Szene aus dem Pokal-Spiel der SGE in München

Eintracht Frankfurt hat das Endspiel im DFB-Pokal denkbar knapp verpasst. Im Halbfinale bei Bayern München boten die Hessen am Mittwoch einen tapferen Kampf, schieden nach einem engen Spiel aber aus.

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Kurz vor dem Endspiel in Berlin ist Eintracht Frankfurt aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor am Mittwoch ihr Halbfinale beim FC Bayern München mit 1:2 (0:1). Ivan Perisic hatte den Rekordmeister dabei früh in Führung gebracht (14. Spielminute). In der zweiten Halbzeit boten die Hessen einen packenden Pokalfight, Danny da Costa gelang der nach 69 Minuten völlig verdiente Ausgleich. Weil aber Robert Lewandowski zum 2:1 traf und der Videobeweis die Richtigkeit des Treffers bestätigte (74.), ist die Pokalsaison für die Eintracht kurz vor dem Ziel jäh beendet.

Die Partie begann ganz genau so, wie es zu erwarten war: mit ordentlich Dampf im Münchner Kessel. Nach nicht einmal sechs Minuten musste der auf der Torlinie stehende Dominik Kohr die erste Großchance der Hausherren vereiteln, indem er nach einer Ecke einen Kopfball von Thomas Müller gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone köpfte. Auch danach ließ der FCB in Sachen Tempo und Zug zum Tor nicht nach, Müllers flache Hereingabe verpasste der in die Mitte stürmende Lewandowski allerdings haarscharf (8.).

Perisic per Kopf zum 1:0

Nach einer knappen Viertelstunde krönte der Titelverteidiger seinen in der Anfangsphase souveränen Auftritt dann aber doch: Dem 1:0 durch Perisic (14.), der im Frankfurter Strafraum völlig allein gelassen wurde, waren mit einem langen Zuspiel von Kingsley Coman, einer starken Ballannahme Lewandowskis sowie der finalen Flanke von Müller auf Perisic' Kopf gleich mehrere bemerkenswerte Einzelaktionen vorausgegangen.

Ball- und Spielkontrolle lagen auch im Anschluss im Zuständigkeitsbereich des Gastgebers: 61 Prozent Ballbesitz sowie mehr als 110 gespielte Pässe aufseiten der Bayern sprachen bereits nach gut 20 Minuten eine deutliche Sprache. Erst in der Mitte der ersten Halbzeit gelangen der Eintracht ein paar Entlastungsangriffe, Mijat Gacinovic (26.) und Sebastian Rode (30.) sorgten aber jeweils nur für den Hauch einer Chance. Dafür halfen eine zunehmend kämpferische Leistung in der Abwehr sowie die starken Reflexe von Torwart Kevin Trapp dabei, ein mögliches 2:0 durch Coman (28.), Lewandowski (31.) oder Perisic (36.) zu verhindern.

Eintracht nach der Pause präsenter, agiler, wacher

An diese Leistungssteigerung knüpften die Frankfurter, die in "Black Lives Matter"-Sondertrikots aufgelaufen waren, nach dem Seitenwechsel unmittelbar an. Der Pokalsieger von 2018 war plötzlich präsenter, agiler, wacher – wusste seine Spielanteile aber zunächst nicht für gefährliche Torchancen zu nutzen. Sowohl Gacinovic' Volleyversuch (53.) als auch Kohrs Flanke, die an Mit- und Gegenspielern vorbeisegelte (60.), blieben ohne Erfolg. Und dennoch: Es war nun ein Spiel auf Augenhöhe, und nach einer Schusschance von Joshua Kimmich (58.) kamen die Hessen verdientermaßen zum Ausgleich.

Einen der nächsten Frankfurter Angriffe über die Stationen Timothy Chandler und Daichi Kamada vollendete der kurz zuvor eingewechselte da Costa mit einem wuchtigen Schuss zum Ausgleichstreffer (69.). Das 1:1 war der Auftakt einer packenden Schlussphase, in der München – nun freilich unter Druck – wieder etwas mehr fürs eigene Offensivspiel tat.

Lewandowskis 2:1 zählt erst nicht, dann doch

Nachdem Trapp Müllers Chance zum 2:1 noch vereiteln konnte (73.), ging der FC Bayern nur eine Minute später doch erneut in Führung: Lewandowski beruhigte die Nerven des Rekordmeisters, sein Treffer, der zunächst fälschlicherweise wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht gegeben wurde, zählte erst nach der Intervention von Video-Assistentin Bibiana Steinhaus. Eintracht Frankfurt ist nach einem aufopferungsvollen Kampf aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Weitere Informationen

FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

München: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Goretzka (86. Martinez), - Coman (62. Thiago), Müller, Perisic - Lewandowski

Frankfurt: Trapp - N'Dicka, Abraham, Hinteregger - Touré (66. da Costa), Ilsanker (77. Torró), Kohr (77. Dost) - Rode, Gacinovic (66. Kamada) - Silva

Tore: 1:0 Perisic (14.) , 1:1 da Costa (69.), 1:2 Lewandowski (74.)
Gelbe Karten: Perisic, Martinez - Silva, Hinteregger

Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: keine

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