Makoto Hasebe liegt auf dem Boden und wird behandelt.

Nach dem Erfolg gegen Union Berlin ist Eintracht Frankfurt weiter auf Champions-League-Kurs. Nach dem Spiel zeigten die Hessen trotz fünf Toren viel Selbstkritik. Zum umstrittenen Berliner Ausgleich hatten alle eine klare Meinung. Die Stimmen zum Spiel.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Eintracht Frankfurt hat Union Berlin am Samstag mit 5:2 besiegt. André Silva traf in der zweiten Minute zum 1:0, das Max Kruse fünf Minuten später ausglich. Ein kurioses Eigentor von Robert Andrich sowie die Tore von Filip Kostic und Silva entschieden die Partie (35., 39., 41.). Kruse konnte nur noch auf 2:4 verkürzen (45.+3.). Timothy Chandler traf kurz vor Schluss zum Endstand.

Adi Hütter: In der ersten Halbzeit habe ich mich über unsere Tore gefreut, aber gerade das zweite Gegentor hat mich mächtig aufgeregt. Das war einfach unnötig. Es war insgesamt ein schwieriges Spiel und ein schwieriger Sieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit war ich mit einigen Situationen überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten zu lange Ballbesitz, ohne den Rhythmus-Wechsel zu finden und waren hinten einfach zu anfällig. Kevin Trapp hat ein tolles Spiel gemacht und hat uns diese drei Punkte auch festgemacht. Die Aktion gegen Hasebe war ein klares Foul. Ich habe mich schon gewundert, dass dieses Tor gegeben wurde.

Kevin Trapp: Die Tore waren unheimlich gut herausgespielt. Als wir dann so gespielt haben, waren wir auch gefährlich. Aber das zweite Tor von Union ist unheimlich ärgerlich, weil wir da einen Schritt weniger machen. Klar, wenn du 4:1 führst, machst du das vielleicht nicht. Aber das ist unheimlich wichtig, weil es noch eine Halbzeit zu spielen gibt. Wenn du dann früh das 4:3 bekommst, fängst du nochmal an zu schwimmen. Die Aktion gegen Hasebe ist ein klares Foul. Da frage ich mich, was die Schiedsrichter in Köln da sehen. Der Schiedsrichter selbst hat in der Halbzeit gesagt, das ist ein klares Foul. Er hat es sich nur nicht angeschaut, weil die in Köln gesagt haben... "Ähm vielleicht". Heute ist das nicht so wichtig, aber das kann auch anders ausgehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Schiedsrichter hat gesagt, das ist ein klares Foul"

Makoto Hasebe Eintracht Frankfurt Union Berlin
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Djibril Sow: Da war alles dabei in der ersten Halbzeit; strittige Szenen, Eigentor, super herausgespielte Tore. Die Phase vor der Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Das 2:4 war ein bisschen der Knackpunkt für die zweite Halbzeit, in der wir ein bisschen zu passiv waren. Aber am Ende können wir absolut zufrieden sein. Es waren extrem wichtige drei Punkte heute - vor allem vor der Länderspielpause. Wir können mit Elan aus der Pause kommen und haben dann direkt ein Topspiel gegen Dortmund. Da ist der Druck ganz klar bei ihnen. Wir konnten Dortmund und die anderen Teams unter uns heute auf Abstand halten. So haben wir etwas weniger Druck.

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): Die Art und Weise, wie wir in Rückstand geraten, ärgert mich. Keine Kompaktheit, wir waren nicht mehr organisiert – und dann siehst du eben, dass die erste Liga kein Wunschkonzert ist. Wir haben drei Tore in sechs oder acht Minuten bekommen. So kannst du nicht Fußball spielen. In der zweiten Hälfte hatten wir dann Kompaktheit und Organisation wieder. Das nehmen wir mit und da haben wir auch vieles richtig gemacht. Und wir hatten da auch genügend Chancen, den Anschluss zu erzielen und wenn es optimal läuft, das Spiel sogar noch auszugleichen.