Der Eintracht-Fanblock in Vaduz

Die Auswärtsfahrt zum Europa-League-Spiel nach Straßburg wird für den Anhang von Eintracht Frankfurt zum Versteckspiel. Trikots und Schals sind rund ums Stadion verboten. Erinnerungen an die Partie in Marseille werden wach.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Restriktionen für Eintracht-Fans in Straßburg

Eintracht-Fans
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Mindestens 1.200 Fans von Eintracht Frankfurt werden ihre Mannschaft beim Europa-League-Auswärtsspiel in Straßburg am Donnerstag (20.30 Uhr) unterstützen. Zumindest wurden soviele Karten an den hessischen Anhang verkauft. Als Eintracht-Fans erkennen geben, dürfen sich diese allerdings erst im Gästeblock. So zumindest sieht es eine Anordnung der zuständigen Präfektur Bas-Rhin vor, die sich auf der Website des gastgebenden RC Straßburg finden lässt.

"Das ist ein bisschen lächerlich"

"Fan-Schals, Trikots oder andere markante Zeichen ihrer Mannschaft dürfen im Meinau-Stadion nicht sichtbar getragen werden, außer im Bereich der Gäste-Besucher", heißt es in der Mitteilung, die in Auszügen auch auf Deutsch im Internet kursiert. Das gelte von 9 bis 24 Uhr vor allem für die umliegenden Straßen Avenue de Colmar, Rue Montessori, Rue de l’Extenwoerth, Rue Staedel, Rue de la Flachenbourg, Piste Georges Speicher und Rue des Ciriers.

Dort dürfen außerdem keine alkoholischen Getränke mitgeführt werden. "Das ist ein bisschen lächerlich", kommentiert Ina Kobuschinski, die Vorsitzende des Eintracht-Frankfurt-Fanclubverbands, im Gespräch mit dem hr-sport die Auflagen.

Wiederholt sich Marseille?

Beim reisefreudigen Frankfurter Anhang werden angesichts der Restriktionen sofort Erinnerungen an das Spiel in Marseille vergangene Saison wach. In Südfrankreich bekamen die Eintracht-Fans ein Stadtverbot aufgebrummt. Ein Eilantrag eines Fan-Bündnisses zur Aufhebung des Verbots wurde vom dortigen Verwaltungsgericht abgelehnt. In Straßburg wird es einen ähnlichen Antrag der Fans wohl nicht geben.

Das strenge Reglement der Präfektur zielt nicht explizit auf die Eintracht-Fans ab. In den ersten beiden Qualifikationsrunden der Europa League bekamen auch die Gäste aus Haifa (Israel) und Plowdiw (Bulgarien) Auflagen erteilt. Selbst vor dem ersten Liga-Heimspiel gegen Metz meldete sich Bas-Rhin zu Wort.