Die Eintracht-Profis bedanken sich bei ihren Fans,
Nach dem 1:1 gegen Chelsea herrscht bei Eintracht Frankfurt Zuversicht. Bild © Imago Images

Ärger über das Gegentor, Respekt vor einem großen Gegner, Zuversicht fürs Rückspiel: Das sind die Reaktionen nach dem Unentschieden der Frankfurter Eintracht gegen Chelsea.

Eintracht Frankfurt darf weiter vom Finale in der Europa League träumen. Das Team von Trainer Adi Hütter verspielte im Halbfinal-Hinspiel gegen den großen Favoriten FC Chelsea am Donnerstagabend zwar eine Führung, hat nach dem 1:1 (1:1) im Duell mit dem früheren Champions-League-Sieger aber noch alle Chancen auf das Endspiel am 29. Mai in Baku.

Adi Hütter: "Ich denke, es war ein absoluter Achtungserfolg gegen eine absolute Topmannschaft. Meine Mannschaft hat für mich ein Topspiel gemacht. Was ärgerlich war, war das Tor vor der Pause, das hat sich abgezeichnet. Trotz allem dürfen wir sehr stolz auf unsere Leistung sein. Mit einem 1:1 nach London zu fahren, ist nicht einfach, aber das wird nächste Woche noch einmal ein heißer Tanz. Wir haben auswärts eine Aufgabe zu lösen, dass wir ein Tor schießen müssen. Aber was haben wir zu verlieren? Die Trümpfe hat sicherlich Chelsea in der Hand, aber das heißt noch nicht, dass sie nach Baku gehen.

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Gelson Fernandes: "Wir haben hier einen guten Gegner gesehen. Eintracht Frankfurt hat alles gegeben, wir haben alles probiert, das ist okay für uns. Wir sind immer noch am Leben, im Rückspiel können wir etwas erreichen. Schade, dass wir kurz vor der Pause das 1:1 kassieren. Aber wir können immer noch nach Baku fahren – und das werden wir machen. Die Choreo war überragend, das gibt uns Kraft."

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Makoto Hasebe: "Das 1:1 ist kein schlechtes Ergebnis. Aber wir haben halt ein Gegentor bekommen, das ist bitter. Wir haben heute gesehen, dass Chelsea stark ist. Sie sind noch eine Stufe höher als Inter oder Benfica. Wir müssen jetzt auswärts ein Tor schießen, und das ist eine schwere Aufgabe. Ante Rebic ist ein wichtiger Spieler für uns, seine Schnelligkeit kann uns helfen. Am Ende hatten ein paar Spieler Krämpfe. Wir haben schon 46 Spiele gemacht, das habe ich auch noch nicht erlebt. Aber meiner Meinung nach entscheidet der Kopf alles. In London ist alles möglich."

Fredi Bobic (Eintracht-Sportvorstand bei RTL): "Chelsea hat uns phasenweise vor Riesenprobleme gestellt. Aber wie wir uns in der zweiten Halbzeit rausgequält haben, vor allem in den letzten 15 Minuten – à la bonheur. Mentalität, Leidenschaft, da habe ich alles gesehen. Das Tor hat Jovic schulbuchmäßig gemacht. In London werden wir alles reinhauen. Wir hoffen, dass wir da noch einen Extraschub bekommen werden. Ich traue es den Jungs zu."

Mijat Gacinovic: "Wir sind immer noch im Spiel. 1:1 – gegen so einen Gegner – finde ich nicht schlecht. Wir hätten auch ein zweites Tor machen können, aber Chelsea hat sehr viel Qualität. Nächste Woche hoffe ich auf einen Auswärtssieg, aber 2:2 geht natürlich auch."

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Maurizio Sarri (Trainer FC Chelsea): "Wir sind nicht mit der richtigen Mentalität ins Spiel gegangen. Glücklicherweise haben wir nach dem Tor angefangen zu spielen. Bis zur 85. Minute haben wir sehr gut agiert. Wir hätten es aufgrund der Torchancen verdient gehabt zu gewinnen. Ein 1:1 auswärts ist nicht so schlecht. Die Eintracht ist zu Hause sehr gefährlich – unglücklicherweise aber auch auswärts. Wir wollen ins Finale, wissen aber auch, dass wir dafür in einer Woche ein sehr gutes Spiel abliefern müssen."