Die Spieler von Eintracht Frankfurt jubeln in Gladbach

Eintracht Frankfurt siegt mit einer weiteren Energieleistung gegen Borussia Mönchengladbach und Ex-Trainer Adi Hütter. Die Stimmen zum Spiel.

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Highlights: Gladbach - Eintracht Frankfurt

Wappen Gladbach und Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt hat mit 3:2 (1:1) bei Borussia Mönchengladbach gewonnen. Für die Hessen trafen Rafael Borré (45.+1 Minute), Jesper Lindström (50.) und Daichi Kamada (55.), für die Hausherren waren Florian Neuhaus (6.) und Ramy Bensebaini per Foulelfmeter (54.) erfolgreich. Eintracht-Verteidiger Tuta flog in der 70. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Kevin Trapp: Klar bin ich froh, dass ich wieder meinen Teil dazu beitragen konnte. Solche Spiele sind dafür da, um genau das zu leisten. Man hat schon gemerkt, dass Gladbach verunsichert ist und die Mannschaft nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzt. Viele Bälle wurden belanglos und unbedrängt ins Aus gespielt. Trotz allem ist es eine Mannschaft, die viel Qualität hat. Auch der Trainer weiß, wie er den Bock umstoßen kann – das hat er bei uns auch immer geschafft. Aber wir wollten natürlich auch die Gunst der Stunde ausnutzen. Unsere Leistungen in den letzten Wochen waren sehr, sehr gut. Ich würde nicht sagen, dass Adi Hütter uns im Stich gelassen hat. Er hat eine Entscheidung für sich getroffen, für sein Trainerteam – und das gehört im Fußball auch dazu. Und wir haben jetzt einen neuen, sehr guten Trainer, mit dem wir gut unterwegs sind.

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Trapp: "Wir wollten die Gunst der Stunde ausnutzen"

Kevin Trapp
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Oliver Glasner: Wir wussten, dass Gladbach immer wieder auch spielerische Lösungen sucht und haben uns 44,5 Minuten schwergetan, das in den Griff zu bekommen. Bei Gladbach hat das 1:1 Spuren hinterlassen. Am Ende haben wir mit großem Herz den Sieg verteidigt. Jetzt heißt es, gegen Mainz noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. In der Kabine sind gerade fünf, sechs Spieler, die alle kleine oder größere Wehwehchen haben. Wegen der Europa League haben wir ein intensives Programm, deswegen bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Ich sehe aber definitiv noch Verbesserungspotenzial in unserem Defensivverhalten. Wir machen es dem Gegner immer wieder zu einfach, zu Torchancen zu kommen. Da werden wir den Hebel ansetzen. Adi Hütter braucht keine Ratschläge von Oliver Glasner. Er ist lange genug dabei, hat bei all seinen Clubs bewiesen, dass er hervorragende Arbeit leistet, erfolgreichen und attraktiven Fußball spielen lässt. Adi wird hier bei der Borussia die richtigen Knöpfe drücken.

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Glasner: "In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwergetan"

Oliver Glasner
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Adi Hütter (Trainer Borussia Mönchengladbach): Ich finde, dass es keine verdiente Niederlage war. Trotz allem haben wir drei Gegentore bekommen. Was mich stört, ist, dass wir postwendend das 3:2 bekommen. Zum Schluss hat die Mannschaft alles gegeben und Kevin Trapp hat sicherlich die Punkte für Frankfurt festgehalten. In Sachen Einsatz und Leidenschaft kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Wir haben gerade eine sehr unglückliche Phase. Frankfurt hat sich in einen Lauf gespielt und gewinnt deswegen auch.

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): Sicherlich muss das Spiel 3:3 ausgehen. Als Frankfurt zu zehnt war, waren wir deutlich überlegen und hatten einige Abschlüsse, die Tore sein müssen. Wir spielen ein sehr intensives Spiel, deswegen haben wir viele Fifty-Fifty-Bälle. Und im Moment springen diese Fifty-Fifty-Bälle zum Gegner. Wir müssen es uns erarbeiten, wieder mit dem Kopf zu spielen. Man kann nichts erzwingen. In den letzten Wochen haben wir uns präsentiert wie ein Flipper. Wichtig ist, dass wir da mit Kopf und Verstand rauskommen – und nicht mit Durchhalteparolen. Denn wir sind nicht an der Front.

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): Zur Zeit ist es Wahnsinn. Wir sind gut in das Spiel gekommen, haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt und verdient geführt. Aber in der aktuellen Phase läuft es dann so, wie es gelaufen ist. Als wir in Überzahl waren, haben wir alles versucht, das Spiel zu drehen. In den letzten drei, vier Spielen haben wir uns das alles selbst eingebrockt. Es ist sehr unglücklich, wie wir gerade die Spiele verlieren.