Imago Eintracht Elfmeter Hertha
Für den Elfmeterpfiff des Schiedsrichters hatten nicht alle Verständnis. Bild © Imago

Die Frankfurter Eintracht hat gegen Hertha die nächste Niederlage kassiert. Nach dem deutlichen 0:3 schwankt die Stimmung zwischen Ärger über die eigene Leistung und Unmut über eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung.

Nächste Niederlage für die Frankfurter Eintracht: Die Hessen verloren am Samstag mit 0:3 (0:0) gegen Hertha BSC und haben drei Spieltage vor Saisonende nur noch drei Punkte Vorsprung auf Rang acht. Davie Selke brachte die Hertha mit einem höchst umstrittenen Elfmeter, der trotz Eingreifen des Videoassistenten nicht zurückgenommen wurde, in Führung (58.). Mathew Leckie (77.) und Alexander Esswein (90.+1) entschieden die Partie. Für den negativen Höhepunkt sorgte Makoto Hasebe, der nach einer Tätlichkeit an Selke zu Recht mit Rot vom Platz flog (79.).

Niko Kovac: In der ersten Halbzeit haben wir unsere beiden Gelegenheiten nicht genutzt – die hätten wir nutzen müssen. Wer bei solchen Temperaturen das 1:0 schießt, ist immer auf der besseren Seite. In der zweiten Halbzeit gab es hüben wie drüben nicht allzu viel zu sehen. Dass wir dann in Rückstand geraten – das haben alle gesehen, da muss ich jetzt nichts großartig zu beitragen – das war sicherlich ein entscheidender Punkt. Aber wir haben verloren, das ist so im Fußball. Die Mannschaft hat alles gegeben. Jetzt müssen wir einfach wieder die Kräfte bündeln, zwei Tage entspannen und Dienstag wieder anfangen.

Timothy Chandler schlägt die Hände überm Kopf zusammen
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Timothy Chandler: Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zu lässig, zu fahrig und zu langsam gespielt. Wir haben keine richtige Tiefe reinbekommen. Das war das größte Manko.

Danny da Costa: Wir hätten das Spiel gewinnen können, gerade in der ersten Halbzeit hatten wir genug Möglichkeiten. Am Ende stehen wir hier mit einer 0:3-Klatsche. Der Elfmeter war der erste echte Torschuss der Hertha. Es ist natürlich sehr bitter, so in Rückstand zu geraten. Wir haben jetzt noch drei Spiele und es ist klar, dass wir da noch punkten müssen. Der Trainer hat angekündigt, heute durchzuwechseln. Alle Spieler, die heute auf dem Platz standen, haben Qualität.

Fredi Bobic ist nach der 1:4-Niederlage in Leverkusen sichtlich angefressen.
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Fredi Bobic: Der Elfmeter war die entscheidende Szene, die das Spiel komplett gedreht hat. Was soll man da sagen? Da muss man die Emotionen schon zurückhalten. Ich habe es mir am Bildschirm angeschaut und gesagt: Super, kein Elfmeter. Und dann geht er trotzdem zum Elfmeter-Punkt. Selbst die Herthaner um mich herum haben geschmunzelt. Die Szene war kurios. Da werden wir wieder viel Spaß haben in der Diskussion. Es ist ein Wahnsinn. Wahrnehmungsfehler vom Schiedsrichter verstehe ich, das habe ich ihm auch gesagt. Aber dann - wenn du mit deinem Puls runtergehst und es dir in Ruhe anschauen kannst und dann nochmal das gleiche siehst. Das hat er exklusiv.

Pal Dardai (Trainer Berlin): Taktisch haben beide Mannschaften alles gegeben. Die erste Halbzeit war für die Augen nicht die schönste. Da haben wir Geschenke ausgeteilt, Frankfurt hat sie nicht angenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir konsequent unsere Umschaltmomente ausgenutzt und verdient gewonnen. Ich kann nicht sagen, ob es ein hundertprozentiger Elfmeter war.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am samstag, 21.4.2018, 17.15 Uhr