Eintracht-Trainer Oliver Glasner umarmt Borré

Schlecht gespielt, aber gewonnen: Bei Eintracht Frankfurt gibt es nach dem Last-Minute-Sieg in Fürth neben viel Erleichterung auch ein paar kritische Worte. Der Gegner versteht die Welt nicht mehr.

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Audioseite Eintracht mit spätem Sieg in Fürth

Filip Kostic von Eintracht Frankfurt
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Eintracht Frankfurt erkämpft sich im Kellerduell bei Greuther Fürth einen späten 2:1-Sieg und verschafft sich etwas Luft im Abstiegskampf. Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

Sebastian Rode: Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle gerade am Schluss. Für mich besonders schön, dass ich ein Tor gemacht habe. Dann kassiert man in der 90. Minute das 1:1 und denkt sich: zwei verlorene Punkte. Und dann gerade mit diesem Siegtor wieder ist es ein unglaubliches Glücksgefühl. Für mich ist nach der Verletzung derzeit jede Minute wichtig. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent und da gibt natürlich so ein Tor nochmal einen Booster. Es gilt weiterhin für uns viel zu arbeiten, gerade im Spiel mit dem Ball. Da hoffe ich, dass die Siege Selbstvertrauen geben. Aber gegen Freiburg müssen wir nochmal eine Schippe drauflegen.

Oliver Glasner: Wir waren mit der ersten Halbzeit sehr unzufrieden, mit der zweiten können wir leben. Da hatten wir gute Aktionen nach vorne. Nach dem Ausgleich behaupte ich, dass 99 von 100 Mannschaften nicht mehr zurückkommen. Aber diese Jungs sind einfach unglaublich. Dann ist plötzlich N'Dicka mit im Strafraum und hat den Assist zum Siegtor. Ich bin sehr stolz auf die Truppe und die Mentalität. Viele können sich nicht vorstellen, was die Jungs abreißen - vor drei Tagen in Piräus ein ähnlicher Fight.

Wir haben Spieler wie Sebastian Rode, die nach Verletzungen zurückkommen. Was die Jungs von ihrem Willen und Einsatz her leisten, ist wahnsinnig. Bei unserem Mammut-Programm bis Winter können wir uns nur in kleinen Schritten verbessern. Aber mit dieser Einstellung werden wir noch einige Punkte holen. Dann haben wir im Januar und Februar mal auch ganze Wochen zum Trainieren. Dann erwarte ich von uns und auch von mir, dass wir deutliche Schritte vorwärts machen.

Stefan Leitl (Trainer Fürth): Wir hätten zwei Tore machen können und kriegen dann das 0:1. Dann schaffen wir den Ausgleich und haben sogar noch die Chance, das Ding zu biegen. Dann bin ich schon wütend auf die Entscheidung des Schiedsrichters, da ein Foul zu pfeifen. Aus dieser Freistoß-Situation kriegen wir das 1:2. Aber wir sind auch schuld daran, weil wir nicht richtig klären. Diese Niederlage ist für mich nicht wirklich erklärbar. Mit einem Punkt wäre die Eintracht schon gut bedient gewesen.

Branimir Hrgota: Diese Niederlage ist sehr bitter. Wir haben echt super gespielt und hatten die Frankfurter vor allem in der ersten Halbzeit im Griff. Dann passiert das Gegentor, wir schaffen das Tor und verlieren dann doch. Von den Torchancen her war es eng. Aber das ist die Bundesliga. Kleinigkeiten entscheiden die Spiele und jetzt stehen wir wieder ohne Punkte hier. Aber wenn wir so weiter spielen, werden wir noch viele Punkte holen.