Frankfurter Jubeltraube. Die Eintracht gewann am Samstag ihr Heimspiel gegen Leipzig.

Nicht unbedingt schön, aber dafür sehr erfolgreich: So haben die Frankfurter ihren Heimsieg über Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig erlebt. Almamy Touré war bei der Eintracht nachher in aller Munde. Die Stimmen zum Spiel.

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Eintracht Frankfurt hat das Heimspiel gegen RB Leipzig mit 2:0 (0:0) gewonnen. Im ersten Durchgang hatte das Team von Trainer Adi Hütter Glück, dass RB seine Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnte. Nach dem Seitenwechsel brachte Almamy Touré die nun stark verbesserten Frankfurter mit einer Rakete zum 1:0 auf die Siegerstraße. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Adi Hütter (Trainer Frankfurt): In der zweiten Halbzeit haben wir einiges besser gemacht als in der ersten Hälfte. Da waren wir in den Zweikämpfen nicht so bissig wie es sein sollte gegen so eine Mannschaft. Wir sind glücklich in die Pause gegangen. Ich denke, der Knackpunkt war das 1:0 von Touré mit einem herrlichen Weitschuss. Das hat der Mannschaft mehr Sicherheit gegeben. In der zweiten Halbzeit waren wir dann gut im Spiel und haben auch die Zweikämpfe bestritten. Und wenn man dann zum Schluss 2:0 gegen den Tabellenführer gewinnt, dann ist das in unserer Situation natürlich absolut top.

Julian Nagelsmann (Trainer Leipzig): Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser, der Gegner hat nicht einmal aufs Tor geschossen. Wir waren im letzten Drittel ein bisschen zu schlampig, aber insgesamt war das okay. In der zweiten Halbzeit kommen wir eigentlich ganz gut raus, aber haben dann eine dumme Aktion in der roten Zone, wo wir den Ball verlieren. Nach dem Tor stand Frankfurt tief und hat gekontert.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Djibril Sow: "Das ist die Eintracht!"

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Sebastian Rode: Es war ein sehr hartes und schwieriges Spiel für uns. Wir mussten viel leiden und viel hinterher laufen. Aber wir haben unheimlich gut verteidigt und nicht unverdient gewonnen. Es war gerade nach vorne hin kein gutes Spiel von uns. Wir haben sehr viele Bälle verloren, aber in so einem Spiel muss man sich eben mal auf die Defensive konzentrieren. In der Halbzeitpause hat uns der Trainer aufgefordert, noch etwas mutiger zu sein und das Tor direkt nach der Halbzeit hat uns natürlich auch in die Karten gespielt. Ich konnte es selbst kaum glauben, dass der Almamy so ein Pfund raushaut. Es freut mich ungemein für ihn.

Fredi Bobic (Sportvorstand Frankfurt): Zur Halbzeit war ich froh, dass es 0:0 stand. Was mir an den Jungs heute gefallen hat, sowohl in der ersten Halbzeit als auch nach dem wunderschönen Tor von Almamy, ist, dass wir zusammen verteidigt haben. Das war uns vor der Winterpause so ein bisschen abgegangen. Die Jungs haben für den Sieg gekämpft. Das hat von außen vielleicht nicht immer so schön ausgesehen, aber der Zweckt heiligt die Mittel.

Almamy Touré (zu seinem Tor): Wir haben am Dienstag noch im Training darüber gesprochen, ich wollte es direkt einlösen. Es ist ein schönes Tor für mich,  ich bin sehr froh darüber, es ist wichtig. Ich hoffe es gibt uns weiter Auftrieb für die nächsten Aufgaben. Ich sehe, der Ball kommt in den Rückraum, ich überlege nicht groß und denke das ist meiner, den muss ich jetzt reinmachen, und dann hau ich einfach drauf und es schlägt ein. Der Ball kam so genial, da gab es kein vertun.

Djibril Sow: Das ist Eintracht, würde ich sagen! Heute haben wir es gesehen mit den Fans zusammen, das ist einfach ein spezieller Club. Wenn wir wirklich alle Vollgas geben und in einem Team synchron arbeiten, dann ist Einiges möglich - so wie heute. Es hat vielleicht nicht alles geklappt, aber man hat gesehen, der Kampf stimmt. Und deshalb haben wir uns auch belohnt. RB Leipzig ist momentan vielleicht die beste Mannschaft in Deutschland. So viel Speed, die haben wirklich einen guten Lauf und wir sind immer noch unten drin. Wir dürfen nicht die Realität ausblenden, aber wie wir in die zweite Halbzeit reingegangen sind, war schon stark.

Marcel Halstenberg (Leipzig): Das waren Gegentore, die so nicht hätten passieren dürfen. Aber sie machen es schon gut. Den Schuss trifft er (Touré, d. Red.) gut, den trifft er wahrscheinlich einmal von zehn Versuchen so. Wir haben probiert, weiter nach vorne zu spielen und den Ausgleich zu machen, aber es war einfach schwer mit den Fans hier.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 2:0 (0:0)

Frankfurt: Trapp - Toure, Abraham, Hinteregger, Ndicka - Sow, Rode - Chandler (88. da Costa), Gacinovic (90. Kohr), Kostic - Dost (77. Paciencia)   
                         
Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Upamecano, Halstenberg - Adams (71. Lookman), Sabitzer, Nkunku, Haidara (80. Forsberg), Laimer (66. Poulsen) - Werner, Schick   

Tore: 1:0 Toure (48.), 2:0 Kostic (90.+4)                  

Gelbe Karten: Rode - Halstenberg, Sabitzer

Schiedsrichter: Siebert (Berlin)      
Zuschauer: 50.300         

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