles und attraktives Spiel. Wir haben wieder viel investieren müssen, deshalb kann ich mit einem Punkt sehr gut leben."

Kevin Trapp (Eintracht-Torwart): "Wenn man den Spielverlauf sieht, dann ist es okay. Wir haben jetzt natürlich schon ein paar Spiele auf dem Buckel und wussten, dass es sehr intensiv wird. Mainz hat viel Druck gemacht, am Anfang und in der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel."

Rouven Schröder (Mainz-Sportvorstand): "Es war in der ersten Halbzeit ein absolutes Derby: hohes Tempo, rassige Zweikämpfe, viele Abschlüsse, das Publikum war da, auf beiden Seiten. Am Ende des Tages hätten wir den Sieg mehr verdient gehabt. Das war mit eine der besten Leistungen in der ersten Halbzeit: das Auftreten, das Selbstvertrauen und einfach die Überzeugung, die Frankfurter mit fußballerischen Mitteln zu bespielen."

Sandro Schwarz (Mainz-Trainer): "Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir hatten den Spielverlauf auf unserer Seite, der Ausgleichstreffer kurz vor der Halbzeit war unglücklich. Ärgerlich, dass wir heute 2:2 gespielt haben, aber großartige Leistung. Es war ein taktisch hochklassiges Spiel und sehr intensiv. Gerade in der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften Zug zum Tor und es gab definitiv Derby-Feeling - aber alles fair und mit offenem Visier, so muss das sein."

Jean-Paul Boetius (Mainz-Profi): "Wir hatten es vielleicht ein bisschen mehr verdient. 2:2 gegen Frankfurt ist auch nicht schlecht. Ich habe zum ersten Mal in dieser Saison einen Krampf. Das zeigt auch, wie schwer dieses Spiel war."