Adi Hütter beim Spiel in Leverkusen
Trainer Adi Hütter ist bedient. Bild © Imago Images

Eintracht Frankfurt schwankt nach dem Albtraum von Leverkusen zwischen Ratlosigkeit und Zweck-Optimismus. Trainer Adi Hütter zeigt sich selbstkritisch, Lukas Hradecky spendet Trost. Die Stimmen im Überblick.

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PK Leverkusen

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Eintracht Frankfurt geht mit 1:6 (1:6) bei Bayer Leverkusen unter und muss den nächsten Rückschlag im Rennen um die europäischen Plätze hinnehmen. Die Köpfe müssen jetzt aber schnell wieder hoch: Schon am Donnerstag wartet der FC Chelsea im Halbfinale der Europa League. Die Stimmen zum Spiel.

Adi Hütter: Das war ein rabenschwarzer Tag, einer der schlimmsten überhaupt. Wir haben speziell im Defensivverhalten alles vermissen lassen, was uns eigentlich auszeichnet. Sechs Tore in einer Halbzeit, so etwas habe ich noch nie erlebt. Vercoacht ist ein bisschen hart ausgedrückt. Aber ich nehme die Schuld gerne auf mich. Letztlich lag es aber am gesamten Auftreten: Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, hatten nicht die letzte Entschlossenheit. Wir waren geistig und körperlich nicht in der Lage, hier heute Paroli zu bieten. Das war eine enttäuschende Leistung. Wir haben uns sehr, sehr schlecht präsentiert.

Die Chance auf die Champions League ist immer noch da und wir müssen weiter dran glauben. Die Leistung war fürchterlich, aber im Vordergrund sollte stehen, was wir bislang in der Saison geleistet haben. Die Mannschaft hat so viel Spaß gemacht und uns so viel Freude bereitet. Wir sind weiter zuversichtlich.

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Adi Hütter

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Das war ein rabenschwarzer Tag"

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Fredi Bobic (Sportvorstand): Man lernt immer neue Dinge: Sechs Gegentore in 36 Minuten gab es in dieser Form in der Bundesliga auch noch nicht. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Bei Leverkusen war jeder Schuss ein Treffer, so etwas passiert mal im Fußball. Aber die Fehler haben wir letztlich selbst gemacht. Wir haben Leverkusen die Räume gegeben, darauf haben die gewartet. In der zweiten Hälfte haben wir dagegengehalten und das Ergebnis einigermaß okay gestaltet. Die Rückrunde ist sehr, sehr gut. Die Fans stehen hinter uns, die können das einschätzen. Das finde ich toll. Wir werden weiter alles reinhauen.

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Sportvorstand Fredi Bobic.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bobic: "So etwas habe ich noch nie erlebt"

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Lukas Hradecky: Die Eintracht tut mir fast schon leid, das Ergebnis war übertrieben. Wenn wir solchen Fußball spielen, dann passt es einfach sehr gut. Aber die Anzahl der Tore war vielleicht ein bisschen zu hoch. Ich hoffe sehr, dass die Eintracht-Spieler jetzt nicht die Köpfe hängen lassen. Die haben eine tolle Saison gespielt, die sollen jetzt Chelsea weghauen und über Baku in die Champions League kommen. Wir schnappen uns dafür dann den vierten Platz. Ich werde mir am Donnerstag ein Bierchen gönnen, das Spiel gucken und der Eintracht die Daumen drücken.

Julian Brandt: Ein Sieg in dieser Höhe war sicher nicht zu erwarten. Diese erste Halbzeit war schon einzigartig. Wir haben alles abgerufen und wurden belohnt. Wir sind auf einem guten Weg.