dpa Eintracht Hertha

Die Frankfurter Eintracht hat in Berlin einen souveränen Sieg eingefahren. Nach dem ersten Saisonerfolg schwanken die Spieler zwischen Lob und Erstaunen. Die Stimmen zum Spiel.

Eintracht Frankfurt hat dank Treffern von André Silva (30./FE), Bas Dost (37.) und Sebastian Rode (71.) den ersten Saisonsieg gefeiert. Beim 3:1 in Berlin traf auch noch Martin Hinteregger. Allerdings ins eigene Tor (77.)

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem Eintracht-Sieg in Berlin

Adi Hütter auf der Pressekonferenz in Berlin
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Bas Dost: Es war ein überragender Ball. Bei solchen Bällen weißt du schon zwei, drei Meter vorher, dass du das Tor machen musst – dann habe ich es gemacht. Das war ein geiles Gefühl. Jeder weiß, dass Daichi (Kamada, Anm. d. Red.) einen super Fuß und richtig viel Qualität hat. Das hat er gezeigt. Das kann er öfter zeigen und damit für uns brutal wichtig sein. Auch André Silva macht das überragend – auch neben dem Platz. Da kann man nur Respekt haben und ich hoffe, er macht so weiter.

Sebastian Rode: Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und sind von der ersten Minute an sehr gut in die Zweikämpfe gekommen. Wir wussten, dass es sehr schwer wird, weil Hertha eine gute Mannschaft hat. Aber wir waren nicht nur technisch gut, sondern haben auch spielerische Lösungen gefunden und in der zweiten Halbzeit gut dagegengehalten. Ich bin nicht bekannt für die Distanzschüsse, und dann auch noch mit dem schwachen Fuß – aber so wie er reingegangen ist, in Zeitlupenmanier, da musste ich erst einmal schauen, ob er überhaupt reingeht. Die Jungs haben sich ungemein mit mir gefreut.

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): Klar hat man einen Lächeln auf den Lippen, wenn man in Berlin einen Sieg landet – einen verdienten Sieg. Speziell in der ersten Halbzeit, die top war. Der Wechsel (von Filip Kostic, Anm. d. Red.) hat mir natürlich nicht geschmeckt. Aber ich finde, dass Steven Zuber sich gut in die Mannschaft eingefunden und seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir hier gewonnen haben. André Silva ist ein Goalgetter – er hat die Qualität, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein und hat mit Bas Dost ein tolles Duo gebildet. Sie haben sehr viel gearbeitet und sich mit Toren belohnt. Über den Charakter der Mannschaft brauchen wir nicht sprechen – den hat sie und sie hat sich heute dafür belohnt.

Bruno Labbadia

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): Unser Zweikampfverhalten war nicht gut, vor allem gegen eine Mannschaft, die über die Körperlichkeit kommt. In der zweiten Halbzeit hat sich das geändert. Wir sind in der Findungsphase und müssen der Mannschaft Zeit geben. Wir haben in der Halbzeit reagiert, weil wir ein paar Ausfälle auf dem Platz hatten. Man kann der Mannschaft nicht den Willen absprechen, aber wir müssen lernen, körperlicher zu spielen.

Alexander Schwolow (Hertha BSC): Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, waren in den Zweikämpfen nicht so präsent. Das ist die Basis und das dürfen wir einfach nicht vergessen. In der ersten Halbzeit haben die Jungs das Selbstbewusstsein verloren. Wir sind immer noch in einem Lernprozess, da wird es immer wieder Rückschläge geben.