Oliver Glasner nach dem Spiel gegen Sporting

Nach dem enttäuschenden Start in die Champions-League-Gruppenphase hadert die Eintracht mit der eigenen Effizienz, freut sich aber über die Unterstützung von den Rängen. Die Stimmen zum Spiel.

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Klatsche für Eintracht bei Champions-League-Debüt

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Eintracht Frankfurt hat das erste Spiel der Champions-League-Gruppenphase verloren: Gegen Sporting Lissabon gab es am Mittwochabend ein 0:3 (0:0). Die Tore erzielten Marcus Edwards (65.), Francisco Trincao (67.) und Nuno Santos (82.).

Makoto Hasebe: "Wir haben in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung gezeigt, aber leider die Chancen nicht genutzt. Wir müssen das gut analysieren und am Wochenende eine bessere Leistung zeigen. In der Champions League haben wir noch fünf Spiele, da ist alles möglich. Ich bin total stolz auf unsere Fans, sie haben uns trotz der 0:3-Niederlage gefeiert."

Djibril Sow: "Das ist wirklich bitter. In der ersten Halbzeit hatten wir Chancen, die am Samstag drin waren. Das hat heute nicht geklappt – und das war der Unterschied zu Sporting, die eiskalt waren und uns so die Luft genommen haben. Wir haben gesehen, dass die Fehlertoleranz hier viel niedriger ist als in der Europa League. Das müssen wir mitnehmen. Nach dem 0:1 waren wir zu naiv und haben zu große Räume gelassen. Aber: Die Stimmung, die Choreo, die Hymne – das war alles schon unglaublich."

Kevin Trapp: "Es war vor dem Spiel sehr emotional als die Hymne kam. Da hat man gemerkt, wie viel das allen bedeutet – auch den Fans. Es ist schwierig, das jetzt zu beschreiben, weil das Ergebnis das Spiel nicht widerspiegelt. Du gehst hier mit 0:3 runter, obwohl wir immer wieder in Führung gehen können. Ich bin mir sicher, wenn wir in Führung gehen, verlieren wir das Spiel nicht. Aber das ist das Lehrgeld, das du auf dem Niveau bezahlst. Das zweite Tor ist zu schnell gefallen, da kriegst du einen Konter, liegst 0:2 zurück und weißt gar nicht warum."

Markus Krösche: "Wir haben es über 60 Minuten richtig gut gemacht. Sporting hat mit seinen wenigen Möglichkeiten eiskalt zugeschlagen. Das sind Sachen, aus denen wir lernen müssen. Das Ergebnis ist natürlich ärgerlich und ein Stück weit unnötig. Wir haben heute gesehen, dass in der Champions League Kleinigkeiten entscheiden."

Oliver Glasner (bei DAZN): "Es war heute ein Sieg der Effizienz. Auf diesem Level muss man mit diesen Situationen in Führung gehen. So kam es genau anders, dass man den zweiten Abschluss von Sporting im ganzen Spiel aus dem Netz holen muss. Dann hat man gesehen, welche Qualität sie im Konterspiel haben. Sie haben uns dann einfach knallhart abgeschossen. Das tut weh, aber es wird uns nicht umwerfen."

Rúben Amorim (Trainer Sporting, bei DAZN): "Wir waren sehr geduldig. Wir haben versucht, mit dem Ball von hinten aufzubauen. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr aggressiv. So ist Fußball: Ein bisschen Glück und ein bisschen Zuversicht."