dpa Eintracht
Bild © picture-alliance/dpa

Nach dem bitteren Ausscheiden in der Europa League schwanken Spieler und Verantwortliche bei der Eintracht zwischen Enttäuschung und Stolz. Die Stimmen zum Elfmeter-Drama in London.

Für die Frankfurter Eintracht ist der Traum vom Europa-League-Finale vorbei. Das Team von Trainer Adi Hütter verlor das Halbfinal-Rückspiel beim FC Chelsea am Donnerstagabend mit 4:5 nach Elfmeterschießen.

Kevin Trapp: Die Fans hätten das Finale verdient. Egal wo wir hingefahren sind, es hat sich immer wie ein Heimspiel angefühlt. Es tut unheimlich weh. Man muss immer wieder den Hut davor ziehen, wie wir auftreten. Man muss einfach unglaublich stolz darauf sein, was wir in dieser Europa-League-Saison geleistet haben. Aber heute Abend - ich glaube, da wird noch die eine oder andere Träne fließen. Ich habe den Jungs versprochen, dass ich uns ins Finale bringe. Es hat leider nicht gereicht. Es wird eine ganz schwere Nacht - vor allem für mich persönlich.

Videobeitrag

Video

zum Video Trapp: "Hätten es verdient, ins Finale zu kommen"

Ende des Videobeitrags

Fredi Bobic (Sport-Vorstand): Stolz war ich schon während des Spiels. Wenn man sieht, wie die Jungs heute wieder alles rausgehauen haben. Ich lese hier überall Chelseas Pride - es ist Frankfurts Pride. Natürlich tut es weh, im Elfmeterschießen zu verlieren. Wir haben einen unglaublichen Ritt vollführt und die Liga präsentiert. Das war schon ein herausragender Abend. Es ist eigentlich schade, weil die Jungs es verdient hatten. Der Fußball-Gott war nicht unser. Aber - es ist viel Stolz dabei.

Videobeitrag

Video

zum Video Bobic: "Das tut weh"

Ende des Videobeitrags

Makoto Hasebe: Ich bin sehr stolz auf unsere Fans. Ohne Fans wären wir nicht bis hierhin gekommen. Sie haben uns unglaublich unterstützt und ich bin sehr stolz. Bis hierher war die Europa League sensationell. Ich bin nicht zufrieden, aber trotzdem stolz. Ein paar Spieler sitzen in der Kabine mit hängenden Köpfen, aber die erfahrenen Spieler und der Trainer haben gesagt: 'Kopf hoch.' Wir sind natürlich sehr enttäuscht, aber trotzdem stolz. Wir haben immer noch große Chancen und alles in eigener Hand. Wir müssen in den zwei Spielen in der Liga alles geben. Wir sind müde, haben wieder Verletzte, aber einen breiten Kader. Mainz und Bayern sind aktuell gut drauf, deswegen brauchen wir Glück und müssen eine gute Leistung bringen.

Videobeitrag

Video

zum Video Hasebe: "Nicht zufrieden, aber stolz"

Ende des Videobeitrags
Weitere Informationen

Das Eintracht-Drama im hr

Das Eintracht-Drama in London ist am Freitag ab 18.25 Uhr Thema in einer Sondersendung im hr.

Ende der weiteren Informationen

Danny da Costa: Mein Kopf ist ziemlich leer. Wenn man 120 Minuten alles reinhaut. Wenn man dann nach dem Spiel sieht, wie die Fans uns feiern - das ist schon der Wahnsinn. Es tut natürlich sehr weh. Da ist es schwer, die Gedanken zu ordnen. So ist Fußball. (im Gespräch mit RTL)

Mijat Gacinovic: Die erste Halbzeit war nicht so gut, danach war es deutlich besser. Unsere Fans hätten es verdient, nach Baku zu fahren. Ich will einfach Danke sagen, dass sie immer für uns da sind. Jedes Spiel in der Europa League war für uns ein Heimspiel. Jetzt muss es unser Ziel sein gegen Mainz zu gewinnen. Die Idee von Martin Hinteregger beim Elfmeterschießen war gut, aber der Torwart bleibt halt stehen.

Videobeitrag

Video

zum Video Gacinovic: "Leben geht weiter"

Ende des Videobeitrags

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): Der Traum vom Finale ist geplatzt. Wir waren fast mit einem Bein im Finale. Es sind viele Tränen geflossen, weil wir es heute einfach nicht verdient haben, dass wir ausscheiden. Wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben. Deswegen ist es bitter, dass wir nicht nach Baku gehen. Ich bin wahnsinnig stolz, was wir über die ganze Saison gezeigt haben. Da muss man der Mannschaft nicht nur ein Kompliment machen, da muss man einfach stolz sein. Gratulation an Chelsea zum Finaleinzug. Es ist schade für uns und auch für die Fans. Es macht einfach Spaß, hier Trainer zu sein. Ich bin stolz, wie die Jungs hier aufgetreten sind. Das hätten sicher nicht viele erwartet. (im Gespräch mit RTL)

Videobeitrag

Video

zum Video Die Pressekonferenz nach dem Halbfinal-Aus

Ende des Videobeitrags