Simon Falette in Paderborn.

Siebtes Spiel in Folge ohne Sieg – die Frankfurter Eintracht schlittert kurz vor Weihnachten immer tiefer in die Krise. Nach der Pleite in Paderborn redet Sportvorstand Fredi Bobic Klartext. Die Stimmen zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt verliert in Paderborn

Szene aus dem Eintracht-Spiel in Paderborn
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Die Eintracht ist am Ende eines berauschenden Jahres endgültig im Bundesliga-Abstiegskampf angekommen. Die erheblich ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor zum Hinrunden-Abschluss bei Schlusslicht SC Paderborn mit 1:2 (0:2) und ist nach nun sieben sieglosen Ligaspielen in Folge als Tabellen-13. nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt.

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic

Fredi Bobic (Eintracht-Sportvorstand bei sky): "Wir haben den Kampf nicht von der ersten Minute an angenommen. Das müssen sich die Jungs auch selbst zuschreiben. Hinten raus wäre es auch nicht mehr verdient gewesen, Paderborn hat das herausragend gemacht und uns in die Probleme gebracht. Filip Kostic nehme ich da mal raus, der ist für drei gerannt. Die Jungs sind zu schnell mit den Köpfen unten, zeigen nicht mehr die Körpersprache. Natürlich kommt auch Müdigkeit hinzu, vor allem im Kopf. Das Gute ist, dass wir jetzt eine Pause haben."

Adi Hütter (Eintracht-Trainer): "Das Wichtigste ist, dass die Jungs nach 59 Spielen im Jahr 2019 ein paar Tage abschalten können, um im Kreise der Familie Kraft und Energie tanken und über sich selbst nachdenken zu können – was wir alle tun müssen. Wir wollen gestärkt ins Frühjahr und in die Rückrunde gehen. Ich bin nicht von den Spielern enttäuscht, sondern von gewissen Leistungen, die wir nicht so zeigen konnten. Wir werden in der kurzen Vorbereitungszeit an vielen Stellschrauben drehen müssen, um taktisch ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir müssen uns das Selbstvertrauen hart erarbeiten und uns darauf einstellen, dass wir in einer Situation sind, in der wir nicht sein wollten. Nach dem Bayern-Spiel haben wir uns alle weiter vorne gesehen."

Eintracht-Profi Makoto Hasebe im Spiel gegen Wolfsburg

Makoto Hasebe (Eintracht-Profi): "Ich bin sehr enttäuscht, über das Ergebnis und unsere Leistung. Wir haben beide Gegentore zu einfach bekommen. In den letzten sechs, sieben Wochen haben wir zu wenig gemacht. Wir hatten jetzt über 30 Pflichtspiele, natürlich ist eine gewisse Müdigkeit da. Trotzdem sind wir zu wenig konsequent. Leidenschaft, Zweikampfverhalten – das war einfach zu wenig. Wir müssen uns jetzt erst einmal gut erholen, Körper und Kopf freibekommen."

Steffen Baumgart (Trainer Paderborn): "Wir hatten ein erfolgreiches Jahr. Klar sind die Punkte nicht so, wie wir sie uns vorstellen. Aber wir sind mit dem SC Paderborn in der Bundesliga und haben viel erreicht mit dem Verein. Ich habe immer Hoffnung und gehe fest davon aus, dass wir den Klassenerhalt schaffen können. Gegen die Eintracht hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen können."

Abdelhamid Sabiri (Torschütze Paderborn): "Das ist natürlich viel Training, und dann versucht man im Spiel alles rauszuhauen. Wir man sieht, klappt es sehr erfolgreich. Der Sieg bedeutet uns sehr viel. Wir wollten das Jahr unbedingt so beenden. Daran wollen wir in der Rückrunde anknüpfen."

Sendung: heimspiel!, 22.12.2019, 22.05 Uhr