Hängende Köpfe bei den Frankfurter Fußballern nach dem 1:2 in Mainz.

Nach der Pleite in Mainz sind sich die Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht einig: Knackpunkt war die Rote Karte gegen Dominik Kohr kurz vor der Pause. Wir haben die Stimmen zum Spiel.

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Eintracht Frankfurt hat das23. Rhein-Main-Derby in der Bundesliga mit 1:2 (1:0) beim FSV Mainz verloren. Die Gäste warten damit seit geschlagenen zwölf Spielen auf den ersten Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Geschichte in Mainz. Martin Hinteregger brachte die Hütter-Elf nach einem Eckball in Führung (33.), doch kurz darauf sah Dominik Kohr Rot (44./Notbremse). In Unterzahl liefen die Frankfurter Ball und Gegner meist hinterher. Die Folge war zunächst ein Eigentor von Hinteregger (51.), ehe Adam Szalai die Partie in der 69. Minute drehte.

Adi Hütter (Eintracht-Trainer): Wir wollten Geschichte schreiben als erste Frankfurter Mannschaft, die in Mainz gewinnt. Wir waren auch auf einem guten Weg zur Pause, aber bringen uns wieder um die Früchte unserer Arbeit mit der Roten Karte. Nach der Pause hat uns Mainz gut unter Druck gesetzt. Aufgrund der Leidenschaft hätten wir einen Punkt mitnehmen können, das war ein offener Schlagabtausch am Ende. Man sieht aber trotzdem, dass die Mannschaft Power hat und trotz Unterzahl versucht, nach vorne zu spielen.

Martin Hinteregger: Die Rote Karte ist passiert, ganz einfach. Wenn wir zu elft fertig spielen, holen wir uns die drei Punkte. Das zehrt an den Kräften, wenn Mainz dann mal vorne ist, ist es schwer, ein Tor aufzuholen. Ein Schuss, der nicht mal gefährlich ist, wird dann zum 1:1. Wir wollten das Zentrum kompakt halten, aber wenn du so ein 1:1 bekommst, ist es schwer.

Sebastian Rode: Wir wollten hier zum ersten Mal gewinnen. Wir haben uns viel vorgenommen, aber es hat wieder nicht geklappt. Klar, die Rote Karte war nicht so günstig für uns.  Nach der Halbzeit kriegen wir zu schnell das Gegentor. Das ist mit zehn Mann dann schwer. Es ist natürlich ärgerlich, dass die Eintracht wieder eine Geldstrafe bekommt  (zur Pyro-Technik vor dem Spiel).

Danny Da Costa: Eine komplette Halbzeit spielen zu müssen, ist nicht ganz so einfach. Wir wollten in Unterzahl kompakt verteidigen und kriegen dann durch eine Zufallssituation den Ausgleich, was ein bisschen bitter ist. Natürlich hatten wir noch ganz gute Chancen, aber man merkt es, wenn man so lange in Unterzahl spielen und verteidigen muss. Zum Glück geht es Freitag gleich weiter.

Achim Beierlorzer (Trainer Mainz 05): Sechs Punkte, zwei Spiele: Das ist genau das, was wir uns erträumt haben. Wir wussten, dass Frankfurt bei Ecken kurze Varianten hat. Wir haben bis dato kaum eine Chance von Frankfurt zugelassen. Das ist ärgerlich, aber – das habe ich der Mannschaft in der Pause auch gesagt – das müssen wir abhaken. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft vieles aus dem Hoffenheim-Spiel wieder auf den Platz gebracht hat. Die Mannschaft ist gierig und sie will – und der Trainer sollte sie nicht aufhalten.

Adam Szalai (Mainz 05): Mit der Roten Karte war es klar, dass wir in der 2. Halbzeit richtig Druck machen würden. Es war nur eine Frage der Zeit, wann das Tor kommt. Wir freuen uns riesig, dass wir das Derby gewonnen haben. Das war ein Arbeitssieg, der uns Kraft für die nächsten Spiele geben wird.

Weitere Informationen

Mainz: Zentner - St.Juste (65. Brosinski), Fernandes, Niakhaté - Öztunali, Kunde, Latza (57. Szalai), Aaron - Boetius - Onisiwo, Quaison (90. Maxim) 

Frankfurt: Rönnow - Toure, Hinteregger, N'dicka - da Costa, Kohr, Rode (74. Gacinovic), Kostic - Sow, Kamada - Paciencia (46. Torro)             

Tore: 0:1 Hinteregger (33.), 1:1 Hinteregger (51./ET), 2:1 Szalai (69.)                

Gelbe Karten: Latza - Hinteregger, Torro                                      
Rot: Kohr (44./Notbremse)  
             
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)        
Zuschauer: 33.184        

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