Eintracht Frankfurt jubelt in Stuttgart
Kollektiver Jubel nach dem Schlusspfiff: Die Eintracht lässt sich feiern. Bild © Imago

Im Stile eines Spitzenteams entführt die Frankfurter Eintracht drei Punkte aus Stuttgart. Der hochverdiente 3:0-Erfolg hätte sogar noch höher ausfallen können. Die Stimmen zum Spiel.

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Adi Hütter

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Kein Gegentor und vorläufig auf Platz drei gesprungen: Die Frankfurter Eintracht hat beim 3:0-Erfolg über Schlusslicht VfB Stuttgart eine starke Leistung gezeigt. Im Stile eines Spitzenteams setzte sich die Elf von Trainer Adi Hütter nach Toren von Sébastian Haller (11.), Ante Rebic (32.) und Joker Nicolai Müller (89.) hochverdient durch.

Adi Hütter: "Die Mannschaft hat über 90 Minuten eine tolle Leistung gezeigt. Besonders hat es mich für Kevin Trapp gefreut, der zum ersten Mal in dieser Saison zu Null gespielt hat. Wir haben über das gesamte Spiel - bis auf die Chance von Mario Gomez am Anfang - nichts anbrennen lassen. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr erzielen können. Wir haben in der Woche gut trainiert, die Mannschaft war frisch und hat ein ganz anderes Spiel gezeigt als zuletzt in Nürnberg. Wir halten den Ball flach, es ist erst der zehnte Spieltag, wenn man bedenkt, wie es zu Rundenbeginn gelaufen ist. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie kombiniert und die Wege  macht, die weh tun. Es war heute wichtig, zu gewinnen."

Kevin Trapp: "Es war über weite Strecken souverän. Eigentlich dachten wir, dass es schwieriger wird als in Nürnberg. Die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben wir gut umgesetzt. Das frühe Tor hat natürlich geholfen - weil wir wussten, dass Stuttgart dann verunsichert ist. Zumindest für eine Nacht Tabellendritter, das hätte uns vor sechs Wochen auch noch keiner zugetraut und ist einfach ein tolles Gefühl."

Marc Stendera: "Der Sieg in dieser Höhe war verdient. Stuttgart hatte einen Kopfball von Mario Gomez. Wenn der reingeht, wird es ein anderes Spiel. Danach haben wir uns gefangen und das Spiel am Ende verdient gewonnen. Unsere drei Stürmer sind der Wahnsinn. Sie kann momentan keiner aufhalten. Wenn das so weitergeht, haben wir positive Spiele vor uns."

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Der Frankfurter Auswärtssieg in Stuttgart ist auch Thema in den heimspiel!-Sendungen des hr-fernsehens: Samstag ab 17.15 Uhr, Sonntag ab 22.05 Uhr und Montag ab 23.15 Uhr. Am Montag ist zudem Ex-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen Studiogast.

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Nicolai Müller: "Ich habe mich gefreut, dass ich mal wieder spielen durfte. Dass es mit einem Tor geklappt hat, ist natürlich umso schöner. Wir sind vor dem Tor eiskalt und haben unsere Chancen genutzt. Dann wird es für den Gegner schwer. Wir haben hinten fast nichts zugelassen. Der dritte Platz fühlt sich schön an."

Markus Weinzierl (VfB-Trainer): "Wir hätten durch Mario Gomez in Führung gehen können - das hätte ich der Mannschaft gewünscht. Aber es war nicht so, und im Großen und Ganzen ist dieses Ergebnis natürlich absolut enttäuschend. Wir hatten uns viel vorgenommen. Aber wir waren nicht in der Lage, die Qualitäten des Gegners in der Offensive in den Griff zu bekommen. Vor allem in der Vorwärtsbewegung haben wir uns nicht gut angestellt. So kannst du in der Fußball-Bundesliga nicht agieren. In der ersten Halbzeit haben wir gemerkt, dass wir kein Selbstvertrauen haben, dass die Jungs eher zurückweichen und dementsprechend die Zweikämpfe nicht führen. In dieser Phase müssen jetzt zusammenhalten und positiv bleiben."

Ron-Robert Zieler (VfB-Torwart): "Es läuft gar nichts, das Selbstvertrauen ist kaum da. Es ist ein ganz bitterer Abend. Zuhause vor so einem Publikum muss man sich viel besser präsentieren. Es ist momentan ganz bitter, die Mannschaft tut sich unheimlich schwer. Es will derzeit wenig funktionieren. Es muss sich schleunigst etwas ändern. So kann es nicht weitergehen. Wir müssen die Pfiffe akzeptieren. Wenn ich Fan wäre, wäre ich auch sehr, sehr unzufrieden."

Sendung: hr-iNFO, 02.11.2018, 22.30 Uhr