Raus ohne Applaus: Die Frankfurter Eintracht ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Nach dem Aus im DFB-Pokal hat die Frankfurter Eintracht gleich mehrere Gründe, unzufrieden zu sein. Spieler und Verantwortliche hadern mit knappen Entscheidungen, dem fehlenden Videoschiedsrichter und der eigenen Leistung. Die Stimmen.

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Die Frankfurter Eintracht hat den Sprung in das Achtelfinale des DFB-Pokals verpasst. Das Team von Trainer Adi Hütter musste sich bei Liga-Konkurrent Bayer Leverkusen am Dienstagabend mit 1:4 (1:1) geschlagen geben.

Fredi Bobic: Der Spielverlauf war für uns sehr unglücklich. Wir sind super reingekommen, aber dann verletzt sich Amin Younes und es ist ein Bruch im Spiel. Dann sind wir in der zweiten Halbzeit wieder gut reingekommen und bekommen ein Abseitstor, das ist bitter. Es ist schade, dass beim DFB am VAR gespart wird. Zum Schluss haben wir alles nach vorne geworfen, aber dann sind wir ausgekontert worden, und dann gewinnt Leverkusen verdient. Wir lieben den Pokal eigentlich, aber jetzt konzentrieren wir uns auf die Bundesliga. Da sind wir auf einem guten Weg und wollen am Sonntag Schalke 04 schlagen. Wir hoffen, dass wir alles (mit Luka Jovic, Anm. d. Red.) jetzt noch in trockene Tücher bekommen. Wir sind sehr glücklich, dass Luka nach Hause zurückkehrt, wo er sich wohlfgefühlt hat, und dass wir eine super Option haben. Ich glaube, die Fans von Eintracht Frankfurt sind sehr glücklich.

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Das hr-fernsehen zeigt eine ausführliche Zusammenfassung des Eintracht-Pokalspiels in Leverkusen. Die Höhepunkte sehen Sie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab 0 Uhr - auch hier auf hessenschau.de.

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Adi Hütter: Wir haben eine Chance liegen lassen, in die nächste Runde einzuziehen. Wir haben unglaublich gut begonnen und sind verdient in Führung gegangen. Für mich war die Schlüsselszene, dass wir durch die Chance von André Silva das 2:0 nicht gemacht haben. Er muss das Tor machen oder den Ball rüber spielen. Bei der Bewegung, die Erik Durm gemacht hat – das ist eine natürliche Handbewegung, er wird angeschossen, aber es gibt sofort Elfmeter. Das 2:1 ist für mich Abseits. Das sind dann schon Knackpunkte in einem Spiel. Ich finde, dass er Dingert keinen guten Tag gehabt hat. Der Videobeweis hätte ihm sicherlich gutgetan. Aber im Endeffekt muss man die Schuld immer bei sich selbst suchen. Wir haben es nicht geschafft, in Überzahl ins Spiel zurückzukommen. Die Verletzung von Amin Younes hat uns unglaublich wehgetan, in der Anfangsphase war er die Triebfeder in unserem Spiel.

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Sebastian Rode: Die Enttäuschung ist groß, auch wenn wir gegen einen starken Gegner gespielt haben. Wir hatten Essen vor Augen. Aber es ist viel gegen uns gelaufen, sodass es einfach nicht geklappt hat. Der Elfmeter war sehr ärgerlich. Es gab keinen VAR. MIt der Handregel ist es sehr schwierig. Eriks Arm ist nur ganz wenig vom Körper weg, da muss man Fingerspitzengefühl haben.

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Martin Hinteregger: Wir sind ausgeschieden - das war nicht der Plan. Trotzdem haben wir eine sehr reife und gute Leistung gezeigt. Der Ausfall von Amin hat uns weh getan, weil er gerade in absoluter Topform ist. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht und Leverkusen alles abverlangt. Deswegen haben wir zwar 1:4 verloren, sind aber mit unserem Spielstil zufrieden.

Peter Bosz (Trainer Leverkusen): Wir sind sehr erleichtert. Denn man hat gesehen, dass es am Anfang nicht einfach war. Da war Frankfurt die bessere Mannschaft, aber wir haben uns ins Spiel zurückgekämpft nach dem Rückstand, und das haben wir sehr gut gemacht. Aber - wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, wie sie anlaufen, wie sie Druck machen. Das war nicht einfach. Wir haben nachher aber besser Fußball gespielt und am Ende auch verdient gewonnen.

Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen): Die ersten 20, 25 Minuten hat uns Frankfurt fast vom Platz gespielt. Das war richtig gut, sie hatten einen guten Lauf. Wir wussten, dass es ein schwieriger Kracher wird. Manche werden vielleicht sagen, dass wir unverdient so hoch gewonnen haben. Aber wir waren effektiv und haben Kämpferwillen gezeigt. Auf diesem Platz war es schwierig, Fußball zu spielen. Wir sind eine Runde weiter, das freut mich am meisten. Aber mir tut es leid, dass wir meine alte Mannschaft besiegen mussten, ich habe immer noch ein starkes Verhältnis zu vielen. Das gehört nun einmal dazu. Ich wünsche David Abraham für seinen nächsten Karriereschritt alles Gute.

Sendung: hr-fernsehen, DFB-Pokal Bayer 04 Leverkusen - Eintracht Frankfurt, 13.01.21, 0 Uhr