Adi Hütter ist nach dem Sieg gegen Leverkusen zufrieden.

Eintracht Frankfurt gewinnt überraschend gegen den Tabellenzweiten aus Leverkusen. Nach dem Sieg schwanken Spieler und Verantwortliche zwischen Unglaube und Begeisterung. Nur der Gegner hat eine klare Meinung.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Die Frankfurter Eintracht hat am Samstag mit Bayer Leverkusen ein Spitzenteam der Bundesliga bezwungen. Beim 2:1 gegen die Werkself hatte das Team von Trainer Adi Hütter bereits nach zehn Minuten und einem Treffer von Nadiem Amiri zurückgelegen. Doch Amin Younes (22. Minute) und das Eigentor von Edmond Tapsoba (54.) sorgten für die Wende.

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): Mir hat sehr viel gefallen. Es war ein absolut verdienter Sieg gegen ein Spitzenteam aus Leverkusen. Wir haben sehr viel richtig gemacht, sonst kann man so einen Gegner nicht bezwingen. Wir haben auch gemeinsam, geschlossen verteidigt. Uns ist es gelungen, die richtige Grundordnung zu finden. In vielen Spielen, in denen wir unentschieden gespielt haben, haben wir eher unglücklich einen Punkt gemacht – sonst könnten wir schon weiter vorne stehen. Aber dieses Spiel gibt viel Zuversicht für die Zukunft.

Amin Younes: Wenn ich den zweiten noch gemacht hätte, dann wäre ich sicher noch zufriedener (lacht). Aber ich bin echt glücklich, dass wir gewonnen und ein gutes Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft gemacht haben. Das zeigt, wie schwer es ist, gegen uns zu spielen, uns zu schlagen, und dass wir eine talentierte Truppe haben. Mein letztes Tor habe ich 2013 gegen Dortmund geschossen - das hat mir jemand geflüstert. Wir haben auch in den Spielen, die wir unentschieden gespielt haben, viel Positives gehabt. Und auch heute müssen wir erst hinterherlaufen, und dann machen wir es unglaublich: Riesenkompliment. Ich hoffe einfach, dass wir irgendwann dahinkommen, dass wir auch mal die Leichtigkeit reinbekommen und auch mal deutlich führen. Denn die Chancen waren da. Es macht einfach Spaß, hier Fußball zu spielen.

Djibril Sow: Wir sind überglücklich, dass wir zuhause einen Sieg über die Zeit gebracht haben. Es war wieder sehr eng zum Schluss, aber wir haben uns belohnt. So kann es weitergehen. Ich habe an mir gearbeitet und fühle mich gut. Wir spielen immer besseren Fußball. Wir haben in Augsburg vorgemacht, wie wir drei Punkte holen können. Nächste Woche müssen wir wieder so eine Leistung abrufen. So, wie wir momentan drauf sind, fahren wir sehr optimistisch nach Mainz.

Martin Hinteregger: Wir haben in dieser Saison schon einige gute Spiele gespielt. Das jetzt war sicherlich ein Top-Spiel gegen Leverkusen, die überragend in Fahrt sind. Sonst würden sie in der Tabelle nicht da stehen, wo sie stehen. Wir haben uns in den letzten Wochen spielerisch gesteigert. Speziell Amin Younes tut uns extrem gut, Aymen Barkok ist richtig da. Sie haben der Mannschaft einen Ruck, Mut gegeben. Für Daichi Kamada war es auch gut, dass er Konkurrenz bekommen hat. Leverkusen ist offensiv nach Bayern die beste Mannschaft, aber das Tor war ein Zufallsprodukt.

Peter Bosz (wütender Trainer Bayer Leverkusen): Meine Mannschaft kann das viel besser machen. Wir haben verdient verloren, Frankfurt hat verdient gewonnen. Ihr Fußball war besser als unserer. Wir waren schlecht. Auch die ersten zehn Minuten waren nicht gut. Wir sind das ganze Spiel über hinterhergelaufen, haben unser Niveau erreicht. Frankfurt war auf dem ganzen Platz besser und hätte das Spiel schon früher entscheiden müssen.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 03.01.2021, 23.35 Uhr